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Posts Tagged ‘Freiheit’

Kandinsky ist Russe. Die Idee der Freiheit ist bei ihm sehr ausgeprägt, auf das Gebiet der Kunst übertragen. Was er über Anarchie sagt, erinnert an Sätze von Bakunin und Krapotkin. Nur daß er den Freiheitsbegriff ganz spirituell auf die Ästhetik anwendet. Im »Blauen Reiter« über die Formfrage schreibt er: »Anarchie nennen viele den gegenwärtigen Zustand der Malerei. Dasselbe Wort wird schon hier und da auch bei der Bezeichnung des gegenwärtigen Zustands in der Musik gebraucht. Darunter versteht man fälschlich ein planloses Umwerfen und Unordnung. Die Anarchie ist aber Planmäßigkeit und Ordnung, welche nicht durch eine äußere und schließlich versagende Gewalt hergestellt, sondern durch das Gefühl des Guten geschaffen werden.« Dieses »Gefühl des Guten« oder die »innere Notwendigkeit« ist das einzige und letzte Schaffensprinzip, das er anerkennt. Die »innere Notwendigkeit« allein gibt der freien Intuition Grenzen, die innere Notwendigkeit bildet die äußere, sichtbare Form des Werkes.

https://www.textlog.de/39029.html

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Zen Texte (3)

Baizhang: Falls du dich davor fürchtest, im Moment des Todes vor Angst verrückt zu werden und die Freiheit nicht erlangen zu können, dann solltest du zuerst einmal jetzt, in diesem Augenblick, frei sein. Dann wird alles gutgehen. Sei jetzt, in diesem Augenblick, frei von allen Verhaftungen mit den Dingen und lasse dich nicht von intellektuellen Interpretationen fesseln. Dann wirst du frei sein.

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David Foster Wallace: Die wirklich wichtige Freiheit erfordert Offenheit und Aufmerksamkeit u. Disziplin u. die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu nehmen, und Opfer für sie zu bringen, auf unendlich verschiedene Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.

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Die Werbung kommt auf leisen Sohlen und beweist eine unendlich flexible Überredungskunst, um die Menschheit auf den Stand der Sklaverei zu reduzieren. Wir leben erstmals in einem Herrschaftssystem, gegen das selbst die Freiheit sich als ohnmächtig erweist. Im Gegenteil, Freiheit ist sein eigentliches Lebenselixier, seine genialste Erfindung. Jede Kritik stärkt seine Position und verfestigt den illusionären Glauben an seine süßliche Toleranz. Kein System unterwarf sich die Menschen bisher mit solcher Eleganz. Das Ziel ist erreicht: Selbst Ungehorsam ist nur noch eine Form des Gehorsams.

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„Warum sollen wir uns eigentlich weiterentwickeln – können wir nicht einfach so bleiben, wie wir sind? Die bewußte Wahl, an der persönlichen Entwicklung zu arbeiten, entsteht aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus. Wir sehnen uns danach, ausgetretene Bahnen zu verlassen, um zu innerer Freiheit zu gelangen. Diese Sehnsucht nach Freiheit und Wahrhaftigkeit findet sich in jedem von uns. Wir mögen sie vielleicht geraume Zeit verdrängen können, doch eines Tages klopft sie – möglichweise gewaltsam – an unsere Tür.“

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… Die höchste Stufe erstrebt die Loslösung auf meditativer Grundlage entweder durch das buddhistische Nirvana oder, wie z.B. in der Goldenen Blüte, durch die Verbindung des geistigen Prinzips im Menschen mit zugeordneten psychogenen Kräften, der Möglichkeit des Weiterlebens nach dem Tode, nicht nur als der Auflösung verfallenes Schattenwesen, sondern als bewußter Geist vorzubereiten. Daneben und oft damit verbunden gibt es Richtungen, die durch diese Meditation eine psychische Einwirkung auf gewisse vegetativ-animalische Lebensprozesse (wie würden auf europäisch hier von Vorgängen des endotrinen Drüsensystems reden) suchen, durch die eine Stärkung, Verjüngung und Normalisierung des Lebensprozesses bewirkt werden soll, durch die auch der Tod in der Weise überwunden wird, dass er sich als harmonischer Abschluß vom Lebensprozeß einfügt: Der irdische Leib wird von dem (zu selbständigen Weiterleben in dem aus seinem Kraftsytem erzeugten Geisterleib befähigten) geistigen Prinzip verlassen und bleibt als austrocknende Schale zurück wie die Schale einer ausgeschlüpften Zikade.

Seite 67

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Jean-Paul Sartre gilt als theoretisches Fundament des französischen Existenzialismus: Jean-Paul Sartres philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts», erschienen 1943. Sartre prägt darin unter anderem den Freiheitsbegriff des Menschen und seine Verantwortung.

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Diese Lyrik ist unglaublich politisch und großartig. Ein Band, der in seiner Knappheit, Emotion und seinen Wiederholungen eine kunstvolle Wucht darstellt. Es ist Literatur, die allgemeine Gültigkeit besitzt und durch die verspielte, leicht wirkende Sprache im Leser viele Gefühle und Gedanken weckt. Linda Vilhjálmsdóttir ist eine bedeutende und zeitgenössische Lyrikerin Islands. „Freiheit“, d.h. „Frelsi“  erschien bereits 2015 in Island und wurde als eine der wichtigsten Neuerscheinungen gefeiert. Es sind kluge, sehr emotionale und kraftvolle Texte.

Linda Vilhjálmsdóttir: „Freiheit“

https://wolfgangschiffer.wordpress.com/2018/03/28/europaeischer-dichter-der-freiheit/

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