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Posts Tagged ‘david wallraf’

In seiner lesenswerten Studie »Grenzen des Hörens« will der Musiker und Musikwissenschaftler David Wallraf den Begriff Noise philosophisch ausbauen, verliert sich aber zwischendrin in Polemik. – Von Martin Mettin
Sand ins Getriebe streuen: Dieses Sprachbild kommt einem fast un­weigerlich in den Sinn, wenn es um politisch motivierte Störungen des kapitalistischen Betriebsablaufs geht. Akte von Sabotage oder Widerstand sollen die permanente Warenproduktion und Geldzirkulation möglichst lahmlegen, das (ebenfalls gern bemühte) Hamsterrad der Lohnarbeit zum Stillstand bringen. Dass die ­Redewendung vom Sand im Getriebe auch einen akustischen Eindruck hervorruft, gelangt eher selten zu Bewusstsein. Hört man sozusagen auf diese Redewendung, dann ist der Sabotageakt mit unangenehmen, ja schmerzhaften Geräuschen verbunden: Das Verlangsamen oder An­halten der Apparatur erfolgt unter Knirschen, Kreischen und schließlich Krachen…,.. jungle.world

das falsche ist das ganze [c20] by david wallraf

Bandcamp

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Heute Abend: – Hörspiel von David Wallraf: »Die Dänische Operation« von William S. Burroughs – »The Intensive Care Unit« by J.G. Ballard

Musik von Sugarstick & Xerox, Cremation Lily, Félicia Atkinson, David Wallraf, S.U.V., Stephen O’Malley/Eye Music, Sote, Bamdad Afshar & Hooshyar Khayam, Yeshi Dem & Deki Wangmo & Amanda Terry und Ben Oyefeso – Tune in, stay safe!

http://snd.radio-z.net:8000/Radio-Z

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Über die Jahre 1967 und 1968 kommen die Kommentatoren nicht hinweg. Dies umso weniger, wenn sich dieses „magische Datum“ zum 50. Mal jährt und dazu einlädt, die Maschinerien medialen Recyclings erneut anzuwerfen. Dann werden die überlebenden Zeitzeugen von einst wieder vor die Mikrofone und Kameras gezerrt, um die Rätsel des Exzesses von einst endlich zu lösen. Einige Ex-Kommunarden und Archivare leben im übrigen nicht schlecht davon. Denn dieses verdammte Jahr will einfach nicht enden. Immer neu wird über die „Verdienste“ und das „Versagen“ der „’68er“ gerichtet, werden ihre maßlosen Übertreibungen oder „blinden Flecken“ diagnostiziert, um die Akten endlich schließen zu können. Doch wer schwingt sich da eigentlich zum Richter auf? Und worüber wird gestritten? Das „Versagen“ der einstigen Rebellen schließlich bedarf keines Disputs. Eine Revolution blieb leider aus. Und was vom Aufstand blieb, konnte reibungslos in die Moden und Marotten des Betriebs überführt werden. Doch wenn sich dieses „1968“ zu einem Bild nicht runden will, dann deshalb, weil es Indiz eines Übergangs, eines Abschieds, eines Zerfalls, einer Auflösung, einer „Dekonstruktion“ war, die seither nicht zum Abschluss kam. Im Gegenteil: in mancher Hinsicht zeichnete sich hier der Gang der Dinge bis heute vor. Und deshalb dauert an, was sich damals ankündigte, weist sogar ins Künftige und macht jeden Versuch einer „abschließenden Einordnung“ zur lächerlichen Veranstaltung hilfloser Archivare. Zur Sendung…

David Wallraf: Das hässliche Ende von ’68

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Mattea Weihe im Gespräch mit David Wallraf – Aus: „Die Zeit ist aus den Fugen“ vom Juli 2018

… Menschen steigen in diese Boote, weil ihnen gesagt wird, sie erreichen in vier Stunden Italien. Menschen werden immer in diese Boote steigen, selbst wenn man ihnen sagt: Ihr erreicht in fünfzehn Stunden Italien, selbst wenn man ihnen sagt: Ihr erreicht in vier Tagen Italien. Man muss nur sagen: Ihr erreicht ein sicheres Land, ihr kommt von der Küste weg. Das reicht schon, damit jeden Tag diese Menschen in diese Boote steigen. Aber es ist eine absolute Katastrophe, dass keiner da ist, irgendwas zu dokumentieren, es ist keiner da, Alarm auch nur entgegenzunehmen. Es ist überhaupt niemand mehr da…

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David Wallraf was today’s guest and did introduce different aspects of the upcoming Noisexistance Festival (2 – 4 March 2018). There will be lectures by Steve Goodman and Nina Power. Also two workshops by Louise Vind Nielsen and Dirty Electronics & Max Wainwright. And concerts by Ex-Kopf, Helm, Peter Brötzmann/ Heather, Russell Haswell, Erotic Nights, Best Friend Machine, Rene Huthwelker, Club Moral and Calhau! Plus DJ-Sets by Schwall Deejay and Nina.

