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Posts Tagged ‘Byung-Chul Han’

Translation: Fatigue Society, Byung-Chul Han in Seoul/Berlin A Film by Isabella Gresser

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Ein Systemtest ist Corona für den deutsch-koreanischen Philosophen Byung-Chul Han. Der Nutzen von Big Data mag groß sein, in Asien gebe es aber kaum ein kritisches Bewusstsein gegen digitale Überwachung, warnt er in einem Beitrag in der Welt. Im Folgenden Auszüge: „Es gibt in China keinen unbeobachteten Moment im Alltag. (…) China wird seinen digitalen Überwachungsstaat nun auch als Erfolgsmodell gegen die Epidemie verkaufen.“

„Kein Virus ist fähig zur Revolution. Das Virus vereinzelt uns. Es erzeugt auch kein starkes Wir-Gefühl. Jeder ist irgendwie um sein eigenes Überleben besorgt. Die Solidarität, voneinander Abstand zu nehmen, ist keine Solidarität, die von einer anderen, friedlicheren, gerechteren Gesellschaft träumen ließe. Wir können die Revolution nicht dem Virus überlassen. Hoffen wir, dass nach dem Virus eine humane Revolution kommt.

derstandard.at

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»Wir sind zu lebendig, um zu sterben und zu tot, um zu leben.« Byung-Chul Han

Byung-Chul Han ist der Ansicht: Die Deregulierungs-Maschine Neoliberalismus ist noch immer die herrschende Triebkraft des Zeitalters. Das neoliberale Konzept sei deshalb so ungebremst erfolgreich, weil es auf einer bisher nicht im vollen Umfang erkannten Strategie beruhe: auf der undurchschauten Kolonialisierung der massenweisen individuellen Freiheit, durch eine Psychopolitik der angeblich positiven Selbstausbeutung. Fast ohne Gegenwehr verdränge der Neoliberalismus auf allen Ebenen die vernünftige und freie Selbstgestaltung der Individuen – mit seinem Programm der propagierten Selbstausbeutung im Rollenmodell eines marktkonformen Unternehmers. Diesem Paradox der Selbstverknechtung im Dienstleistungs- und Medienzeitalter stellt Han Dimensionen der Verweigerung und der guten alten Freiheit entgegen: Lebenskunst, Zen, Entzug, stummen Protest und vertiefte Aufklärung…glanzundelend.de

 

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Grauenhafter Seelenporno, langbeinige Walküren und ahnungslose Kulturfunktionäre: Das Berliner Filmfestival ist zu einem kafkaesken Schloss geworden. Ein Wutausbruch eines Philosophen.

Endlich fertig, voller Entsetzen, schrie ich fast, als der Film „Ghost in the Mountains“ des chinesischen Regisseurs Yang Heng zu Ende ging. Der Film war eine Endlosschleife des Gleichen. Er ist einer der Filme, die im „Panorama“ der Berlinale gezeigt wurden. Eine „Weltpremiere“, aber der Kinosaal war halb leer. Da der Film immer langweiliger wurde, gingen viele schon während der Aufführung…

https://www.welt.de/kultur/kino/article162189714/Ich-war-auf-der-Berlinale-und-wurde-hinausgeworfen.html

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Wir wollen gesund, fit, schön und leistungsstark sein, wir wollen im Job weiter kommen und im Privatleben glücklich sein. Die Losung heißt nicht mehr: Sei Du selbst, akzeptiere Deine Grenzen und Schwächen, sondern: Werde immer besser! Die moderne konsumistisch-kapitalistische Gesellschaft basiert auf einem endlosen Perfektionierungsmuster, das psychische Gefahren mit sich bringt. Byung-Chul Han, geboren in Südkorea, Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin, beschreibt die Mechanismen der Selbstausbeutung in Zeiten des Neoliberalismus.

