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Posts Tagged ‘Deutschlandradio Kultur’

Deutschlandradio Kultur. Er wurde Ende des 19. Jahrhundert in das Berliner Großbürgertum hineingeboren. In der großspurig-selbstverliebten Welt des Wilhelminismus verlebte der kleine Ludwig eine unbeschwerte Kindheit, umgeben von einer jüdischen Großfamilie, als einziger Sohn des Fabrikanten Marcuse „maßlos verwöhnt“, ein eigenwilliger „Kronprinz“, dem große Freiheiten zugestanden wurden. Die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts zerstörten das Kindheitsidyll nachhaltig. Nach dem Ersten Weltkrieg starb der Vater, das Vermögen verschwand in den Krisen der 20er Jahre. „Was wird man, wenn man nicht gelernt hat zu parieren? Freier Schriftsteller!“ Ludwig Marcuse schrieb Theaterkritiken und Essays, philosophische Bücher über Glück und Unglück, Porträts, Polemiken, Biographien zu Heinrich Heine, Ignatius von Loyola, Richard Wagner, Ludwig Börne …

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Von Margot Litten

Zauberer sind im Grunde die einzig ehrlichen Menschen in unserer unehrlichen Welt: Sie geben zu, dass sie uns täuschen. Und je besser es ihnen gelingt, desto weniger enttäuschen sie uns. Die Kunst der Täuschung beruht seit altersher auf drei Grundprinzipien: Auf dem Erscheinen, Verwandeln und Verschwindenlassen eines Gegenstandes, z.B. einer Münze. Sie beim Zaubern unsichtbar in der Hand zu halten, heißt Palmage. Fällt sie runter, nennt man’s Blamage. Doch Fingerfertigkeit ist nicht alles. Schon Jean Eugène Robert-Houdin, der Zauberkünstler des 19. Jahrhunderts und Gründer eines der ersten Zaubertheater überhaupt, wusste: Die Kunst zu zaubern besteht nicht so sehr darin, wunderbare Dinge zu vollbringen, als vielmehr darin, den Zuschauer zu überzeugen, dass wunderbare Dinge geschehen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-lange-nacht-ueber-die-zauberei-zersaegte-jungfrauen.1024.de.html?dram:article_id=470070

 

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Das Internet hat die Welt vernetzt. Email, das World Wide Web oder soziale Netzwerke werden von Milliarden Menschen überall auf dem Globus genutzt. Die Folgen dieser Vernetzung sind allgegenwärtig: Arbeitsbedingungen werden globalisiert, soziale Strukturen verändern sich dramatisch.

Aus dem Internet als einem Entwurf der Freiheit wurde inzwischen ein Instrument extremer staatlicher Überwachung. Mit Menschen allein gibt sich das Internet nicht zufrieden: Die IT-Industrie ist dabei, auch alle Dinge um uns herum zu vernetzen…

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Heute um 22 Uhr im Deutschlandradio Kultur

Der Musiker und Schriftsteller Wolfgang Caspar Printz (1641-1717) – Von Richard Schroetter

Wer wollte, konnte von ihm alles erfahren: „Wie Music die Teufel verjaget und die Traurigkeit stillet, wie man die Baß-Geige streichet, wer Jacobus Obrecht, Martin Opitz und Martinus Lutherus waren“. Der Stadtpfeiffer und Tenorist, der Satiriker und Gelehrte, der immens vielseitig gebildete Musiker Wolfgang Caspar Printz fühlte sich für alles zuständig. Seine aufklärerischen Schriften und satirischen Romane sind erhalten geblieben, seine Musikmanuskripte, die mehrenteils vollstimmigen Concerte und Canzonetten sind leider einem Brand zum Opfer gefallen. Vor 300 Jahren starb der wohlgeplagte, doch nicht verzagte Musicus Vexatus Wolfgang Caspar Printz.

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Der letzte Gesprächsband mit dem im Januar 2017 verstorbenen Soziologen Zygmunt Bauman ist beides zugleich: Geschichtsstunde und Gegenwarts-Analyse. Und dazu ein berührendes Lesevergnügen.

