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Posts Tagged ‘derstandard.at’

Viele Pflanzen haben Mechanismen entwickelt, die sie sehr lange leben lassen. Der Klimawandel könnte dem aber entgegenwirken. Von Katharina Kropshofe

Sie hat zwei Weltkriege überlebt, das Mittelalter überstanden und selbst die Streifzüge der Neandertaler miterlebt. Pando – so heißt eine 80.000 Jahre alte Zitterpappel-Kolonie im US-Bundesstaat Utah, die aus Ablegern eines einzigen Baumes besteht. Der Organismus dehnt sich auf 43 Hektar aus, besteht aus 47.000 genetisch identischen Bäumen und wiegt unglaubliche 5,9 Millionen Kilogramm.

Doch seit 2018 weiß man: Der Zitterpappel-Kolonie geht es schlecht. Die neuen Schösslinge werden von Maultierhirschen und anderen Pflanzenfressern abgegrast. Und auch Dürre und schlechtes Feuermanagement bedrohen das älteste und schwerste bekannte Lebewesen der Erde. derstandard.at

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At 2:12 p.m. on Jan. 6, supporters of President Trump began climbing through a window they had smashed on the northwest side of the U.S. Capitol. “Go! Go! Go!” someone shouted as the rioters, some in military gear, streamed in. It was the start of the most serious attack on the Capitol since the War of 1812. The mob coursed through the building, enraged that Congress was preparing to make Trump’s electoral defeat official. “Drag them out! … Hang them out!” rioters yelled at one point, as they gathered near the House chamber. Officials in the House and Senate secured the doors of their respective chambers, but lawmakers were soon forced to retreat to undisclosed locations. Five people died on the grounds that day, including a Capitol police officer. In all, more than 50 officers were injured.

Licht an! Trumps düstere Präsidentschaft endet

Spätestens mit der Angelobung Joe Bidens geht am Mittwoch in den USA die vierjährige Amtszeit von Donald Trump zu Ende, die politische Antithese zu den Idealen der Aufklärung. –  Essay von Gerald Schubert: derstandard.at

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Ein Systemtest ist Corona für den deutsch-koreanischen Philosophen Byung-Chul Han. Der Nutzen von Big Data mag groß sein, in Asien gebe es aber kaum ein kritisches Bewusstsein gegen digitale Überwachung, warnt er in einem Beitrag in der Welt. Im Folgenden Auszüge: „Es gibt in China keinen unbeobachteten Moment im Alltag. (…) China wird seinen digitalen Überwachungsstaat nun auch als Erfolgsmodell gegen die Epidemie verkaufen.“

„Kein Virus ist fähig zur Revolution. Das Virus vereinzelt uns. Es erzeugt auch kein starkes Wir-Gefühl. Jeder ist irgendwie um sein eigenes Überleben besorgt. Die Solidarität, voneinander Abstand zu nehmen, ist keine Solidarität, die von einer anderen, friedlicheren, gerechteren Gesellschaft träumen ließe. Wir können die Revolution nicht dem Virus überlassen. Hoffen wir, dass nach dem Virus eine humane Revolution kommt.

derstandard.at

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Politische Teilhabe hängt in unserer Gesellschaft von Geld und Macht ab, sagt Stephan Lessenich. Daher seien Demokratie und Kapitalismus nicht kompatibel. Von Beate Hausbichler

Dass wir uns in Zeiten der Postdemokratie befänden, ist eine bekannte These. Doch wie können wir uns in eine gute alte Demokratie zurückwünschen, wenn es sie im Grund nie gegeben hat? Diese Frage stellt der deutsche Soziologe Stephan Lessenich, der auf Einladung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien über echte politische Teilhabe und die sozioökonomischen Hürden auf dem Weg dorthin gesprochen hat. – derstandard.at

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Das atemlose Tempo der digitalisierten Welt trägt dazu bei, dass das Urteilsvermögen des Menschen oft auf der Strecke bleibt – und mit ihm unsere politische Weltordnung

STANDARD: Es gab früher eine Vision des Internets als Instrument für die Demokratisierung der Welt. Was blieb davon übrig?

Berardi: In den 1980er- und 1990er-Jahren war ich ein enthusiastischer Befürworter dieser Netzwerkrevolution! Meine Überzeugung war, dass die damals beginnende Internettechnologie dazu angetan war, den Weg für eine demokratische und egalitäre Transformation zu ebnen. Doch im neuen Jahrhundert begann ich zu verstehen, dass es ein Problem gibt, das im Wesentlichen kein politisches, sondern ein anthropologisches ist: Ich begann mich auf die Beziehung zwischen der „Infosphäre“ – der Information in Form von Nervenstimuli – und der „Psychosphäre“ – der psychosozialen Interaktion – zu konzentrieren…,.. derstandard.at

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Wie sind Menschen fähig, derart grausame Massaker zu verüben, wie es während des Nationalsozialismus geschah? Historiker untersuchen die Gründe für das Eskalieren von Gewalt Die Bekämpfung der polnischen Partisanen durch die Nationalsozialisten ist eine Geschichte der verbrannten Dörfer. Der ländliche Raum samt seinen Wald- und Sumpfgebieten war im besetzten Polen „natürliches Habitat“ der Partisanen, wie es Daniel Brewing ausdrückt. – derstandard.at/

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Mit Röntgenblick porträtierte der Künstler die Wiener Gesellschaft. Der Retrospektive im Leopold-Museum gelingt dank dokumentarischen Materials ein vielschichtiges Bild – Untiefen inbegriffen Die Augen verschattet, das Lid hängend, blasse Haut mit tiefen Furchen: Es war ausdrucksstark und feinnervig, wie Oskar Kokoschka (1886-1980) seinen Förderer Adolf Loos 1909 porträtierte. Als schön galt es nicht. „Seelenaufschlitzer“ nannte man den Mitbegründer des österreichischen Expressionismus spitz. Das Innere kehrte er mit groben Pinselstrichen nach außen. Viele dieser Porträts sind nun in der umfassenden Kokoschka-Retrospektive des Leopold-Museums zu sehen. – derstandard.at

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Eduard Engels kurioses Lehrwerk hat einen ernsten publikationshistorischen Hintergrund

Von den deutschen Prosalehrern war Engel einer der erfolgreichsten. 31 Auflagen erlebte seine 1911 erstmals erschienene Deutsche Stilkunst bis zum Jahr 1931. Das immense Zitatenmaterial in dem fast tausend Seiten starken Buch hatte der 1851 geborene, hochgebildete Philologe Engel aus unzähligen literarischen Werken zusammengetragen. Auch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Stenograf im Deutschen Reichstag kam ihm zugute. Schon vor dem Dritten Reich sah sich Engel seiner jüdischen Herkunft wegen allerlei Anfeindungen ausgesetzt, die die Nazis von 1933 an in schändlicher Weise intensivierten.- derstandard.at

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Politikwissenschafterin Chantal Mouffe: Rechtspopulisten verdanken ihren Erfolg dem Verschmelzen von konservativer und sozialdemokratischer Politik

„Es ist wichtig, um die Machtverhältnisse in Arbeit und Wirtschaft zu kämpfen“, sagt Chantal Mouffe. Doch genau das hätten die sozialdemokratischen Parteien Europas aufgegeben. Sie begnügen sich mit dem „humanen Management der neoliberalen Globalisierung“. Mouffe sieht daher den Linkspopulismus derzeit als einzigen Weg.- derstandard.at

 

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