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Posts Tagged ‘Bonaventura – Lektüren eines Nachtwächters’

Gustave Flaubert: Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben; aber ein Meer von Scheiße schlägt an seine Mauern, genug, ihn zum Einsturz zu bringen.

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Es passiert einem doch vergleichsweise hartnäckigen und trainierten Leser wie mir selten, dass ich an einem Roman eines Autors, der mich interessiert, vollständig scheitere. Bei „Die drei Sprünge des Wang-lun“ habe ich nach einem Viertel des Romans aufgegeben, noch ein wenig im dritten und vierten Teil gestöbert und das Buch dann zur Seite gelegt mit dem deutlichen Eindruck, dass, was immer nun noch erzählt werden wird, mich einfach nicht interessiert…,..

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Fjodor M. Dostojewskij: Die Hauptsache aber, wie man es auch dreht und wendet, liegt darin, daß ich als erster an allem schuld bin, und zwar – das ist das kränkendste – schuldlos schuldig, sozusagen gemäß der Natur der Dinge.

Aus dem Zettelkasten des Bonaventura

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Flann O`Brien: »Ist es das Leben?« gab er zurück. »Ich wäre gern damit verschont«, sagte er, »denn es ist von nur sehr wenig Nutzen. Man kann es nicht essen oder trinken oder in der Pfeife rauchen, es schützt nicht vor Regen, und im Dunkeln ist es eine schwache Gefährtin, wenn man es auszieht und nach einer Nacht voller Porter mit ins Bett nimmt, weil man von roter Leidenschaft geschüttelt ist. Es ist ein großer Fehler, und ohne es ist man besser dran, und dasselbe gilt für Bettpfannen und importierten Schinken.«

Aus dem Zettelkasten des Bonaventura

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Ein immer noch ganz wundersames Buch, das wahrscheinlich von den meisten Lesern literarisch unterschätzt wird, weil es sich so angenehm und amüsant liest. Tatsächlich steckt es voller literarischer Bezüge und Parodien: Nicht nur ist es eine subtile Satire auf die europäische Adelsgesellschaft, sondern Steinbeck parallelisiert seinen Gruppe von Tagedieben ganz bewußt mit Artus und seiner Tafelrunde, die im Gegenzug als edle Räuberbande erscheinen…,..

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Astronomisches bei Arno Schmidt

›Das Unglück sei von diesem Haus so fern, wie der Morgenstern vom Abendstern‹, sollte der Zimmermann, beim ›Richtspruch‹, unserm Heim angewünscht haben; (»: ’fluchter Idijot!« hatte mein Großonkel, jedesmal wenn er’s erzählte, hinzugefügt).

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich möchte Ihnen am heutigen Abend ein wenig über einen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und seine Beziehung zur Astronomie erzählen, insbesondere zur Astronomie, wie sie zum Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts ganz in der Nähe von Bremen in dem kleinen Ort Lilienthal betrieben wurde. Damals standen in Ihrem Lilienthal die größten Spiegelteleskope, die es auf dem europäischen Kontinent gab; nur die Instrumente des Royal Observatory in Greenwich, die dem Astronomen Wilhelm Herrschel zur Gebote standen, waren ein Weniges größer. und + und + und #und

https://archive.org/details/lilienthal1801arnoschmidt2001

Bereits 1955 machte sich Arno Schmidt Notizen zu einem Roman über Lilienthal, einem Dorf in der Nähe Bremens, dessen Sternwarte und den berühmten Astronomen Johann Hieronymus Schroeter. Der Roman sollte von Schroeter und anderen, teilweise historischen Personen handeln und an zwei bis drei Tagen in Lilienthal und Umgebung spielen. Zahlreiche Notizzettel, Briefe und Romanfragmente zeugen von der insgesamt 25 Jahre dauernden Beschäftigung mit dem Romanstoff. Doch den Roman schrieb Schmidt nicht mehr.

Bernd Rauschenbach trug dieses Material zusammen und veröffentlichte „Lilienthal 1801 oder Die Astronomen“ – Fragmente eines nicht geschriebenen Romans. Aus der Vorlage erarbeiteten Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma dieses Hörspiel.

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Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich möchte Ihnen am heutigen Abend ein wenig über einen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und seine Beziehung zur Astronomie erzählen, insbesondere zur Astronomie, wie sie zum Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts ganz in der Nähe von Bremen in dem kleinen Ort Lilienthal betrieben wurde. Damals standen in Ihrem Lilienthal die größten Spiegelteleskope, die es auf dem europäischen Kontinent gab; nur die Instrumente des Royal Observatory in Greenwich, die dem Astronomen Wilhelm Herrschel zur Gebote standen, waren ein Weniges größer: bonaventura

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– Erinnerst du dich an den Tag, wo ich das erstemal wieder zu euch ins Haus kam nach dem Tod meiner Mutter?
Buck Mulligan runzelte behende die Stirn und sagte:
– Was? Wo? Ich kann mich an gar nichts erinnern. Ich behalte nur Ideen und Empfindungen. Wieso? Was ist denn da passiert, um alles in der Welt?
– Du warst gerade am Teemachen, sagte Stephen, und ich ging über den Flur, um noch etwas heißes Wasser zu holen. Deine Mutter kam mit irgendeinem Besuch aus dem Salon. Sie fragte dich, wer da bei dir im Zimmer wäre.
– Ja? sagte Buck Mulligan. Und was hab ich geantwortet? Ich weiß es nicht mehr.
– Deine Antwort, sagte Stephen, lautete: Och, das ist bloß Dedalus, dessen Mutter dreckig verreckt ist

Bonaventura

Lektüren eines Nachtwächters

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Die Geschichte der Übersetzungen des Don Quijote ins Deutsche beginnt erstaunlicher Weise bereits Mitte des 17. Jahrhunderts: Joachim Caesar übersetzt 1648 die ersten 23 Kapitel des ersten Bandes – grob geschätzt ein Fünftel des gesamten Romans –, worin die Entstehung des Wahns Don Quijotes erzählt wird. bonaventura

zeno.org

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