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Archive for the ‘Politik’ Category

Alltagsrassismus in der Populärkultur 

In der Konditorei der Schokokuss – der früher anders hieß. Bei Pippi Langstrumpf der Südseekönig – der früher anders hieß. Und im Kindergarten ein Abzählreim. Autor Manuel Gogos erinnert sich gut, wie er in ein Baströckchen gesteckt wurde, schwarze Schminke ins Gesicht bekam und aufs Stichwort umfallen musste: „Da waren’s nur noch …“ – Rassismus als Kinderspaß, Rassismus als Unterhaltung, Rassismus im Film, im Schlager und in der Werbung. Überall. Und in Deutschland besonders verniedlicht.

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/manuel-gogos-die-geschichte-vom-bastroeckchen-100.html

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Frühjahr 2020: „Das Virus ist unter uns“ lautet die Alarmmeldung. Strikte Maßnahmen gegen die Verbreitung der Pandemie verändern die Gesellschaft, den Stadtraum, die Kunst. Im Lockdown wird das Radio als Ort der Öffentlichkeit zum Voraufführungs-Raum für eine künstlerische Auseinandersetzung mit den aktuell realen (und behaupteten) Ängsten der Gegenwart im Spiegel der Vergangenheit. „Die Mörder sind unter uns“ lautete der Arbeitstitel von Fritz Langs berühmtem Film „M“ von 1931..

Schorsch Kamerun fragt in seiner Adaption „Wer gehört wo, warum und von wem geschützt, wodurch kontrolliert und womit identifiziert?“ Gibt es überhaupt die eine Schuld, „den Schrecken“, der dingfest zu machen ist? „Ist M (München) noch die Solidargemeinschaft Stadt, oder auf dem Weg, zu M (Mörder), einer hoch gefährdeten, uneinigen Bedrohungslage also, die von Rettern mit starken Armen in Sicherheit gebracht werden muss?“

https://www.br.de/mediathek/podcast/hoerspiel-pool/m-eine-stadt-sucht-einen-moerder-wer-hat-angst-vor-was-eigentlich/1797801

BR, Residenztheater München 2020, ca. 55 Min. (Stereo)

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„Dies ist kein Buch darüber, wie wir die Bäume retten können. Dies ist ein Buch darüber, wie die Bäume uns retten könnten.“ (This is not a book about how we can save the trees. This is a book about how the trees might save us.“)

Schauplatz des Buches ist der Nordwesten Amerikas, vor allem die kanadische Provinz British Columbia, und daneben auch der US Staat Oregon. Dies war ein Land mit, wie man sagt, unermesslichen Wäldern voller gigantischer Bäume, Zedern und Kiefern und Tannen. Das allermeiste davon ist durch Kahlschläge abgeräumt – Luftaufnahmen zeigen eine Landschaft, die stellenweise wie die Oberfläche des Mondes erscheint – und zum Teil mit Plantagen von Douglas-Fichten „aufgeforstet“ wurde. Seit ihrer Kindheit in den alten Wäldern von British Columbia, sagt Suzanne S., seien im Lauf von 60 kurzen Jahren nur drei Prozent davon übrig geblieben.

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Wenn die Atomkraft-Ideologen von einer ‚ideologiefreien‘ Neubewertung der Atomtechnologie sprechen, ist vor allem eines gewiß: sie gehen den Erfolgspfad aller Populisten, genau das, was sie selbst tun, anderen vorzuwerfen. Sie verkaufen Lüge als Wahrheit, Despotie als Demokratie und Rückschritt als Fortschritt oder eben eine Ideologie als Sachlichkeit. Sie sind keine Ideologen, nein, die anderen sind es!

https://erkenntnisethik.blogspot.com/2022/07/geschichte-der-unvernunft.html?showComment=1658033561312#c1182482016537158402

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Campo von Laura Uribe Übersetzung aus dem Spanischen: Franziska Much Regie: Friederike Wigger Komposition: Achim ZepezauerRedaktion: Barbara Gerland Produktion: DLF Kultur 2022 Länge: Langfassung (online): 71:47 min. / Kurzfassung (Sendung): 56:30 Ursendung: 27.7.2022, DLF Kultur Die Begründung der Jury „Ich werde dich suchen, bis ich dich gefunden habe.“ So lautet das Motto einer Gruppe von…

Hörspiel des Monats Juli 2022 — Hoerspielkritik.de

https://www.hoerspielundfeature.de/campo-100.html

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2017 hat der britische Autor und Kulturwissenschaftler Mark Fisher den Kampf gegen seine Depression verloren. Indem er seine Erkrankung in einem gesellschaftlichen und politischen Kontext verortete, wurde er zum marxistischen Analytiker der Traurigkeit, zum genialen Kritiker des kapitalistischen Realismus.

Was hat Karl Marx mit der aktuellen Popmusik zu tun? Warum ist der Dubstep-Musiker Burial der Edward Hopper der Gegenwart? Warum drohen wir alle zu Jack aus dem Horrorfilm „Shining“ zu werden, wie ihn Jack Nicholson eindrücklich verkörpert hat? Mark Fisher weiß die Antworten.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/politik-gesellschaft/generator-depression-mark-fisher-100.html

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Das Buch »Roter Hunger« von Anne Applebaum kaufte ich mir vor ein paar Jahren, um eine Wissenslücke zu schließen. Denn ich wusste bisher wenig über die große Hungersnot, die 1932 und 1933 die Ukraine heimsuchte – außer, dass sie von Stalin bewusst herbeigeführt wurde, um den ukrainischen Widerstand gegen die sowjetische Herrschaft zu brechen. Der Holodomor war eines der vielen unmenschlichen Verbrechen, die den Weg der stalinistischen Herrschaft säumten und ist in seiner Dimension ungeheuerlich.

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Hans Henny Jahnn: Manager aber, (…) die nur einen geschäftlichen oder einen Machtvorteil anstreben, besitzen weder ethische noch politische Bindungen im engeren Sinne. Es ist denkbar, dass sie ohne Ideale, mit dem nacktesten Nichts an humanem Geist eine Revolution entfachen, in der keiner keinem verpflichtet ist, der den Urzustand des Fressens und Gefressenwerdens in ein höchst technisiertes Zeitalter transponiert.

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Über allen Tieren, die der Mensch gefangenhält, hängt sein Todesurteil. Es ist zwar – oft auf lange – suspendiert, doch begnadigt wird keines. So gibt der Mensch seinen eigenen Tod, dessen er sich sehr wohl bewußt ist, an seine Tiere ungestraft weiter. Die Spanne Lebens, die er ihnen gönnt, hat etwas von seiner eigenen; nur daß bei ihnen er aufpaßt, wann sie ihr Ende erreicht hat. Ihr Tod fällt ihm leichter, wenn er viele besitzt und einzelne aus der Herde zum Schlachten herauslöst. Seine beiden Ziele, die Vermehrung seiner Herden und die Tötung einzelner Tiere, die er braucht, lassen sich sehr wohl vereinen. Auf diese Weise, als Hirt, ist er mächtiger als jeder Jäger. Seine Tiere sind beisammen und entgehen ihm nicht. Die Dauer ihres Lebens liegt in seiner Hand … Aus der Gewalt des Jägers wird die Macht des Hirten.

Masse und Macht – Fischer 2014 – 233/234

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