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Posts Tagged ‘Brexit’

Von unzähligen Expert*innen und Politikwissenschaftler*innen wurde der Brexit oft als Gegenreaktion auf die Folgen der Globalisierung dargestellt. Sie verwiesen auf eine an den Rand gedrängte Wählerschaft, die sich vor allem durch die immer weiter ansteigende internationale Mobilität von Waren und Menschen wirtschaftlich und kulturell bedroht fühlt. Welchen undurchsichtigen Kräften gelang es also, den Ausstieg aus der Europäischen Union auf die Agenda zu setzen in einer Zeit, in der nur 11% der Brit*innen ihre Mitgliedschaft als drängendes Thema betrachteten? Wie konnte diese noch 2014 vorhandene verhältnismäßige Gleichgültigkeit in der bittersten Spaltung enden, die das moderne Großbritannien je gesehen hat? treffpunkteuropa.de

Für die britische Elite der extremen Rechten und der Konzernchefs ist der Brexit letztlich nicht mehr als ein Sprungbrett zu einem Großbritannien, in dem sie sich ein für alle Mal von Arbeitnehmerrechten und Produktregelungen befreien können. Von der Europäischen Union eingeführt, um den Binnenhandel zu regulieren und um ein bestimmtes Lebensniveau und generelles Wohlergehen aufrechtzuerhalten, werden diese Gesetze von den Ultrarechten lediglich als Bremse ihrer Gewinne betrachtet.

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Ironie der Geschichte: Eigentlich gilt den Brexit-Hardlinern Dank. Kaum jemand hat in der jüngeren Vergangenheit mehr für Europa geleistet als diejenigen, die die EU für überflüssig erklären.

Von Carolin Emcke

Zum Henker fühlte Ko-Ko sich nicht berufen. Er war ein einfacher Kimono-Schneider in dem Ort Titipu. Doch weil er gegen das rigorose Flirtverbot des Kaisers verstoßen hatte, wurde Ko-Ko zum Tode verurteilt. Als der professionelle Vollstrecker des Hofes ausfiel, ernannte man Ko-Ko zum Scharfrichter, der alle Verurteilten, sich selbst eingeschlossen, enthaupten sollte… SZ

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Der britische Philosoph Clifford Grayling glaubt, dass die Stimmung in seinem Land kippt. Den Menschen werde klar, dass Europa die Zukunft ist, sagt er…

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/grossbritannien-brexit-stopp-eu-anthony-clifford-grayling/komplettansicht

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Chris Patten, der letzte britische Gouverneur von Hongkong und ehemaliger EU-Kommissar für auswärtige Angelegenheiten, ist Kanzler der Universität von Oxford. – Aus dem Englischen von Harald Eckhoff. © Project Syndicate

Die Entscheidung, die EU zu verlassen, wird das nationale Leben der Briten für die nächsten zehn Jahre entscheidend bestimmen. Sie ist eine Katastrophe für das Land und alles andere als durchdacht.- http://www.nzz.ch/meinung/den-eigenen-selbstmord-ueberleben-brexit-eine-britische-tragoedie-in-einem-akt-ld.91875

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Willkommen Brexit: man kann und man soll geeint stehen, zusammenarbeiten, die jeweilige Vielfalt nicht nur respektieren, sondern auch schätzen. So, wie es uns 3,7 Milliarden Jahre Koexistenz auf diesem Planeten lehren. Und so, wie es auch die Spieltheorie in ihren verschiedenen mathematischen, ökonomischen und sozialen Applikationen erklärt.

Wie jedes andere Ereignis auch, wird der Brexit positive und negative Konsequenzen haben, rückbildende und voranschreitende, und das gilt für alle.

Aber die normalen Leute, also die 99%, auch wenn sie nicht wirklich verstehen warum, sollten sich aus einem einzigen, sehr instinktiven Grund freuen: weil die Mächtigen weinen. Das 1% weint und überflutet den Planeten mit ihrem ohrenbetäubenden Wehklagen in ihren Medien und an ihren Börsen, von ihren politischen Handlangern und ihren Bürokraten.

Brexit: der König ist tot, lang lebe das Volk!

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