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Posts Tagged ‘Friedrich Dürrenmatt’

Deutschlandfunk Kultur – Samstag, 9. Januar 2021 um 00:05 Uhr, (angekündigte Länge: 170:00)

Mit „Der Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“ schrieb Friedrich Dürrenmatt zwei Stücke, die in der Zeit des Wirtschaftswunders und der atomaren Aufrüstung einen Nerv trafen und seither auf dem Theater weltweit Triumphe feiern. Der Pfarrerssohn, der am 5. Januar 1921 im Schweizer Kanton Bern zur Welt kam, war studierter Philosoph und malte in seinen Texten wie in seinen Bildern die Apokalypse an die Wand – mit dem schwarzen Humor der Groteske. Die Lange Nacht (zu seinem hundertsten Geburtstag) wird auch weniger bekannte Seiten von Dürrenmatt vorstellen: seine oft provozierenden politischen Stellungnahmen, sein Interesse am Judentum und an Israel, sowie die unkonventionelle Art, mit der er in seiner späten Prosa die Entstehung seiner Ideen und Stoffe erkundete. Dürrenmatt erfand sich in seinem Leben immer wieder neu, denn: „Wer das Scheitern nicht wagt, der soll die Hände von der Kunst lassen.“

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Vor 100 Jahren wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. Die Nachwelt hat ihn als Schulbuchautor eingesargt. Dabei bleibt sein apokalyptisches Weltbewusstsein aktuell und eine Herausforderung. – Von Martin Ebel. sueddeutsche.de

„Diese Groteske des Verschontseins stellte mich endlich vor eine Aufgabe: die Welt, die ich nicht zu erleben vermochte, wenigstens zu erdenken, der Welt Welten entgegenzusetzen.“

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Ein Mann steigt nachts durchs Fenster in die Wohnung eines Schriftstellers ein. Er kommt nicht um zu stehlen – er ist der Henker, den der anonyme totalitäre Staat ausschickt, den unbequemen Gegner aus dem Wege zu räumen. Als Handlanger der Herrschenden darf er nur im Schutze der Dunkelheit seinem Geschäft nachgehen… (hr2) (Dank an tibaert)

SWR2 Forum: DISKUSSION | ZUM 100. GEBURTSTAG VON FRIEDRICH DÜRRENMATT Der Besuch der alten Bücher

Sendung von Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame. Eine Milliardärin verspricht Wohlstand für alle – und fordert dafür einen Mord. Wie werden sich die Bewohner des verarmten Städtchens entscheiden? Dürrenmatts Parabel über Geld und Moral ist bis heute aktuell. Denn Güllen ist überall: Produktionsstandorte werden aufgegeben, Gemeinden stürzen in wirtschaftliche Depressionen, in kommunalen Kassen herrscht Ebbe. Mancher mag da auf den Besuch einer Milliardärin hoffen, die einen unerhörten Geldsegen in Aussicht stellt, wenn nur ein paar Bedingungen erfüllt werden. – SWR2

Man könnte sich zum Beispiel fragen: Ist Donald Trump die alte Dame von Dürrenmatt? Claire verspricht der Gemeinde, dass sie Wohlstand schafft, Trump verspricht „I will make America great again“. (Nikil Mukerji) (SWR 2017)

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Hörspielvom 03.01.2021, 18:30 Uhr – Deutschlandfunk Kultur

Als das Auto des Textilvertreters Alfredo Traps in einem Dorf spät abends liegen bleibt, findet er dort kein freies Zimmer mehr. So verbringt er die Nacht im Haus eines pensionierten Richters und genießt mit weiteren Ruheständlern – Staatsanwalt Zorn, Verteidiger Kummer und Henker Pilet – ein üppiges Mahl. Die Einladung ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: Traps soll in einem fiktiven Prozess, bei dem die Greise ihre alten Berufe spielen, die Rolle des Angeklagten übernehmen.- deutschlandfunkkultur.de

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WDR 3 – Sonntag, 3. Januar 2021 um 15:04 Uhr – oder gleich hier

Mord und Missbrauch, Irrsinn und Intrige – in der Prosa und den Stücken Friedrich Dürrenmatts ging es deftig zu. Mit galleschwarzem Humor erschuf der Schweizer ein absurdes, vom Zufall beherrschtes Universum. Dürrenmatts Drang, stets die „schlimmstmögliche Wendung“ zu ersinnen, findet sich besonders ausgeprägt in seinen Krimis. Werke wie „Der Richter und sein Henker“ (1951) oder „Das Versprechen“ (1958) konfrontieren uns mit der dunklen Seite des Menschen, mit dem Bösen. In den Texten schaute der Dichter den Helden gern persönlich auf die Finger, als Randfigur, mal gütiger, mal scharfer Ratgeber und Richter. Jetzt nehmen wir den Dichter in die Zange. Ja, dies wird ein Verfahren, mit Indizien und Zeugen, Anklage und Verteidigung: Warum brachte er beständig die Apokalypse ins Spiel – aus kommerziellem Kalkül? „Zum Schluss droht immer noch der Untergang der Menschheit“ – muss das ein Schweizer sagen? Und: Hatte so ein Schwarzmaler vielleicht selbst dunkle Flecken auf der Biografie? (Hördat)

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Um Friedrich Dürrenmatt zu verstehen, ist zweierlei vonnöten: zum einen die Bereitschaft, das Denken zu lernen, zum anderen ein gewisser Humor. Das gilt namentlich für seinen letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Roman „Durcheinandertal“. Dürrenmatt starb, „vorerkrankt“ zwar, dann aber doch plötzlich und unerwartet, am 14. Dezember 1990. Wenige Tage vor seinem Tod forderte er in einem Gespräch mit Michael Haller „sinnschaffendes Denken“. Dürrenmatt war der Ansicht, dass das Denken und damit zugleich eine Antenne für die eigentlichen Probleme unserer Zeit im allgegenwärtigen Durcheinander von Wissen, Aberglauben und Politik verloren gegangen sei. Er beklagte, dass die Menschen heute Mühe hätten, ureigenen Sinnvorstellungen zu vertrauen, und stattdessen lieber diversen Spekulationen Glauben schenken würden. – journal21.ch

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Bayern 2 – Samstag, 27. Juli 2019 15:05 Uhr

Eine Zukunftsvision von böser Aktualität: Verbrecher und politische Häftlinge leben, von den beiden Weltregierungen interniert, auf der Venus, einem von Stürmen, Vulkanen und Überflutungen gepeinigten Planeten. Eine Delegation der westlichen Weltregierung reist im Jahre 2068 in einer Rakete mit der Absicht zur Venus, die Kolonie für westliche Machtinteressen (für einen neuen Weltkrieg gegen Rußland und seine Verbündeten) einzuspannen. Die Venusbewohner aber erweisen sich als resistent gegen militante Phrasen und totalitäre Vorstellungen von Volksbeglückung. Auch die Drohung mit einer Atombombe, die sich an Bord der Rakete befindet, läßt die Strafkolonisten kalt. Die Furcht vor der Erde, als dem „Paradies, das eine Hölle ist“ erweist sich als stärker. Und so nehmen sie die Konsequenzen ihres Entschlusses stolz auf sich; auch im vollem Bewußtsein, daß eine Bombardierung ihren Stern auslöschen wird. (hördat)

https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2409456.html

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