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Posts Tagged ‘Biographie’

Schriftstellerei als Beruf ist kein Spaß, schon gar nicht unter den Bedingungen tiefer Armut, unter denen Schmidt einem großen Teil seiner selbst gestellten Lebensaufgabe nachgegangen ist. Aber „nich großzügich denk’n“ – kann man das unterschreiben bei einem Autor, der als überragender deutschsprachiger Literat der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten muss? Jedenfalls können Leser und Leserinnen sich Arno Schmidt kaum als glücklichen Menschen vorstellen. Und den Autor einer Arno-Schmidt-Biografie?

„Jede Biografie, als Lebensgeschichte, ist eine Setzung“, schreibt Sven Hanuschek und zitiert Schmidt: „ein Schriftsteller löst sich ja langsam auf, in seinem Werke; den zurückbleibenden schäbigen Rest besieht man sich besser nicht“.

https://www.fr.de/kultur/literatur/arno-schmidt-der-einzige-bewohnbare-ort-ist-die-literatur-91470545.html

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Er gilt als teuerster Maler der Gegenwart. Interviews gibt er fast nie. Die Bilder sprechen für sich. Am 9. Februar 2022 wird Gerhard Richter 90. Wir gratulieren dem großen Über-Maler.

(…) Fotografie, Abstraktion, Historienmalerei, graue Bilder, Glasarbeiten. – Kritiker werfen Richter vor, dass seine Werke im Vagen bleiben, dass sich die Form seiner Kunst immer wieder wandelt, dass er abtaucht unter der Oberfläche, sich nicht festlegen lässt. Doch Richter ist aufgewachsen im Nationalsozialismus, ausgebildet im Sozialismus, erfolgreich im Kapitalismus. Der Ideologie, der Lehre von der einen Idee, setzt Gerhard Richter die Vielschichtigkeit seiner Bilder entgegen. Denn unter der Oberfläche seiner Malerei bleibt Raum für Widersprüche.

https://www.swr.de/swr2/wissen/gerhard-richter-der-ueber-maler-swr2-wissen-2022-02-03-100.html#xtor=EPR-200-%5BSWR2+Wissen%5D-20220126

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„die kleinen Wellen des Hafens,
die sich wiederholen ohne sich zu wiederholen.“ (Wols)

Alfred Otto Wolfgang Schulze, der unter dem Namen Wols arbeitete, ist den meisten als Bildender Künstler geläufig. Mit seinem Namen assoziieren sich Begriffe wie art informel oder Tachismus. Weniger bekannt ist der Umstand, daß Wols bis 1945 als Photograph arbeitete, bevor er dann endgültig zur Malerei kam und seine Kamera nicht mehr anrührte. Die Gemälde von Wols gehören zum Avanciertesten, was die sogenannte Zweite Moderne nach dem Zweiten Weltkrieg hervorbrachte. – bersarin.wordpress.com

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RBB Kultur –  rbb-online.de

Vor Aufregung fiebernd, macht sich 1831 ein gut aussehender junger Mann mit langen Locken und papageienbunter Weste für sein erstes Vorsprechen bei einem der großen Londoner Theater bereit. Seit frühester Kindheit will er zur Bühne und nun scheint die Erfüllung des Traumes in greifbarer Nähe. Da erwischt eine grauenhafte Erkältung den hoffungsvollen Jüngling und er muss sein Vorsprechen verschieben. Er wird es nie nachholen, denn in den Wochen seiner Genesung wird er zum Shooting Star der literarischen Bühne Großbritanniens: Es ist Charles Dickens. Doch die Liebe zum Theater und der Wunsch Schauspieler zu sein, verlassen ihn nie. Unentwegt inszeniert er von nun an mit seinen Freunden und Kindern Theaterstücke. Der hochbegabte Laiendarsteller spielt sogar vor der Königin. Dickens organisiert

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Liebe, Leid und Obsessionen: Zu seinem 100. Geburtstag erscheinen Ingmar Bergmanns Memoiren in einer Neuauflage. „Laterna Magica. Mein Leben“ ist ein rückhaltloses Bekenntnis zu seinen großen Leidenschaften: Theater und Film.

