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Posts Tagged ‘Bewusstsein’

Die unmittelbare Wirkung der ekagrata, der Konzentration auf einen einzigen  Punkt, ist die rasche und klare Zensur aller Zerstreuungen und inneren Automatismen, welche das profane Bewusstsein beherrschen, ja eigentlich ausmachen. Seinen Assoziationen überlassen … verbringt der Mensch seinen Tag, indem er sich von einer Unmenge disparater Momente überschwemmen lässt, die gleichsam außerhalb seiner selbst liegen…

Die Assoziationen hier zerstreuen das Bewusstsein, die Leidenschaften tun ihm Gewalt an, der Lebensdurst missbraucht es, indem er es aus sich selbst hinauswirft. Sogar in seinen intellektuellen Anstrengungen ist der Mensch passiv, denn es ist das Schicksal des profanen … Denkens, von Objekten gedacht zu werden. Unter dem Anschein des Denkens verbirgt sich in Wirklichkeit ein unbestimmtes, ordnungsloses Flimmern, das sich aus den Empfindungen, den Worten und dem Gedächtnis speist.

(Yoga – Unsterblichkeit und Freiheit – Mircea Eliade, Seite 55) – Suhrkamp Taschenbuch 1127, 1985 –

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.. Die ersten Menschen, noch nicht losgerissen von der schöpferischen Muttererde .. fühlen die geheimsten Regungen der Außenwelt in ihrem Innern nach vibrieren. Aber von dem Augenblick an, wo sich der Mensch im Gegensatz zur Natur als etwas Besonderes fühlt .., um ein selbstbewusstes Eigenleben zu führen, wird das Band .. immer lockerer.. So beginnt mit der ersten Regung des Bewusstseins der Irrtum.“ (Schindler)

(Ludwig Klages, 900 – Der Geist als Widersacher der Seele)

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Manjusri sagte: „Der Geist ist wie Raum. Darum hat der sich ehrfurchtsvoll verneigende Verneigende nichts, worauf er schauen könnte. Die tiefgründigste Schrift wird weder gehört noch angenommen und befolgt.“ (Mumonkan 277)

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Jean Gebser ist in den Kreisen der Waldorfpädagogik, in der anthroposophischen Bewegung wie auch im übrigen Kulturleben kaum oder gar nicht bekannt. Zu Unrecht. Denn von Jean Gebser liegt ein umfangreiches Werk zur Bewusstseinsgeschichte des Menschen vor, das Beachtung verdient. Gebsers Verdienst ist es, ein erhellendes Licht auf die Kultur- und Bewusstseinsentwicklung des Menschen geworfen zu haben, das auch pädagogisch relevant ist und in eine ähnliche Richtung weist wie die Menschenkunde Rudolf Steiners. Jean Gebsers dreibändiges Hauptwerk »Ursprung und Gegenwart« (1949/53) enthält eine Fülle von Material aus allen ihm irgendwie zugänglichen Zeiten und Kulturkreisen. Das Transparentwerden von Ursprung und Gegenwart des Menschen ist Gebser ein besonderes Anliegen. Gebser entwickelt an seinen Betrachtungen zur Bewusstseinsgeschichte eine Begrifflichkeit, die dazu beitragen kann, auch pädagogische Aufgaben in einem neuen Licht zu sehen.

http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/2001/p003ez1001-1141-1150-Marti.pdf

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Zugrunde liegen drei Referate des Quantenphysikers Hans-Peter Dürr, die er 2006 in Villach hielt („Das Lebendige lebendiger werden lassen“), 2009 in Wolfsburg („Die Welt als bewusste Verbundenheit“) sowie 2011 in Wolfsburg („An der Grenze des Erkennens – Spirituelle Elemente in der Naturwissenschaft“). Sie werden hier inhaltlich zusammengefasst und komprimiert wiedergegeben.

Hans-Peter Dürr war ein weltweit bekannter deutscher Physiker und bedeutender Sprecher der Umwelt- und Friedensbewegung. Bis Herbst 1997 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München als Nachfolger von Werner Heisenberg, mit dem er 1958 bis 1976 zusammen arbeitete. Später widmete er sich zunehmend erkenntnistheoretischen und gesellschaftspolitischen Fragen.

Für seine Kritik der Strategischen Verteidigungsinitiative und seine Arbeit, hoch entwickelte Technologien für friedliche Zwecke nutzbar zu machen, wurde er 1987 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die internationale Gruppe Pugwash, der er angehört, erhielt 1995 den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2004 wurde ihm der Große Verdienstorden der BRD verliehen. Dürr besitzt internes Wissen über die Kopenhagener Gruppe um Albert Einstein und Niels Bohr.

Es gibt keine Materie!

http://schlüsseltexte-geist-und-gehirn.de/

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Die eigentliche Schwierigkeit für die Philosophie liegt in der räumlichen und zeitlichen Vielheit anschauender und denkender Individuen.

Würde alles Geschehen sich nur in einem Bewusstsein abspielen, so wäre der Sachverhalt höchst einfach. Es wäre ein Vorgefundenes, schlechthin Gegebenes …

Ich glaube nicht, dass die Lösung  des Knotens auf logischem Wege durch folgerichtiges Denken innerhalb unseres Intellektes möglich ist. Wohl aber lässt sie sich sehr leicht in Worten aussprechen, nämlich: Vielheit ist nur Schein, sie besteht in Wirklichkeit gar nicht.

Die Philosophie der Vedanta hat dieses ihr Grunddogma durch manches Gleichnis zu verdeutlichen gesucht, wovon eines der ansprechendsten das vom Kristall ist, der von einem nur einmal vorkommenden Gegenstand Hunderte von kleinen Abbildern zeigt, ohne dass doch der Gegenstand dadurch wirklich vervielfacht würde.

Aus einer Sammlung von Hans Peter Dürr über Physik und Transzendenz

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