Als Zygmunt Bauman Anfang dieses Jahres starb, wurde er aus einem arbeitsreichen Leben gerissen. Das mag ein wenig seltsam klingen, war der polnisch-britische Soziologe bei seinem Tod doch immerhin 91 Jahre alt. Er selbst empfand jedoch sein beeindruckendes, ab Mitte der achziger Jahre weltweit rezipiertes Oeuvre noch längst nicht als abgeschlossen…

http://www.deutschlandfunkkultur.de/zygmunt-bauman-das-vertraute-unvertraut-machen-empathie-und.950.de.html?dram%3Aarticle_id=390095

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Kurz vor Ablauf der Frist meldet sich Literaturnobelpreisträger Bob Dylan doch noch mit der obligatorischen Nobelpreisrede zu Wort. Der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering hat sie sich angehört: „Ein kleines Meisterwerk“ sei Dylan da gelungen, sagt er.

Anfang Dezember wurde der Nobelpreis für Literatur verliehen – an Bob Dylan. Der kam aber nicht, sondern schwänzte die Veranstaltung. Vielleicht, weil er an seiner obligatorischen Nobepreisrede gefeilt hat, die er jetzt, knapp vor Ende der Frist für das Preisgeld, als Audiodokument eingereicht hat.

Der Literaturwissenschaftler und Dylan-Experte Heinrich Detering hat die Rede gehört und ist begeistert: „Das ist ein kleines und ganz und gar unerwartetes Meisterwerk, was er da gemacht hat“, sagte Detering im Deutschlandfunk Kultur. „Und vor allem: Ich glaube ihm so ziemlich jedes Wort, was mir nicht bei allen Dylan-Texten so geht. Aber hier, glaube ich, spricht er aus der Tiefe seines Herzens und seiner Lese- und Songerfahrungen.“

http://www.deutschlandfunkkultur.de/bob-dylans-nobelpreisrede-poesie-fuer-die-ohren.2156.de.html?dram:article_id=387983

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HÖRSPIEL | Sendung am 17.04.2017 um 18:30 Uhr –  Deutschlandradio Kultur

Gespräch mit dem Teufel 
Von Leszek Kolakowski

Produktion: RIAS Berlin 1969
Länge: 44’02
(Wdh. v. 08.03.1969)

Die biblische Apokalypse

Produktion: RIAS Berlin 1969
Länge: 22’05
(Wdh. v. 1970)

Am Tag der Apokalypse wird die Menschheit für ihre Sünden gerichtet. Oder kann sich das Böse zuvor selbst aus der Welt schaffendradio

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Zu sagen, den Menschen in Deutschland gehe es heute so gut wie noch nie, sei oberflächlich und undifferenziert, meint Christoph Butterwegge. Denn auch hier gebe es inzwischen viele „Working Poor“ – weil jeder vierte Job im Niedriglohnsektor sei.

13 Millionen Menschen gelten dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zufolge hierzulande als arm. Gleichzeitig erlebt Deutschland derzeit mit 43,5 Millionen einen Beschäftigungshöchststand. Wie geht das zusammen? Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse sage nichts über deren Qualität aus, meint der Armutsforscher Christoph Butterwegge. Fast ein Viertel der Beschäftigten sei im Niedriglohnsektor tätig und das bedeute ein Leben am Rande der Armut.

„Heute haben wir das Problem von Multijobbern“, sagte Butterwegge im Deutschlandradio Kultur. dradio

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Dauerhafte Konflikte oder Stress haben auch direkte körperliche Auswirkungen, langfristig können sie zu schweren Krankheiten wie Krebs führen.

http://www.deutschlandradiokultur.de/medizin-wie-haengen-psyche-und-gesundheit-zusammen.970.de.html?dram:article_id=380940

Rücken- und Kopfschmerzen, Magenprobleme, Depressionen: Krankheiten können Ausdruck von Stress, Überlastung und Konflikten sein. Wie hängen sie zusammen? Wie entstehen Krankheiten? Was entscheidet darüber, ob man schneller gesund wird oder krank bleibt? Was können wir vorbeugend tun? Diese Fragen beschäftigen Prof. Dr. Christian Schubert seit mehr als 20 Jahren. Der Arzt und Psychotherapeut leitet das Labor für Psychoneuroimmunologie (PNI) an der Medizinischen Universität Innsbruck. Dort erforscht er das komplexe Wechselspiel von Psyche, Gesundheit und Krankheit. Seine Erkenntnis:

„Wenn jemand dauerhaft Konflikte erlebt, am Arbeitsplatz, in seinen emotional wichtigen Beziehungen, wird sein Immunsystem geschwächt und er bekommt häufiger als andere Virusinfekte, etwa auch eine Grippe. Wunden heilen schlechter, es kommt schneller zu allergischen Reaktionen.“

dradio

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