Als Ingmar Bergman „Laterna Magica“, die Betrachtungen über sein Leben, 1987 herausbrachte, war der weltberühmte Regisseur und Drehbuchautor knapp 70 Jahre alt. Bergman hatte zu diesem Zeitpunkt noch 20 Jahre zu leben, doch er spricht davon, in diesem Moment nun die Summe seines Lebens in der Hand zu halten…

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ingmar-bergman-laterna-magica-mein-leben-ein-leben-wie-ein.1270.de.html?dram:article_id=422843

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Als der Denkende in einen großen Sturm kam,
saß er in einem großen Wagen und nahm viel Platz ein.
Das erste war, daß er aus seinem Wagen stieg. Das zweite
war, daß er seinen Rock ablegte. Das dritte war,
daß er sich auf den Boden legte. So überstand er
den Sturm in seiner kleinsten Größe.

Bertolt Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner

Klicke, um auf 9783518428122.pdf zuzugreifen

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Zeittafel – Werke – Aufsätze&Dokumente hier: http://buechnerportal.de

„Signalement des stud. med. Georg Büchner von Darmstadt Alter: 20 Jahre. – Größe: 6 Schuh 9 Zoll hessisches Maas. – Haare: blond. – Stirn: sehr gewölbt. – Augenbrauen: blonde. – Augen: graue. – Nase: stark. – Mund: klein. – Bart: blond, etwas am Kinne und schwacher Schnurrbart. – Kinn: rund. – Angesicht: oval. – Gesichtsfarbe: frisch. – Besondere Zeichen: düsteren, nach der Erde gesenkten Blick, dem Anscheine nach kurzsichtig, trägt zuweilen eine Brille. Geht etwas einseitig. – Wahrscheinliche Kleidung: Runder schwarzer Hut; Rock: blautüchner, eine Art Polonaise mit Schnüren auf Brust und Rücken, sog. Blattlitzen; Beinkleider: unbekannt; Stiefeln: gewöhnlich.“ hier  , und hier

Für das Sommersemester 1837 plante Georg Büchner eine weitere Vorlesung in Zürich, aber dazu kam es nicht mehr, denn er erkrankte Anfang Februar an Typhus. Möglicherweise hatte er sich an einem Präparat infiziert. Das mit ihm befreundete Ehepaar Caroline und Wilhelm Schulz benachrichtigte seine Verlobte. Im Beisein Luise Wilhelmine Jaeglés starb der Dreiundzwanzigjährige am 19. Februar 1837 in Zürich.

 

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Sein Vorbild ist die Fledermaus: hellhörig sein und neugierig. Mit diesem Forscherdrang ausgestattet wurde Alexander Kluge hierzulande zu zu einem der namhaftesten Intellektuellen. Einen „Schamanen des freien Denkens“ hat man ihn genannt. Begonnen hat alles vor 86 Jahren in Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Wie ein roter Faden zieht sich dieser Ort durch das Werk von Alexander Kluge… mdr

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Er gilt als einer der Besten seines Fachs – aber auch als unberechenbare Persönlichkeit: Cream-Schlagzeuger Ginger Baker. Der Dokumentarfilmer Jay Bulger hat die Legende für seinen Dokumentarfilm „Beware of Mr. Baker“ mit der Kamera begleitet.
In den 60er und 70er Jahren galt Ginger Baker als einer der furiosesten und besten Jazz- und Rockschlagzeuger der Welt. Bekannt wurde er mit den Bands Cream und Blind Faith; zu sich selbst fand er jedoch erst in den frühen 70er Jahren in Nigeria. Ginger Baker führte ein Leben im Rausch von Musik und Drogen.

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