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Posts Tagged ‘agoradio’

Die Zumutung der fremden Stimme, oder: Vom sinnlosen Reden mit Rechten

http://agoradio.de/-sendungen/2018-2/manuskripte/fremde%20stimmen.pdf

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Krisen nehmen Gestalt an. Sie haben eine Physiognomie, in der sie sich zeigen. In ihr tritt etwas auseinander und wird unkalkulierbar, was zu Verzerrungen führt und die Masken entstellt. In ihnen wollte sich ein Normalzustand präsentieren, der ein „Weiter so“ propagiert, aber weiter nicht kann. Krisenmanagement soll dann richten, was keine eindeutige Richtung mehr hat. Stattdessen öffnet es sich in Vieldeutigkeiten und verläuft ins Unabsehbare. Dies ließe sich auch an den aktuellen Schwierigkeiten der Apparate illustrieren, eine neue Bundesregierung zu bilden. Doch um ehrlich zu sein, interessieren uns die Winkelzüge einer politischen Verwaltung kaum noch, die einmal mehr aus dem Takt geriet und seither durch die Medien stolpert. Sie kann nur noch wiederherstellen wollen, was sich in der eigenen Alternativlosigkeit längst erschöpft hat… http://agoradio.de/index.html

http://agoradio.de/-sendungen/2017-12/2017-12-8.html

 

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Physiognomien der Krise – Sendung vom Dezember 2017

http://agoradio.de/-sendungen/2017-12/manuskripte/risse.pdf

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Das altgriechische Verb κρίνω (krino) mit dem Infinitiv κρίνειν (krinein) bedeutet unterscheiden, trennen oder auch teilen und beurteilen; etymologisch bildet es die Wurzel von Kritik, Krise und Kriterium. Ein Kriterium ist ein Unterscheidungsgrund, z.B. für die Wahrheit, die Krise ein Moment in dem etwas zuvor einheitliches auseinanderbricht und beginnt, sich zu unterscheiden und die Kritik ein Vorgang des Unterscheidens, bzw. des Einführens von Unterschieden. Sich an diese Definitionen zu erinnern kann in Zeiten der um sich greifenden, mühsam zugedeckten, immer wieder aufflackernden und sich letztlich perpetuierenden Krise nützlich sein… (Am Ende ein Stück von Abwärts!)

http://agoradio.de/index.html

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Der Reifungsprozeß Hyperions findet sein Ende nicht mit dem Ende der Geschichte des früheren, erlebenden Hyperion. Indem er vom Früheren erzählt, schreitet das Bewußtsein des Erzählers Hyperion weiter voran. So überlagern sich nicht nur zwei Zeitebenen, sondern zwei Ebenen der Bewußtseinsbildung. Im ganzen handelt es um einen Prozeß, der in einem doppelten Kursus zum immer höheren Stufen geistiger Vermittlung führt. Diesen Grundzug des sich durch Reflexion immer höher entwickelnden Bewußtseins hat Hölderlin schon im Namen seines Helden angedeutet. Hyper-ion, bei den Griechen ein Zuname des Sonnengottes, heißt: der Darüberhingehende; lateinisch könnte man beinahe sagen: der Transzendierende.

Eine derart transzendentale, auf die reflektierende Aufhebung der realen Erfahrung und auf permanente Selbstübersteigerung im Bewußtseinsprozeß angelegte Dynamik ist ein Charakteristikum des Deutschen Idealismus. – Mit seinem Hyperion verwirklicht Hölderlin dichterisch das von Friedrich Schlegel theoretisch formulierte Programm der Transzendentalpoesie, die alles beschränkte Reale durch die Vorstellung eines unendlich Idealen aufheben soll. Hyperion ist der Roman des Deutschen Idealismus. Er ist es in einem ernsteren Sinne als der leichter zugängliche … Heinrich von Ofterdingen des Novalis, der sich einer artifiziellen Naivität hingibt und jeden Weltwiderstand umgeht.

Hyperions Bewußtseinsprozeß bezeichnet Hölderlin selbst als exzentrische Bahn. Dieses Schlüsselwort steht in der vorrede zu einer früheren Stufe des Werkes, das er … in Schillers literarischer Zeitschrift Neue Thalia veröffentlichte.

Friedrich Hölderlin: Hyperion – gelesen von Markus Boysen

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Von Hans-Joachim Lenger.

Einleitung: Zur Kritik der Gewalt gibt es beständigen Anlass, nicht erst nach Ereignissen wie dem Treffen der G20 in Hamburg. Diese Kritik widersetzt sich den Regimes, die die Intensitäten des Politischen einer Logik von Verwaltung und Polizei überantworten wollen, um als „Postdemokratie“ zum Gesetz des Handelns zu werden. Sie widersteht deshalb dem abstrakten Imperativ, der eine pauschale Distanzierung von jedweder Gewalt zur Voraussetzung machen will, um überhaupt noch das Wort ergreifen zu dürfen. Nie nämlich erfinden die Unterworfenen die Gewalt; stets finden sie sie vor. Wie also sollten sie sich „distanzieren“ können, wo sie ihr täglich ausgesetzt sind? Dies nicht erst da, wo die Systeme, in ihren Peripherien, die ökonomische Gewalt mit der militärischen verschränken und die Zahl ihrer Opfer in immer neue Höhe treiben. Subtil nistet die Gewalt bereits in Strukturen, deren Rechtsordnung zum Schweigen nötigt, was in deren Idiom nicht zur Sprache kommen kann. Eine Kritik der Gewalt sucht deshalb die Bruchstellen auf, an denen die Verfügungen des Rechts ein solches Schweigen erzwingen wollen und beständig erneuern. Deshalb sind dieser Kritik die Beziehungen zentral, die zwischen der Gewalt und der Sprache bestehen. Keineswegs legitimiert sie den sprachlosen Gewaltexzess, der selbst zum Teil einer herrschenden „Eventkultur“ wurde, wenn er Figuren einer Selbstermächtigung feiert, die sich an sich selbst berauscht. Zu keinem Zeitpunkt vergisst eine Kritik der Gewalt, was sie Walter Benjamin verdankt: „dass es eine in dem Grade gewaltlose Sphäre menschlicher Übereinkunft gibt, dass sie der Gewalt vollständig unzugänglich ist: die eigentliche Sphäre der ‚Verständigung‘, die Sprache.“

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Subtil nistet die Gewalt bereits in Strukturen, deren Rechtsordnung zum Schweigen nötigt, was in deren Idiom nicht zur Sprache kommen kann. Eine Kritik der Gewalt sucht deshalb die Bruchstellen auf, an denen die Verfügungen des Rechts ein solches Schweigen erzwingen wollen und beständig erneuern. Deshalb sind dieser Kritik die Beziehungen zentral, die zwischen der Gewalt und der Sprache bestehen. Keineswegs legitimiert sie den sprachlosen Gewaltexzess, der selbst zum Teil einer herrschenden „Eventkultur“ wurde, wenn er Figuren einer Selbstermächtigung feiert, die sich an sich selbst berauscht. Zu keinem Zeitpunkt vergisst eine Kritik der Gewalt, was sie Walter Benjamin verdankt: „dass es eine in dem Grade gewaltlose Sphäre menschlicher Übereinkunft gibt, dass sie der Gewalt vollständig unzugänglich ist: die eigentliche Sphäre der ‚Verständigung‘, die Sprache.“

agoradio.de/-sendungen

Manuskripte zum Download:

Wo der Daumen rechts ist

Sublimation und Gewalt

Göttliche Gewalt

Split Screen

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