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Posts Tagged ‘Erzählung’

Deutschlandfunk Kultur – Mittwoch, 6. Juli 2022 um 22:03 Uhr

Es ist ein in Routine erstarrtes, ödes Leben, das die etwa 30-jährige Ehefrau eines erfolgreichen Zahnarztes und Mutter eines Kindes führt. Eines Tages wird sie von einer rätselhaften und andauernden Schlaflosigkeit heimgesucht. Dabei verspürt sie keinerlei Müdigkeit. Im Gegenteil: statt zu ermatten, hat sie den Eindruck, dass ihr Körper sogar kräftiger und jünger wird. So gewinnt sie – gänzlich unbemerkt von Ehemann und Sohn – nachts ein zweites heimliches Leben. Sie entdeckt ihre frühere Leidenschaft für die Literatur zurück, trinkt Cognac und unternimmt einsame Autofahrten. Immer mehr gerät sie in einen beinah autistischen Zustand, in dem die Grenze zwischen Leben und Tod gefährlich verwischt scheint.
Haruki demonstriert literarisch eindrucksvoll, wie ein neues, an westlichen Werten orientiertes Verlangen nach Individualität die traditionell konformistische Gesellschaft Japans in eine Identitätskrise stürzt.

https://www.hoerspielundfeature.de/schlaf-104.html

https://archive.org/details/schlaf-haruki-murakami-2002

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Der Ausflug der toten Mädchen

„Ich wunderte mich zugleich, wieso man Lenis Gesicht gar keine Spur von den grimmigen Vorfällen anmerkte, die ihr Leben verdorben hatten, (…) und nicht der geringste Rest war darin, nicht die geringste Narbe von den Schlägen, die ihr die Gestapo bei der Verhaftung versetzt hatte, als sie sich weigerte, über ihren Mann auszusagen.“

https://www.hoerspielundfeature.de/hoerspiel-nach-anna-seghers-erzaehlung-der-ausflug-der-102.html

Anna Seghers‘ 1943 entstandene Erzählung „Der Ausflug der toten Mädchen“ gilt nicht nur als eines der Meisterwerke deutschsprachiger Literatur, sie ist auch das persönlichste Werk der Autorin, gewidmet ihrer im Ghetto getöteten Mutter und reich an autobiografischen Bezügen.

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Auszug der Erzählung von Hermann Hesse / Rezitation: Ulrich Matthes / Anmerkung: „Wissen kann man mitteilen, Weisheit aber nicht. Man kann sie finden, man kann sie leben, man kann von ihr getragen werden, man kann mit ihr Wunder tun, aber sagen und lehren kann man sie nicht. “ (H.Hesse)

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Erzählung von Rainer Maria Rilke aus: Geschichten vom lieben Gott 1906 / Rezitation: Walter Kreye / Anmerkung: «Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.» (R.M.Rilke)

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Erzählung von Rainer Maria Rilke aus: Geschichten vom lieben Gott 1904/ Rezitation: Martina Gedeck / Anmerkung: «Die erwachsenen Menschen, die Geschäfte und Sorgen haben und sich mit lauter Kleinigkeiten quälen, verlieren allmählich ganz den Blick für diese Reichtümer, welche die Kinder, wenn sie aufmerksam und gut sind, bald bemerken und mit dem ganzen Herzen lieben.» (R.M.Rilke)

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Erzählung von Rainer Maria Rilke aus: Geschichten vom lieben Gott 1906 / Rezitation: Martina Gedeck / Anmerkung: Ich denke, wir müssen viel und aufmerksam zuhören, dann werden wir allmählich immer vorsichtiger antworten und immer besser. (R.M.Rilke)

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„Was ist mit mir geschehen? Wenn ich den Kopf ein wenig hebe, sehe ich meinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dem sich die Bettdecke kaum noch halten kann, und viele klägliche dünne Beinchen lugen darunter hervor, geradezu hilflos flimmern sie einem vor den Augen, auch scheint es, dass ich auf einem panzerartig harten Rücken liege, alles in allem könnte man meinen, dass ich mich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt hätte.“ – NDR

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Wir haben unsern Lesern immer gern die Tageszeit geboten, aber so schwer wie diesmal ist uns das noch nie gemacht worden. In der Stadt Höxter waren die Turmuhren sämtlicher Kirchen in Unordnung; Sankt Peter und Sankt Kilian zeigten falsch, Sankt Nikolaus schlug falsch und bei den Brüdern stand das Werk ganz still; nur auf Stift Corvey, eine Viertelstunde abwärts am Fluß, befand es sich noch in geziemlicher Ordnung und hatte sich auch eine Hand gefunden, die es darin erhielt und es zur rechten Zeit aufzog. Es schlug vier Uhr am Nachmittage auf dem Turme der Abtei.

So viel für die Tageszeit. Was die Zeit sonst anbetraf, so schrieb man den ersten Dezember im Jahre 1673: am 23. November 1873 beginnen wir unsere Erzählung; es sind also gerade ungefähr zweihundert Jahre seit jenem Wintertage vergangen…,.. projekt-gutenberg.org

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Auszug der Erzählung von Hermann Hesse / Rezitation: Ulrich Matthes / In Hermann Hesses 1922 erschienener Erzählung »Siddhartha. Eine indische Dichtung« begibt sich Siddhartha, Sohn eines Brahmanen, auf die Suche nach Erkenntnis. Der Läuterungsweg des Protagonisten spiegelt die Auseinandersetzung des Autors mit indischer Philosophie und den fernöstlichen Religionen wider. Die Geschichte ist stark stilisiert; die Lebensdaten des Religionsstifters Buddha lassen darauf schließen, dass die Handlung etwa um 500 v. Chr. in Indien angesiedelt ist.

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