Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Elke Pressler’

https://www.deutschlandfunkkultur.de/estland-unabhaengigkeit-geschichte-kultur-100.html

Geschichte und Kultur Estlands – „WIR haben noch die Erinnerung“

Das Gebiet des heutigen Estlands wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. Nur während einer kurzen Frist von 1920 bis 1940 war das Land unabhängig und hatte eine bürgerliche Regierung. Seit der „Singenden Revolution“ von 1991 versucht Estland nun, seine Identität, seinen Kern, seine Substanz wiederzufinden.

Diese Ausgabe der „Langen Nacht“ spiegelt die dramatischste Phase wider: das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Außerdem geht es um die Bedeutung des Gesangs und der Lieder, die zum Überleben der estnischen Identität beigetragen haben.

Doch auch das „Kalevipoeg“ ist ein Identitätsanker: Ohne das Nationalepos aus dem 19. Jahrhundert hätte sich die estnische Sprache nicht weiterentwickelt. Auch in elektronischen (Re-)Konstruktionen des Dichters und Lyrikers Jüri Reinvere oder in den Kompositionen Arvo Pärts entwickeln estnische Komponisten eigene Klangmuster.

Read Full Post »

Träume sind Rufe aus der Tiefe. Seit Menschengedenken versuchen Weise und Wissenschaftler, diese Tiefe auszuloten, den Ruf als Hilferuf zu verstehen und zur Wegführung zu nutzen. Die 84-jährige Psychotherapeutin und leidenschaftliche Traumforscherin Ortrud Grön hält die technisch immer ausgefeilteren Gehirnuntersuchungen im Schlaflabor für sinnlos und destruktiv im Umgang mit Träumen. Ihre Traumanalyse folgt einem intelligenten und streng wissenschaftlichen Konzept: Träume spiegeln die Ordnung der Natur wider, in die wir mit unserem gesamten Denken, Fühlen und Handeln eingebunden sind.

Der Traum, so Ortrud Grön, nutzt die Entwicklung der Evolution als Gleichnis für die Entwicklung des Menschen.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kulturfeature/audio-groens-denken-oder-das-geheimnis-der-traeume-100.html

Read Full Post »

Traum- und Wachbewusstsein – diese beiden Seinszustände ähneln sich viel mehr, als man bislang dachte. Selbst im Tiefschlaf liegt die Hirnaktivität bei 80 Prozent, während tagsüber das Gehirn mindestens in der Hälfte der Zeit im Traummodus arbeitet, obwohl es sich eigentlich im Wachzustand befindet. Dazu zählen Traumforscher die Tagträume, bei denen sich Menschen oft nur für wenige Momente in „Hirngespinsten“ verlieren. Wunschträume von einer Abenteuerreise oder einem Lottogewinn lösen im Hirn unweigerlich die Schaltkreise des Traumbewusstseins aus. Die Leistungsgesellschaft urteilt zwar ungnädig über jene Zeitgenossen, die am Tag allzu verträumt wirken, inzwischen wird aber auch in der Wissenschaft erkannt, dass Tagträumer entgegen ihrem schlechten Image recht produktiv sind: Während ihre Gedanken schweifen, verbessern sie ihre sozialen Fähigkeiten und ihr kreatives Potenzial. Schöpferisches Tagträumen fördert die Fähigkeit zum Lösen von Problemen und zu sinnvollem Planen. Möglich wird dies durch Unterbrechungen jener Informations- und Ablenkungsflut, die während des Wachzustands unentwegt auf den Geist niederbraust. Und auch während des Nachtschlafs passiert nicht nichts; das Gehirn brütet auch in diesem Zustand präzise und klar; es denkt, tüftelt und fällt sogar Entscheidungen – zuweilen effektiver als im Wachzustand. Gedankliche Abschottung oder Traumtiefen – das Imaginationsnetzwerk ist immer in vollem Gange.

Read Full Post »