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Posts Tagged ‘Frankreich’

Viele seiner Chansons sind heute Klassiker: Georges Brassens war ein Autodidakt, der sich seinen Weg suchte und über 200 Chansons schrieb. Und weil anfangs keiner seine Lieder singen wollte, tat er es selbst. Der Freidenker kämpfte gegen Intoleranz und Fanatismus – ohne sich je der Masse anzuschließen. – Von Karl Lippegaus – DLF

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»Es schien uns, daß der Stil dieses Erzählers in Frankreich geschätzt werden würde, (…) dass sein erzählerischer Schwung, der abenteuerliche Charakter, seine glänzende Vorstellungskraft ihn, trotz seiner Nationalität, sympathisch erscheinen lassen. Wir haben uns Mühe gegeben, diese Qualitäten in ihrer ganzen Gegenwärtigkeit in unsere Sprache umzusetzen.« J. de Rochay

Man dürfte ihn in Frankreich »sympathisch« finden, diesen Autor Karl May, »trotz seiner Nationalität«, dank »seine(r) glänzende(n) Vorstellungskraft«, und wenn auch der durch die Ereignisse von 1870/71 verursachte antideutsche Affekt unüberhörbar ist, so lässt der Gegensatz doch aufhorchen und legt die Vermutung nahe, dass sich für den französischen Leser die Vorstellung von deutscher Literatur mit trockener Würde, Dunkelheit, Tiefsinn, die sich jeden >Effekt< versagen, kurz, mit Langweile verbindet: hier wäre also der Autor, dessen Temperament den Bedürfnissen des französischen Publikums besonders entgegenzukommen und entsprechend untypisch für seine eigene Nation zu sein scheint.

karl-may-gesellschaft.de

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Der französische Schriftsteller Éric Vuillard ist eine Ausnahmeerscheinung. Er erzählt von historischen und politischen Ereignissen neu und aus ungewohnter literarischer Perspektive, dabei oft mit aktuellen Bezügen: ob zur Gelbwesten-Bewegung oder zur Gier der Großindustrie. Éric Vuillard, Jahrgang 1968, gleicht als Schriftsteller einem Trüffelschwein im Wald der Weltgeschichte. Er erzählt von der Eroberung des Inkareichs genauso souverän wie von Buffalo Bill oder der Französischen Revolution. Seine erstaunlich kurzen, extrem dynamischen Bücher lassen sich dabei in kein literarisches Gattungsraster einordnen. Aber sie provozieren: thematisch wie literarisch. Nach seinem 2017 mit dem Goncourt-Preis ausgezeichneten Buch ‚Die Tagesordnung‘, in dem er Adolf Hitlers Weg zum Eroberer Österreichs beschreibt, blickt er in seinem jüngsten Werk ‚Der Krieg der Armen‘ wieder über den Rhein. Diesmal nimmt er den von Thomas Müntzer angefachten Bauernaufstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts ins Visier.
Éric Vuillard verunsichert unsere Wahrnehmungsgewohnheiten von Geschichte. Seine Bücher sind Attacken auf die sich objektiv gebärdende Historikerzunft:

 

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Hintergrund

Anmerkung des Aufzeichners: Crazy night at Ouessant’s lighthouse in stormy conditions. Over 15 000 calls featuring at least 27 species. Many birds were circling around the lighthouse to find their way through the mist. – https://www.xeno-canto.org/584201

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»Das Geheimnis ist…, dass Worte gefunden werden, zuweilen, welche die Welt nicht verstecken, sondern sie offenbaren. Fast alles, was die Menschen sagen und ebenso was sie tun, versteckt die Welt. Ich möchte nichts anderes sein als der Mensch, der seinen Garten gießt und, auf diese einfachen Arbeiten bedacht, diese Welt in sich eindringen lässt, die er nicht lange bewohnen wird. Das Brot der Luft«.

Dies schreibt Philippe Jaccottet am 12. August 1958. Am 30. Juni 2020 wurde der Schriftsteller, Übersetzer, Diarist, Poet und Essayist 95 Jahre alt. Jaccottet wurde in Moudon im Kanton Waadt (Vaud) in der Schweiz geboren. Er studierte in Lausanne, lebte danach einige Jahre in Rom und Paris, bevor er 1953 ins provencalische Grignan übersiedelte, wo er bis heute lebt.

Das Zitat ist dem bei Hanser erschienenen Band »Sonnenflecken, Schattenflecken« entnommen. »Das Brot der Luft« – eine der ansonsten eher seltenen pathetischen Äußerungen Jaccottets. Bei jedem anderen Literaten wäre es eine Programmatik, bei ihm wird es zu einem Versprechen. Es geht bei Jaccottet immer um alles. Kaum ein Dichter, der derart bedacht Worte wählt. »Worte, durch ihren unsichtbaren Stengel mit der Erde verbunden«, so eine weitere Umkreisung (s)eines poetischen Prinzips (»Notizen aus der Tiefe«).

Das Richtige, das richtige Wort suchen bedeutet, sich der aufgehenden Sonne zuwenden.

glanzundelend.de

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Der Franzose Philippe Pinel galt lange Zeit als „Vater der Psychiatrie“ – weil er 1793, in den Wirren der französischen Revolution, die seinerzeit sogenannten „Irren“ von den Ketten befreite…,.. Bayern 2

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