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Posts Tagged ‘Bonaventura’

Ich bin längst kein feuriger Jüngling mehr; die Zeiten sind lang vorbei, da ich mit jedem neuen Werk die Menschheit zu beglücken oder wenigstens aufzuklären meinte. Ich weiß seit Ewigkeiten nicht mehr, warum ich schreibe. An Ruhm reicht mir der, den ich habe; wie zweifelhaft er auch sein mag – es ist meiner. Geld verdienen lässt sich leichter mit Schund als mit ehrlicher schriftstellerischer Arbeit. Und die sogenannte Freude am Schöpferischen wurde mir kein einziges Mal im Leben zuteil. Was bleibt da noch? Die Leser? Über die weiß ich doch gar nichts. Für mich sind es einfach nur sehr viele, völlig fremde Leute. Und warum sollte mich die Meinung völlig fremder Leute interessieren? Ich weiß doch genau: Wenn ich verschwände, würde es keiner von ihnen bemerken. Mehr noch: Hätte es mich gar nicht gegeben oder wäre ich Stabsübersetzer geblieben, hätte das nichts, aber auch gar nichts in ihrem Leben geändert, weder zum Guten noch zum Schlechten.

Arkadi und Boris Strugatzki – Das lahme Schicksal – https://www.bonaventura.blog/

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Die Welt liegt in den Wehen; wer will sagen, was geboren wird. Der Sturz des Alten bereitet sich vor. Gut, die Dinge gehen ihren Gang; tut eure Maulwurfsarbeit; ihr, die ihr unten seid. Millionen leben, die an dem Fortbestand dessen, was da ist, kein besonderes Interesse haben können, die eine Art Recht haben, wie an der Glücksbude, die Chancen eines Wechsels der Dinge zu befragen.

Theodor Fontane

https://www.bonaventura.blog/

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Hans Peter Duerrs Bücher waren schon immer etwas anders. Duerr hatte von Anfang an die Tendenz, etablierte Ansichten mittels breit angelegter Sammlungen empirischer Berichte zu kontern. Schon sein fünfbändiges Hauptwerk Der Mythos vom Zivilisationsprozess war über weite Strecken eine Dokumentation von Duerrs stupender Belesenheit. Diese Tendenz erreicht in seinem neuem Buch ihren Höhepunkt: Ohne den Untertitel „Über den Ursprung der Religion“ bzw. das dreiseitige Vorwort wäre es den Lesern wohl kaum möglich, konzise anzugeben, wovon das Buch eigentlich handelt.

Hans Peter Duerr: Diesseits von Eden

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„Der Dummkopf war zur Norm geworden; es fehlte nicht mehr viel, dann wurde er zum Ideal, und die Doktoren der Philosophie tanzten begeistert Ringelreihen um ihn.“

Mein Dank gebührt Bonaventura hierfür

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Der Dummkopf war zur Norm geworden; es fehlte nicht mehr viel, dann wurde er zum Ideal, und die Doktoren der Philosophie tanzten begeistert Ringelreihen um ihn.

Arkadi und Boris Strugatzki: Gesammelte Werke 5

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Allen Lesern ins Stammbuch (131) – Bonaventura, Lektüren eines Nachtwächters

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Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin

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»Was für ein Krampf, das Dahrsein«

Zazie in der Metro erzählt von einem Wochenende in Paris, an dem Jeanne Grossestittes – ihr Namen ist auch im Original ein so grobes Wortspiel – ihre Tochter Zazie bei ihrem Onkel Gabriel abgibt, da sie sich ungestört mit einem Liebhaber vergnügen möchte. Zazie kommt aus der Provinz und ihr wichtigstes Ziel bei diesem ersten Besuch der Großstadt ist eine Fahrt in der Metro. Zu Zazies Pech wird die Metro an dem Wochenende bestreikt,…

Raymond Queneau: Zazie in der Metro

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Nachtwachen ist ein satirischer Roman, der August Klingemann zugeschrieben wird und 1804 in Penig bei Ferdinand Dienemann mit dem Zusatz „Von Bonaventura“ erschien. Er war Teil des Journals von neuen deutschen Original Romanen, in dem unter anderem auch Sophie Brentano und Christian August Vulpius publizierten. In der Forschung galt die Autorschaft des von der Kritik sehr hochgeschätzten Romans lange Zeit als ungeklärt, bis 1987 der Fund einer Handschrift in der Universitätsbibliothek von Amsterdam den Braunschweiger Dichter und Theaterdirektor August Klingemann als Verfasser bestätigte. hier

Bonaventura

Nachtwachen

August Klingemann
oder
Friedrich Wilhelm von Schelling zugeschrieben

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