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Posts Tagged ‘BRD’

Viele renommierte Protagonisten des nationalsozialistischen Kunstbetriebs waren auch nach 1945 hauptberuflich als bildende Künstler tätig. Sie produzierten Werke für den öffentlichen Raum, erhielten lukrative Aufträge von Staat, Wirtschaft und Kirche, lehrten an Kunstakademien, nahmen an Wettbewerben teil und waren in Ausstellungen vertreten. Dabei konnten sie auch von dem antimodernistischen Klima der Nachkriegsjahrzehnte profitieren. Ausgangspunkt für die erste Ausstellung zu diesem Thema ist die 1944 im Auftrag von Adolf Hitler und Joseph Goebbels zusammengestellte „Gottbegnadeten-Liste“. Die darauf verzeichneten 114 Bildhauer und Maler galten als „unabkömmlich“ und blieben vom Front- und Arbeitseinsatz verschont. Nachkriegskarrieren „gottbegnadeter“ Künstler wie Willy Meller, Adolf Wamper, Richard Scheibe, Arno Breker, Hermann Kaspar, Werner Peiner, Rudolf Hermann Eisenmenger oder Paul Mathias Padua konterkarieren das Bild des kunstpolitischen Neuanfangs nach 1945. 

https://www.dhm.de/ausstellungen/die-liste-der-gottbegnadeten-kuenstler-des-nationalsozialismus-in-der-bundesrepublik/#/

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Als Oberinspektor Stephan Derrick 1998 aus dem Münchner Polizeidienst schied, tat er das als erfolgreichste deutsche Serienfigur aller Zeiten. Weltweit sah man dem melancholisch-spröden, stets korrekt gekleideten Ermittler gern dabei zu, wie er sich fast gewaltfrei gegen die omnipräsente menschliche Mordlust stemmte.

12 Jahre später wurde Horst Tappert, Darsteller des tadellosen Beamten, posthum als Mitglied der Waffen-SS enttarnt. Öffentlichkeit und Sender waren entsetzt, die TV-Reihe „Derrick“ wurde nicht wiederholt ausgestrahlt. Mit einigen Jahrzehnten Abstand und im Licht des wachsenden Interesses an den skurrilen und düsteren Seiten der „alten BRD“ lohnt sich ein erneuter Blick in die Untiefen der „Derrick“-Welt, wo wie in einem Kuriositätenkabinett das Nostalgische gleich neben dem Grauenhaften aufbewahrt wird. – Von Rafael Jové – rbb-online.de/rbbkultur

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Der Radiohörer hat mir dies nahegelegt –

Jan Wenzels: „Das Jahr 1990 freilegen“ Archäologie des Wiedervereinigungsjahrs

Das Jahr 1989 endete in Euphorie. Das Jahr 1990 brachte weitaus vielfältigere Gefühle zum Vorschein: neben Hoffnung, Enthusiasmus und Genugtuung auch Trauer, Angst und Wut. Ja, das Jahr 1990 war das aufwühlendere und intensivere, zumindest in den beiden Deutschlands. Es war das längere Jahr. So viel ist in diesem Jahr passiert, so viel hat sich in ihm entschieden und das Leben von Millionen auf Jahrzehnte hinaus bestimmt. Es kommt einer archäologischen Mammutaufgabe gleich, all die verschiedenen Erinnerungs- und Gefühlsschichten freizulegen und zugleich die reiche Chronologie der Ereignisse im Blick zu behalten. Jan Wenzel hat sich dieser Aufgabe gestellt und zeigt in „Das Jahr 1990 freilegen“ wie nebenbei, was das Medium Buch in der Kombination von Text und Bild alles vermag.

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Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksterroristische Gruppe in der Bundesrepublik Deutschland. Die Staatssicherheit sammelte zunächst Informationen über die Terroristen, beobachtete deren Aktivitäten und duldete ihre Reisen in den Nahen Osten über den Ostberliner Flughafen Schönefeld. In den 80er Jahren intensivierten sich die Kontakte und die Staatssicherheit bot zehn RAF-Aussteigern Unterschlupf in der DDR. Zudem trainierte das MfS einige Terroristen im Umgang mit Waffen.

Gegründet 1970 von Andreas BaaderGudrun Ensslin, Horst Mahler und Ulrike Meinhof verstand die RAF sich als „antiimperialistische Stadtguerilla“ nach südamerikanischem Vorbild. Der Gruppe gehörten bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1998 nie mehr als 20 Personen gleichzeitig an. Die Geschichte der RAF unterteilt sich in drei „Generationen“ von Terroristen, die sich zum Teil erheblich in ihrer Ideologie, Zielsetzung und auch Brutalität voneinander unterschieden…,.. https://www.stasi-mediathek.de/sammlung/stasi-und-raf/

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