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Posts Tagged ‘Erzählungen’

Unbekümmert ging ich weiter. Weil ich aber als Fußgänger die Anstrengung der bergigen Straße fürchtete, ließ ich den Weg immer flacher werden und sich in der Entfernung endlich zu einem Tale senken.

Die Steine verschwanden nach meinem Willen und der Wind wurde still und verlor sich im Abend. Ich ging in gutem Marsch und da ich bergab ging, hatte ich den Kopf erhoben und den Körper gesteift und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Da ich Fichtenwälder liebe, ging ich durch Fichtenwälder und, da ich gerne stumm in den ausgesternten Himmel schaue, so gingen mir auf dem großausgebreiteten Himmel die Sterne langsam und ruhig auf, wie es auch sonst ihre Art ist. Nur wenige gestreckte Wolken sah ich, die ein Wind, der nur in ihrer Höhe wehte, durch die Luft zog.

https://www.textlog.de/kafka/erzaehlungen/nachlass/beschreibung-eines-kampfes-ii-spaziergang

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Erzählungen

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Als es schon unerträglich geworden war — einmal gegen Abend im November — und ich über den schmalen Teppich meines Zimmers wie in einer Rennbahn einherlief, durch den Anblick der beleuchteten Gasse erschreckt, wieder wendete, und in der Tiefe des Zimmers, im Grund des Spiegels doch wieder ein neues Ziel bekam, und aufschrie, um nur den Schrei zu hören, dem nichts antwortet und dem auch nichts die Kraft des Schreiens nimmt, der also aufsteigt, ohne Gegengewicht, und nicht aufhören kann, selbst wenn er verstummt, da öffnete sich aus der Wand heraus die Tür, so eilig, weil doch Eile nötig war und selbst die Wagenpferde unten auf dem Pflaster, wie wildgewordene Pferde in der Schlacht, die Gurgeln preisgegeben, sich erhoben…,.. https://www.textlog.de/3883.html

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Es gab eine Zeit, in der ich Tag um Tag in eine Kirche ging, denn ein Mädchen, in das ich mich verliebt hatte, betete dort kniend eine halbe Stunde am Abend, unterdessen ich sie in Ruhe betrachten konnte.

Als einmal das Mädchen nicht gekommen war und ich unwillig auf die Betenden blickte, fiel mir ein junger Mensch auf, der sich mit seiner ganzen mageren Gestalt auf den Boden geworfen hatte. Von Zeit zu Zeit packte er mit der ganzen Kraft seines Körpers seinen Schädel und schmetterte ihn seufzend in seine Handflächen, die auf den Steinen auflagen…,.. https://www.textlog.de/31992.html

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Als es schon unerträglich geworden war — einmal gegen Abend im November — und ich über den schmalen Teppich meines Zimmers wie in einer Rennbahn einherlief, durch den Anblick der beleuchteten Gasse erschreckt, wieder wendete, und in der Tiefe des Zimmers, im Grund des Spiegels doch wieder ein neues Ziel bekam, und aufschrie, um nur den Schrei zu hören, dem nichts antwortet und dem auch nichts die Kraft des Schreiens nimmt, der also aufsteigt, ohne Gegengewicht, und nicht aufhören kann, selbst wenn er verstummt, da öffnete sich aus der Wand heraus die Tür,…

https://www.textlog.de/3883.html

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seefahrergeschichten.de

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Heute um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk. Länge: 30’30

„Als ich den Winter 1801 in M … zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen Garten, den Herrn C. an, der seit Kurzem, in dieser Stadt, als erster Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko außerordentliches Glück machte.” So beginnt die essayistische Erzählung, die 1810 erschien.- DLF

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Tausendundeine Nacht, die große orientalische Sammlung von Erzählungen, Legenden, Fabeln und Märchen, entstand über viele Jahrhunderte hinweg, bis sie im 16. Jahrhundert ihre endgültige Gestalt erhielt. Zweihundert Jahre später wurde sie erstmals in eine europäische Sprache, das Französische, übersetzt. Die Rahmenerzählung berichtet vom König Schehrijâr von Samarkand. Von seiner Gemahlin betrogen, nimmt er am weiblichen Geschlecht Rache. Die schöne und kluge Wesirstochter Scheherezâde fasziniert ihn drei Jahre lang mit Geschichten zur Nacht und bannt die Gewalttätigkeit des Königs. „Es ist ein Buch“, schrieb Hofmannsthal, „das ein Gefängnis zum kurzweiligen Aufenthalt machen könnte.“

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Menschen sind Erzählungen. In der Tag lässt sich sagen: Ohne Geschichten ergibt die Welt keinen Sinn. Erst durch Erzählungen werden Fakten, Werte und Gefühle zu etwas Kohärentem und können sowohl unsere eigene als auch unsere gemeinsame Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft verbinden.

Die Geschichten, die unseren Lebenssinn ausmachen, beeinflussen auch, wie wir unsere Umgebung gestalten und umgestalten. Wir erfinden die Welt neu, unsere Geschichten werden erlebbar in Strukturen und Systemen, und so erzählt dann auch die Welt uns unsere Geschichten.

Menschen sind Erzählungen. In der Tat lässt sich sagen: Ohne Geschichten ergibt die Welt keinen Sinn. Erst durch Erzählungen werden Fakten, Werte und Gefühle zu etwas Kohärentem und können sowohl unsere eigene als auch unsere gemeinsame Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft verbinden. Die Geschichten, die unseren Lebenssinn ausmachen, beeinflussen auch, wie wir unsere Umgebung gestalten und umgestalten. Wir erfinden die Welt neu, unsere Geschichten werden erlebbar in Strukturen und Systemen, und so erzählt dann auch die Welt uns unsere Geschichten.

futurezwei

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