Die psychischen Erkrankungen wie Depression oder Burnout sind der Ausdruck einer tiefen Krise der Freiheit. Sie sind ein pathologisches Zeichen, dass heute die Freiheit vielfach in Zwang umschlägt. Wir wähnen uns heute frei zu sein. Aber in Wirklichkeit beuten wir uns leidenschaftlich aus, bis wir zusammenbrechen.

Manuskript: http://www.swr.de/-/id=14631196/prope…

 

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Im neuen Philosophie Magazin, dessen Titelthema die Freiheit ist, gibt es ein Gespräch zwischen der Schriftstellerin und Philosophin Thea Dorn und dem Berliner Philosophieprofessor Byung-Chul Han über die moderne Freiheit unserer westlichen Gesellschaft. Die beiden sind sich darüber einig, dass eine gewisse Tragik in diesem modernen Liberalismus steckt. Thea Dorn formuliert das so:

In dem Maße, in dem Generationen tatsächlich immer weniger in hierarchisch gegliederten Familien oder Systemen aufwachsen, in dem religiöse Systeme ihren unterdrückenden Einfluss verlieren, in dem der Einzelne in freiere Verhältnisse geboren wird, entsteht das Paradox, dass dieser Einzelne mit seiner Freiheit nichts Rechtes mehr anzufangen weiß.*

http://www.geistundgegenwart.de/2013/09/paradox-der-freiheit.html

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„Das Individuum wird zum Geschlechtsteil des Kapitals“: Der Gesellschaftskritiker Byung-Chul Han lässt in seinem jüngsten Buch wenig Gutes am Neoliberalismus. Seine These: Die Freiheit wird missbraucht – um uns alle auszubeuten.

„Du bist Deutschland“ wurde uns noch vor wenigen Jahren im Fernsehen zugerufen – eine Motivationsspritze für den kleinen Mann und die kleine Frau, um als arbeitsames, pflichtbewusstes, stets innovatives und, ach ja, teamfähiges Individuum dem großen Ganzen zu dienen… – spiegel.de

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Die Leistungsgesellschaft wirft dein Einzelnen auf sich selbst zurück und zwingt ihn, sich ständig selbst auszubeuten. Dieser zerstörerische Narzissmus hat verheerende Konsequenzen. Vertrauen schwindet, das Interesse am Anderen geht verloren und das Individuum versinkt mehr und mehr in der Leere der Erschöpfung. Deutschlands aktuell wichtigster Philosoph Byung-Chul Han lässt uns die Gesellschaft, der wir uns ausliefern, verstehen.

Alles hört auf Byung-Chul Han. Seit seiner revolutionär frechen Streitschrift Müdigkeitsgesellschaft (2010), in der der Professor für Philosophie und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe mitten in den Hype des permanenten Wachstums der Leistungsgesellschaft hinein rief, dass uns die ständige Selbstausbeutung – eine Grundbedingung dieses Wachstums – zu Boden drückt, gilt Han als das Orakel unserer Zeit. Denn er kann das in Worte fassen, was alle fühlen, aber aufgrund der Komplexität niemand auszudrücken vermag.- letnapark-prager-kleine-seiten

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Die Verwerfungen, die beim Übergang von der analogen zur digitalen Gesellschaft entstehen, beschäftigten den in Berlin lehrenden Philosophen Byung-Chul Han. In seinem neuen Buch „Psychopolitik“ verbreitet er wenig Zuversicht.- byung-chul-han

Dieses Buch handelt von den Folgen dessen, was Wirtschaftswissenschaftler Disruption nennen. Gemeint ist das Ende der analogen Arbeitswelt, der analogen Kommunikation, des analogen Konsums, der analogen Politik und ihrer Kontrollorgane, der analogen Presse. Die Devise dieser Disruption lautet: „Let go of the past!“ – auf Deutsch etwa: Kümmere dich nicht darum, wie irgendwas früher lief. In Zukunft wird es jedenfalls anders laufen.  Disruption bedeutet Abbruch und Neuanfang – woanders. Nämlich in der digitalen Sphäre.

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