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Archive for the ‘Artikel’ Category

Zu den Lehren der Hitlerzeit gehört die von der Dummheit des Gescheitseins. Aus wievielen sachverständigen Gründen haben ihm die Juden noch die Chancen des Aufstiegs bestritten, als dieser so klar war wie der Tag. Mir ist ein Gespräch in Erinnerung, in welchem ein Nationalökonom aus den Interessen der bayrischen Bierbrauer die Unmöglichkeit der Uniformierung Deutschlands bewies. Dann sollte nach den Gescheiten der Faschismus im Westen unmöglich sein. Die Gescheiten haben es den Barbaren überall leicht gemacht, weil sie so dumm sind. Es sind die orientierten, weitblickenden Urteile, die auf Statistik und Erfahrung beruhenden Prognosen, die Feststellungen, die damit beginnen „Schließlich muß ich mich hier auskennen“, es sind die abschließenden und soliden  statements, die unwahr sind.

HITLER war gegen den Geist und widermenschlich. Es gibt aber auch einen Geist, der widermenschlich ist: sein Merkmal ist wohlorientierte Überlegenheit. gleichsatz.de.

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documenta 14 – Wang Bing

Ein Riesenreich, das keiner kennt: Der Filmemacher Wang Bing hält die Schattenseiten von Chinas Wirtschaftsboom fest – Armut, Ausbeutung und Verfall. Seine brillant subtilen Dokus waren ein Höhepunkt der documenta – und wurden leider miserabel präsentiert. Zu den zahlreichen Unzulänglichkeiten der documenta 14 zählte ihre miserable Präsentation: Die dilettantische website sah aus, als hätten sie hacker um etwa 1992 programmiert…
Impressionen des Films „Three Sisters“ (2012) von Wang Bing
Auszüge aus dem Dokumentarfilm „San Zimei – Drei Schwestern“ (2012) des chinesischen Filmemachers Wang Bing über das Leben von drei armen Bauernmädchen im Bergland von Yunnan, aufgeführt auf der documenta 14 in Kassel.
 Wang Bing nutzt Film für Expeditionen in die Exotik des Gewöhnlichen, etwa in „Three Sisters“ von 2012. Drei Mädchen im Vorschulalter wohnen mit ihrem Vater in einem Dorf im südchinesischen Yunnan. Das Bergland ist karg, die Erträge der Terrassenfelder mager, alle Dörfler halten Ziegen und Schafe. Da der Vater nicht alle drei Töchter zugleich ernähren kann, wandert er mit den beiden jüngeren in die Stadt ab und gibt die zehnjährige Yingying in die Obhut von Verwandten. Die Kamera begleitet sie einfach durch ihren Tagesablauf.- kunstundfilm.de

Zu Sehen – ARTE France

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Elendsporno aus der Panorama-Perspektive: Konzept-Künstler Ai Weiwei dreht eine Doku über Flüchtlingsströme weltweit als wirren Bildersalat – mit gigantischem Aufwand und grotesk dürftigem Resultat. Jede TV-Reportage bietet mehr.

Dieser Film war wohl unvermeidlich. Seit einigen Jahren dreht sich das Werk von Ai Weiwei vornehmlich um seine persönlichen Erfahrungen – und in gewisser Weise ist er selbst ein Flüchtling. Nach seiner dreimonatigen Inhaftierung 2011 in Beijing und anschließendem Hausarrest durfte er Ende 2015 nach Berlin ausreisen. Dort hat er eine Gastprofessur an der Universität der Künste und ein 3000 Quadratmeter großes Atelier mit einer Schar von Assistenten. Doch in jüngster Zeit fehlte ihm ein zündendes sujet. – kunstundfilm.de