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Die fünf Sinne stehen, folgt man der Tradition des abendländischen Denkens, in einem hierarchischen Verhältnis zueinander. In absteigender Rangfolge sind das Visuelle, das Auditive, das Taktile, das Olfaktorische und das Gustatorische nicht nur mit der Erfahrung der Welt, sondern auch mit der Möglichkeit von Erkenntnis überhaupt verbunden. In die Register des Sinnlichen ist eine Metaphysik eingeschrieben, die die materielle Welt übersteigt und die sich in religiösen, philosophischen und politischen Begrifflichkeiten niedergeschlagen hat; ein Instrumentarium von Begriffen, das für eine Aufteilung und Strukturierung des Sinnlichen sorgt – eine Hierarchie, die zum Höheren, zum Übersinnlichen strebt. An der Spitze dieser Hierarchie steht in der okzidentalen Tradition das Visuelle: Das Auge des Menschen schaut nach der Quelle des göttlichen Feuers, sucht nach der Sonne, verlangt nach Aufklärung und Erleuchtung. Beitrag hören…

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Das altgriechische Verb κρίνω (krino) mit dem Infinitiv κρίνειν (krinein) bedeutet unterscheiden, trennen oder auch teilen und beurteilen; etymologisch bildet es die Wurzel von Kritik, Krise und Kriterium. Ein Kriterium ist ein Unterscheidungsgrund, z.B. für die Wahrheit, die Krise ein Moment in dem etwas zuvor einheitliches auseinanderbricht und beginnt, sich zu unterscheiden und die Kritik ein Vorgang des Unterscheidens, bzw. des Einführens von Unterschieden. Sich an diese Definitionen zu erinnern kann in Zeiten der um sich greifenden, mühsam zugedeckten, immer wieder aufflackernden und sich letztlich perpetuierenden Krise nützlich sein… (Am Ende ein Stück von Abwärts!)

http://agoradio.de/index.html

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difficult music for difficult people postet a two hour radio special on the august 24th mini-festival in bremen. with music by erotic nights, güllepumpe, hsv, scheich in china, vhs and viól.

über Lachsvariationen — ⠙⠁⠧⠊⠙ ⠺⠁⠇⠇⠗⠁⠋

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Wie lässt sich über ein Genre sprechen, dass sich eindeutigen Zuordnungen verweigert und das sich im gegenwärtigen popkulturellen Diskurs nicht klar eingrenzen lässt? Noise ist heute ein ebenso vielfältiges wie internationales Genre. Die verschiedenen Haltungen, Produktionsmethoden und Stilistiken, die unter der Bezeichnung Noise zusammengefasst werden sind so heterogen, dass bei näherer Betrachtung der Genrebegriff selbst problematisch wird.

Von den wenigen Autoren, die sich bisher auf theoretischer Ebene mit Noise auseinandergesetzt haben, wird es deshalb auch immer wieder als Anti-Genre bezeichnet. Dennoch gibt es charakteristische Merkmale, die Noise von anderen Spielarten extremer Musik unterscheiden. Provisorisch könnten sie als exzessiv bezeichnet werden. Noise ist zu viel/zu wenig: Zu viel Lautstärke, zu viele simultan stattfindende Ereignisse, zu wenig Struktur…. Diese exzessiven Merkmale lassen sich aber nur relational als Unterscheidungen zu Musik treffen, die eben nicht Noise ist.- agoRadio

Zugleich vermischt sich Noise mit anderen Genres, geht aus ihnen hervor, sickert in sie ein, wird von ihnen adaptiert oder hält sich in stilistischen Nahbereichen auf, die Genregrenzen verschwimmen lassen. Noiserock, Free Jazz, Glitch, Ambient, Drone, Grindcore, Industrial, Power Electronics und so weiter.

Die Ursprünge von Noise liegen in der japanischen Undergroundkultur der 80er Jahre. In Japan existiert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Besatzung durch die USA eine spezifische Form des Musikhörens.

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