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Archive for the ‘Meditation’ Category

Meister Ueda

Als Modell zwischen menschlicher Dynamik zieht Ueda die japanische Begrüßung heran, bei der man sich voreinander  verneigt. In jeder Kultur beinhaltet die Grußform, soweit sie nicht zur bloßen Formalität verkam, ein Verständnis des Zwischenmenschlichen. Der Sinn der japanischen  Verneigung besteht nach Ueda darin, sich gegenseitig vor dem anderen zunichte zu machen, das Ego brechend in die Tiefe des Nichts einzutauchen, wo es weder Ich noch Du gibt. „Mitten im `Zwischen` als dem Raum des Gegenübereinander wird, vom Nichts durchdrungen, eine unendliche Offenheit erschlossen.“ Sich aufrichtend, also aus dem Nichts auftauchend und sich einander zuwendend, stehen sich beide dann als Ich-Du gegenüber, wobei das „Ich-Du im Gegenüber“ vom „Weder-Ich-noch-Du im Nichts“ erfüllt und offen gehalten bleibt. Das Nichts, die Leere wird zum Ursprung eines offenen Zwischen, indem beide zugleich selbständig und völlig selbstlos füreinander da sein können. Jedes erfährt die Ich-Du-Beziehung als eigenes Selbst („Ich und Du, das bin Ich“), kann aber auch als selbstlos dem Du überlassen („Ich und Du, das bist Du“).

Das Zusammengehören absoluter Selbständigkeit und vorbehaltloser Angewiesenheit aufeinander kann als Erfüllung der Grundvoraussetzung jedes Gesprächs gelten, nämlich „der doppelten Fähigkeit zu sprechen und zu hören“. Die Verneigung geht dem Dialog voraus, nicht nur chronologisch, sondern auch sinngemäß, weil sie leibhaftige Gebärde des Grundgeschehens ist, das echten Dialog erst ermöglicht.

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An zahlreichen deutschen Universitäten existieren mittlerweile Gebetsräume, um Menschen jeder Glaubensrichtung einen Ort der Stille anzubieten. Doch diese Räume sind zum Politikum geworden…

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=69817

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SWR2 Wissen: Aula – Aufmerksam für die Gegenwart – Von Ulfried Geuter

„Er isst, wenn er isst, er geht, wenn er geht, und er schläft, wenn er schläft“ – das soll ein Zen-Meister einem Schüler auf die Frage geantwortet haben, woran man einen Erleuchteten erkenne. Der Erleuchtete ist diesem Aphorismus zufolge jemand, der sich aufmerksam der Gegenwart zuwendet. In der buddhistischen Philosophie ist wache Aufmerksamkeit ein hohes Gut, das heute auch unter dem Markenzeichen Mindfulness in der Psychotherapie wieder eine Rolle spielt. Statt Verhalten zu ändern, heißt die neue Philosophie: sich selbst annehmen, akzeptieren was ist, loslassen. Der Psychotherapeut Ulfried Geuter zeigt, ob dieser Ansatz hilfreich ist.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/achtsamkeitswelle-in-der-psychotherapie/-/id=660374/did=19795712/nid=660374/1uf4xfm/index.html

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In unserer hektischen Alltagswelt ist vor allem rationales Denken gefragt, welches der linken Gehirnhälfte zugeschrieben wird. Tiefe Meditationszustände sollen aber nur erreicht werden können, wenn beide Gehirnhälften gleich starke Aktivität zeigen – also gewissermaßen synchronisiert sind. Das von Michael Pahl entwickelte „Holotrope 3D Synchronisations-Verfahren“ soll es jedem ermöglichen, eine Reise zu sich selbst anzutreten. Der Holonaut ist live zu Gast, um über das Potential dieser von ihm entwickelten Bewusstseinstechnologie zu berichten.- cropfm.at oder

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Klinische Studien zeigen, dass Meditation einen positiven Einfluss auf unser Gehirn hat. Die Wissenschaft erforscht, inwiefern die mentale Praxis wirksam bei Schmerzen, Depressionen und Ängsten ist. Kann die Meditation möglicherweise Krankheiten heilen oder uns gar ganz vor ihnen bewahren?

Die Meditation ist längst nicht mehr nur eine religiöse Praxis. Heute wird ihre Wirkung medizinisch erforscht, was vielleicht bald neuen Behandlungsverfahren den Weg bahnen wird. Psychiater, Neurologen und Molekularbiologen wie Jon Kabat-Zinn haben eine Reihe positiver Auswirkungen des Meditierens auf die Funktion des menschlichen Gehirns und Organismus beobachtet. Dank der neuen Erkenntnisse hielten Meditationstechniken in Europa und den USA auch Einzug in den Krankenhausalltag. Sie werden begleitend bei der Behandlung verschiedener Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen oder auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt…

https://www.arte.tv/de/videos/069099-000-A/die-heilsame-kraft-der-meditation/

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Die Herausforderung des Sehens und der Sinn für außergewöhnliche Perspektiven führten Martin Schmitz in die Promenadologie, die Wissenschaft des Spazierengehens. Das Fachgebiet wurde in den 1980er-Jahren von dem Planungswissenschaftler und Soziologen Lucius Burckhardt und seiner Frau, der Schweizer Künstlerin Annemarie Burckhardt, in Kassel als kulturwissenschaftliche und ästhetische Disziplin entwickelt.

Ziel der Spaziergangswissenschaft ist es, die Bedingungen der Wahrnehmung der Umwelt bewusst zu machen und die Umweltwahrnehmung zu erweitern. Martin Schmitz war ein Schüler von Lucius Burckhardt und hat seit 2013 den Annemarie-und-Lucius-Burckhardt-Lehrstuhl an der Kunsthochschule Kassel inne.- deutschlandfunkkultur.de

http://www.deutschlandfunk.de/querfeldein-denken-mit-lucius-burckhardt-1-3-von-der.1184.de.html?dram:article_id=319584

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Es sucht der Menschengeist im Außen alle Tage,

Je weiter er hinausgreift allerdings,

Desto stärker hemmt er sich selbst.

Jene allein, die einwärts schauen,

Können ihre Leidenschaften zügeln,

Und die Gedanken stillegen.

Kann man seine Gedanken stillegen

Dann wird der Sinn erfüllt mit heitrer Ruhe.

Den Sinn beruhigen heißt den Geist zu nähren,

Wer den Geist nährt, der kehrt zurück zum Wesen.

Chang Chung-yuan – Tao, Zen und schöpferische Kraft, Seiten 147/148 – Diederichs 1990

 

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