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Ein blassblauer Frühlingsmorgen wölbte sich mit wuchtigen Wolkengebilden, hinter denen sich zeitweilig die Sonne verkroch, an jenem Tage über dem Riesengebirge. Ich sah dieses eigenartige Stück Bergwelt zum ersten Male und betrachtete seine gewaltigen Kuppen als ich so zur Burgruine Kynast den Berg hinanstieg, mit einem Gemisch von Verwunderung und Entzücken. Wie ehrwürdige Patriarchenhäupter scheinen sie mir und ihre kahlen Gipfel dünkten mich weithin leuchtende Glatzen, indessen die krausen Bärte ihrer Nadelwälder bis zu ihren Füßen herunter in die Talsohle flossen. „Das also hier ist Rübezahls Reich,“ dachte ich und alle die halbverschollenen Sagen und Märchen von diesem neckischen Berggeiste, wie sie mir noch aus den Schullesebüchern und heimatkundlichen Schriften im Gedächtnis hafteten, kamen mir wieder in den Sinn. riesengebirge

Riesengebirge – www.tschechische-gebirge.de

http://www.holidayinfo.cz/cs/camera/chora/&lang=2

 

 

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Gespenster sind Kopfsache, sagen Wissenschaftler – und forschen nach den neurobiologischen Ursachen für Spukgeschichten und andere unheimliche Phänomene.

Ein Haus mitten in Athen, groß und geräumig, aber dennoch günstig – das war schon in der Antike höchst verdächtig. Auf Wohnungssuche in der Metropole hört sich Athenodorus daher erst mal um, was es mit dem Gebäude auf sich hat. Es sei ein Spukhaus, erfährt er und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Athenodorus bezieht Stellung im schaurigen Gemäuer. Er muss nicht lange warten: Schon bald hört er Schritte und Kettenrasseln in der nächtlichen Stille. Als er aufblickt, steht vor ihm ein Geist…

https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/truegerische-wahrnehmung/geisterjaeger-im-labor

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1. Ein jeder, der das Wachstum der Pflanzen nur einigermaßen beobachtet, wird leicht bemerken, dass gewisse äußere Teile derselben sich manchmal verwandeln und in die Gestalt der nächstliegenden Teile bald ganz, bald mehr oder weniger übergehen.
2. So verändert sich, zum Beispiel, meistens die einfache Blume dann in eine gefüllte, wenn sich, anstatt der Staubfäden und Staubbeutel, Blumenblätter entwickeln, die entweder an Gestalt und Farbe vollkommen den übrigen Blättern der Krone gleich sind, oder noch sichtbare Zeichen ihres Ursprungs an sich tragen.
3. Wenn wir nun bemerken, dass es auf diese Weise der Pflanze möglich ist, einen Schritt rückwärts zu tun, und die Ordnung des Wachstums umzukehren; so werden wir auf den regelmäßigen Weg der Natur desto aufmerksamer gemacht, und wir lernen die Gesetze der Umwandlung kennen, nach welchen sie einen Teil durch den andern hervorbringt, und die verschiedensten Gestalten durch Modifikation eines einzigen Organs darstellt.
4. Die geheime Verwandtschaft der verschiedenen äußern Pflanzenteile, als der Blätter, des Kelchs, der Krone, der Staubfäden, welche sich nacheinander und gleichsam auseinander entwickeln, ist von den Forschern im allgemeinen längst erkannt, ja auch besonders bearbeitet worden, und man hat die Wirkung, wodurch ein und dasselbe Organ sich uns mannigfaltig verändert sehen lässt, die Metamorphose der Pflanzen genannt. –

http://www.webergarn.de/haeckel/pdf/goethe_metamorphose.pdf

http://mpg-trier.de/d7/read/goethe_metamorphose.pdf

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Die Bilder zeigen eine kleine verlassene Kirche, welche seit Jahrzehnten verfällt. Leider kein 100% natürlicher Verfall. Bei meinen Recherchen habe ich eine Aufnahme aus dem Jahr 1961 gefunden. Hier ist zu erkennen, das das Gelände vor 51 Jahren noch relativ Baumfrei war. Mittlerweile ist das Gelände von einem Wäldchen umgeben. Das komplette Album wie immer bei Flickr.

Und hier: smartphoto78.wordpress

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