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Archive for the ‘Politik’ Category

dlf-audiothek: Während die Nazis den Mutterkult als Kern ihrer Ideologie verbreiteten, musste die Mutter Irmgard Litten um ihren Sohn Hans fürchten. Der Anwalt durchlitt Haft und Folter und starb 1938 in Dachau. Ihre Hilfsversuche blieben vergebens. Von Tobias Barth und Lorenz Hoffmann – dlf-audiothek

Im Ausland hoch geachtet, entzog die Regierung von #Bayern Frau Litten nach dem Krieg alle Ansprüche auf Entschädigung und eine Rente, da sie nach wie vor eine „Vaterlandsverräterin“ sei.

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Der Ton bei gesellschaftlichen Debatten ist rau. Mithu Sanyal plädiert für mehr Humor beim Streiten. Rassistische Strukturen lassen sich dadurch zwar nicht verändern – aber immerhin könne man sich dann noch in die Augen schauen.

Es wird ausgiebig gestritten in Deutschland – über Themen wie Gender, Rassismus, Sexismus oder Machtmissbrauch. Der Ton ist dabei oft gereizt, gerade in den sozialen Medien drohen Diskussionen schnell außer Kontrolle zu geraten.

Mithu Sanyal beschäftigt sich in ihrem Roman „Identitti“ mit der Mutter aller Debatten – mit der über Identität. Statt aber angstvoll zu versuchen, es jedem Recht zu machen, setzt Sanyal auf Humor. Auch vor Selbstironie macht die 49-Jährige nicht Halt.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/mithu-sanyal-ueber-streitkultur-humor-ist-ein-testfeld-fuer.1013.de.html?dram:article_id=496932

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Deutschlandfunk Kultur. „Unter seinem Hut ist Utopia“ – Eine Lange Nacht über Joseph Beuys.

Von Berit Hempel Regie: Burkhard Reinartz

Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“.

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Elf Jahre blieben die ersten britischen Marinesoldaten auf der Halbinsel Cobourg im Norden Australiens. 1849 kapitulierten sie vor Wirbelstürmen, Termiten und Malaria. Kurz zuvor waren sie auf Ludwig Leichhardt getroffen, einen Naturwissenschaftler aus Brandenburg, der behauptete, den Ort „als Erster“ über den Landweg erreicht zu haben.

Diesen entlegenen Schauplatz der Kolonialgeschichte hat nun die Klangkünstlerin Kirsten Reese bereist. Nachts schlief sie unter freiem Himmel, lauschte zarten Insektengeräuschen. Zurückgelassene britische Objekte brachte sie zum Klingen, sie sprach mit Menschen vor Ort, dokumentierte deren Lebenswelt in Tonaufnahmen. – DLF Kultur

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Durch das Gesetz des abnehmenden Ertrages verwirkt unser unseliges Jahrhundert* die Chance auf Glück, und weil es dem Glück nichts abgewinnt, versinkt unsere Welt im Chaos. Warum? Weil das Glück … in Mäßigung und Selbsterkenntnis besteht, und diese Tugenden sind dem heutigen Normalmenschen nicht mehr zugänglich, denn der ist auf Gewaltaffekte aus und kann nicht mehr zwischen Lust und Schmerz unterscheiden.
*Und um wie viel mehr wird das auf unser Jahrhundert zutreffen!
Cyril Connolly: Palinurus – Das ruhelose Grab – Suhrkamp 2006

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Tatsächlich ist Demokratie in ihrer jetzigen Form ein soziales Ordnungsgefüge, das drauf und dran ist sich selbst abzuschaffen. Wobei, um nicht ohne Ironie einen bekannten Buchtitel zu zitieren, als Nebeneffekt gewissermaßen der “Untergang des Abendlandes” herbeigeführt wird. Die unheilvolle Kraft die dabei waltet ist freilich nicht die Demokratie als solche, sondern auf verhängnisvolle Abwege geratene politische Führungskräfte. Die einer um sich greifenden, und ganze Staaten von innen her auflösenden  Politikverwahrlosung anheim gefallen sind.

Auslaufmodell Demokratie – Nachruf auf eine unzeitgemäße Staatsform

good-looking.blog

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Hörspiel über die Auswüchse des Kapitalismus

„London, 15. April 2004. Es ist wohl nur in Großbritannien möglich, dass auf einer der besten Bühnen des Landes ein Stück über die misslungene Privatisierung der Bahn aufgeführt wird. Und dass es auch noch zu einem Hit wird. Der renommierte britische Dramatiker David Hare befragte Schienenarbeiter, Politiker und Überlebende der vier schweren Bahnunfälle der vergangenen sieben Jahre für sein Stück „Permanent Way“. In dem Stück beschreibt Hare die verrotteten Züge, die chronische Unpünktlichkeit, die Schlampigkeit der Betreiber.“ (Berliner Zeitung, 16. April 2004).

Ein absurd-ironisches und zugleich auf Fakten basierendes Hörspiel über die Privatisierung der Bahn in Großbritannien und die Mechanismen der kapitalistischen Optimierung von Unternehmen. Was ist das Leben wert? – DLF Kultur

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WDR 3 Lesung vom 01.05.2021Verfügbar bis 08.05.2021

Zu allen Zeiten hat es Dichter, Politiker und Philosophen gegeben, die darüber nachgedacht haben, wie eine gerechtere, glücklichere Welt aussehen könnte. Und heute? Angesichts von Klimawandel und Pandemie ist die Sehnsucht nach einem Zukunftsentwurf groß, der uns aus der menschengemachten Misere führen würde. In der WDR 3 Lesung beschäftigen wir uns in sechs Ausgaben mit den Utopien früherer und heutiger Idealisten – auf der Suche nach Ideen für eine bessere Welt.

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Es gibt eine Wissenschafts- und Philosophiegeschichte, die auf Heroismus baut. Sie kuratiert ihre Helden und Legenden. Und sie hat eine Lieblingsmetapher: Wir stehen alle auf den Schultern von Riesen. Die klassische Physik steht auf den Schultern von Newton, die moderne Biologie auf den Schultern von Darwin, die aufgeklärte Philosophie auf den Schultern von Kant, und so weiter. Jede Disziplin wartet mit solchen Riesen auf. Nur weil wir deren Geisteshöhe erreicht haben, so suggeriert das Bild, können wir jetzt weiter blicken.

Das Bild hat eine fiese Rückseite. Sie zeigt sich aktuell in der Praxis namens «Cancel Culture». An einer amerikanischen Privatschule spricht man im Physikunterricht nicht mehr von Newtons Ge-setzen, sondern von den fundamentalen Gesetzen der Physik. Grund: Newton war ein weisser Mann. Und die Schule sähe es als geboten an, sagte ein Schüler, das weisse Weltbild zu dezentrieren.  Nicht nur das: Es scheint in Schwang gekommen zu sein, die Riesen als Dreckskerle zu entlarven.

Fisolofaxen

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