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Posts Tagged ‘Eva Hesse’

Die Dokumentation erzählt das Leben der jüdischen Künstlerin Eva Hesse mit seinen Schicksalsschlägen und Hindernissen bis zum Erfolg in der männerdominierten New Yorker Kunstwelt. Sie nähert sich der Faszination, die Eva Hesse als Person auf ihre Mitmenschen ausübte, und zeigt, wie außergewöhnlich ihre Kunst zu ihrer Zeit war und wie eigenständig ihre künstlerischen Positionen noch heute weiterwirken. Zu Wort kommen unter anderem Evas Künstlerfreunde wie Sol LeWitt, Robert und Sylvia Mangold, Nancy Holt, Richard Serra, Dan Graham, Carl Andre und Werner Nekes …

Als sie 1970 in New York starb, hatte sie in dieser kurzen Zeit ein sehr eigenständiges Werk geschaffen. “Ich will meinen eigenen Weg finden. Es macht mir nichts aus, Meilen von jedem anderen entfernt zu sein; die besten Künstler waren die, die alleine standen”, sagte sie.

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Ich glaube, wir sind der Verherrlichung der tatkräftigen Dummheit allmählich leid. Die Kunst des Dummen, von Dummen, für die Dummen ist nicht all-genügend. Whistler war der erste Mensch, der erste Maler wenigstens, der im vorigen Jahrhundert zu verstehen gab, dass der intelligente und nicht nur der gänzlich schimmerlose und ungebildete Mensch ein Anrecht auf Kunst hätte …

Nach einer unausstehlichen Generation finden wir wiederum dieses Erwachen nicht an einem Ort bloß, an vielen. Wyndham Lewis, James Joyce. T.S. Eliot, sie alle beweisen einzeln und von sich aus, dass ein gewisses Maß an Verstand, Bildung, Aufgeklärtheit den Menschen nicht unbedingt die künstlerische Gestaltungskraft kosten muß …

De Quincey schreibt von dem „Wunder“, das vollbracht werden kann, „wenn nur ein Mensch etwas lebhafter empfindet, inniger kennt, als irgend jemand es zuvor empfunden oder gekannt hat.“ Ein solches Wunder hat sich in unserer Umgebung ereignet.

Ich glaube schon, dass auf diese Weise viele Wunder an den wenigen vollbracht wurden. Ich staune immer wieder über die Kärglichkeit der menschlichen Begabung zum Leben, über die Vielzahl der Dinge, welche die Menschen so bereitwillig in ihrem Dasein missen. – Von Eva Hesse – Lesebuch – Arche

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