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Posts Tagged ‘Alexander Kluge’

Die Entfesselung des Films – Oksana Bulgakowa über Sergej Eisensteins „Wolkenkratzer aus Glas“ und sein KUGELBUCH

Sergej Eisenstein (1898–1948) wird oft der Leonardo da Vinci des 20. Jahrhunderts genannt – der Filmregisseur, der ein brillanter Zeichner, Kostüm- und Bühnenbildner, zugleich Schriftsteller und Theoretiker war. Sein Leben ist fast eine Metapher für das Schicksal eines Künstlers im 20. Jahrhundert – mit allen Wendungen, Verführungen und Konflikten: zwischen dem großbürgerlichen Elternhaus und dem existentiellen Modell eines Avantgardekünstlers; zwischen dem Avantgardisten und dem proletarischen Publikum, in dessen Namen er zu sprechen glaubt und das ihm nicht folgen kann. Als sowjetischer Linker traf er auf die westeuropäische Bohème und die Maschine Hollywood. In Mexiko drehte er einen Film, den man heute indie nennen würde, finanziert von Upton Sinclair und einigen kalifornischen Millionären, die anonym bleiben wollen. dekoder.org

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Flauberts „Lexikon der Gemeinplätze“ ist ein faszinierender Text, der erst nach dem Tode des Dichters veröffentlicht wurde. Es geht um die Reden und Antworten, die in der Pariser Gesellschaft zu Ende des 19. Jahrhunderts als „höflich“ und „intelligent“ und „andockfähig“ betracht werden. Nur scheinbar ist dies eine Sammlung von oberflächlichen Reden. Tatsächlich werden die Reden dem „Prinzip Geselligkeit“ untergeordnet. Hauptsache, man ist zusammen und spricht. Smalltalk im 19. Jahrhundert. „Schwere Rede und Tiefe“ würden diese Art von „fließender Rede“ stören. Flaubert nimmt hier etwas vorweg, was Proust in seinem großen Werk später entfaltet. – dctp.tv

 

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Teil 2 – Bayern 2 – Sonntag, 8. Dezember 2019 um 15:05 Uhr Teil 2/2 (Ursendung) 

Im Podcast Hörspiel Pool von Bayern 2.

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Die Wagenburg, wir kennen sie aus dem Western: In höchster Not und rasender Fahrt bilden die Gefährte der Siedler einen Kreis, um ihre provisorische Heimstatt auf vier Rädern in eine Festung zu verwandeln – ein verzweifelter Versuch durchzuhalten, bis Rettung naht. Denn gegen die Wagenburg brandet an das Fremde, Andere, Wilde…

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Robert Musils großer Roman DER MANN OHNE EIGENSCHAFTEN gilt als ein Jahrhundert-Roman. Wie es die Welt im 20. Jahrhundert mit den Menschen meint und wie ein Mensch darauf reagiert, das ist das Thema. Eine wichtige Rolle in dem Roman spielt der Lustmörder Moosbrugger. Ein wichtiger Begriff ist die phantastische Genauigkeit. Sie ist ein erzählerisches Ideal. Den ganzen Roman aber bestimmt die Frage nach dem radikalen Neuanfang: das Prinzip tabula rasa. Prof. Dr. Joseph Vogl, Bauhaus-Universität Weimar, berichtet.- dctp.tv

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Geboren im Jahr 1929 wird Hans Magnus Enzensberger am 11. November 2019 90 Jahre alt. –

Hans Magnus Enzensberger zum 90. Geburtstag

DER FLIEGENDE ROBERT, DIE FURIE DES VERSCHWINDENS und DAS MUSEUM DER MODERNEN POESIE – das sind Titel seiner berühmten Publikationen. Über einen langen Zeitraum hat Enzensberger die Chronik der Bundesrepublik, vor allem aber die Bewegungen der Welt, porträtiert.

 

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Der letzte der Nürnberger Kriegsverbrecher Prozesse hatte den Namen „OKW-Prozeß“ und richtete sich gegen hohe deutsche Militärs. Stellvertretend für das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und die Elite des deutschen Militärs wurden angeklagt: Feldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb, Die Panzergeneräle Hoth und Reinhardt, der Generalstäbler Warlimont, sowie verschiedene Front- und Etappenbefehlshaber. Es war eindeutig, dass unter dem Verantwortungsbereich dieser Generäle Kriegsverbrechen begangen worden waren, sagt der Historiker Jörg Friedrich, verwirrend aber für die Richter und Prozessbeobachter war zugleich, daß niemand den Angeklagten, wenn man ihre Erscheinung ansah, diese Verbrechen zutraute. Wo liegt der Punkt, an dem zivilisierte Menschen dennoch zu „Instrumenten der Vernichtungswut“ werden? Der Prozeß enthüllte keine „Fratze des Barbaren“, sondern beleuchtete voll den Umschlag von militärischer Schwäche in Brutalität, wie sie für den Krieg charakteristisch ist. – dctp.tv

 

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STANISLAW LEMS UND ARNO SCHMIDTS UTOPISCHE ROMANE

Man kann die brillanten Romane Stanislaw Lems als eine Kartierung der Realität und nicht bloß als Phantasien lesen. Das Gleiche gilt für Arno Schmidt in seinen Romanen „Schwarze Spiegel“ und „Kaff oder Mare Crisium“. Wie nahe Arno Schmidts Darstellungen eines Dritten Weltkriegs sind, zeigt sich nachträglich an den Realitäten des Jahres 1983, in dem sich der Kalte Krieg um ein Haar in einen „heißen“ Atomkrieg verwandelt hätte.

Dr. Bernd Flessner, Universität Nürnberg, gehört zu den besonderen Kennern jener Science-Fiction-Literatur, die die realistischsten Romane des 20. Jahrhunderts schrieb: des Werks von Stanislaw Lem und Arno Schmidt.

https://www.dctp.tv/filme/die-zukunft-steckt-mitten-der-gegenwart-newsstories-10022016?fbclid=IwAR2wJyRf1RX-xOLkB-sKiFEHNC_TZNX2Ol4r9k_bNMxyCq7fSCuzUsW8orA

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