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Archive for the ‘Theater’ Category

Kay Voges, Intendant des Theaters Dortmund, bringt immer wieder religiöse Motive auf die Bühne: Leiden, Tod, Erlösung. Sein aktuelles Stück „hell/ein Augenblick“ spielt in absolutem Schwarz. Eine Karfreitagsbild gab den Anstoß. – Von Udo Feist

http://www.deutschlandfunk.de/theater-in-der-kunst-gibt-es-keinen-gott.886.de.html?dram%3Aarticle_id=383605

„Ich komme aus einer sehr gläubigen Sozialisation heraus, ich habe irgendwann gedacht, ich wüsste, was die wahre Religion ist, was der wahre Glauben ist, was das wahre Konzept ist dachte, das ist der Glauben, das Wissen.“

Kay Voges gehörte als Jugendlicher zu einer charismatischen Gemeinde und wähnte die Wahrheit auf seiner Seite. Einmal zog er sogar mit einem Kreuz durch Amsterdam. Doch blieb er dabei nicht stehen:

„Und bin immer mehr dazu gekommen, dass die Dinge größer sind, komplexer sind, widersprüchlicher sind. Do kam ich eigentlich vom Predigen weg hin zum Fragestellen vom Glauben hin zum Zweifeln. Und das Zweifeln ist aber nicht ein Verzweifeln, sondern das Zweifeln ist ein Offensein und ein Suchen und ein die Augen Aufhalten.“

Im Theater hat er dafür den Raum gefunden.

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In der italienischen Kleinstadt Gallarate rebelliert ein Herr der alten Schule gegen das Desinteresse seiner Umwelt: Aus Liebe zum Theater spielte Giovanni Mongiano im dortigen Teatro del popolo vor einem leeren Saal.

Tres faciunt collegium – erst zu dritt lohnt es sich. In den Digesten – der spätantiken Rechtssammlung – wird als Grundsatz festgehalten, dass mindestens drei Personen nötig sind, um eine Gesellschaft zu bilden. Zwei für sich allein sind für das Handelsgeschäft zu wenig: Es braucht den Dritten, damit der Vertrag Wirkung und Geltung bekommt. Auch in der Universität hat sich der alte Leitspruch bis heute bewahrt: Seit dem Mittelalter darf ein Dozent nur dann eine Vorlesung halten, wenn mindestens zwei Studenten anwesend sind.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/giovanni-mongiano-spielt-vor-leerem-theatersaal-14969563.html

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„Es ist ein Stück der Liebe, ..und dann hat er uns gezeigt, warum es ein Stück der Liebe ist.“ Ingmar Bergman inszeniert im Jahr 1977 „Ein Traumspiel“ von August Strindberg. Mit versteckter Kamera gefilmte Beobachtungen von Proben des schwedischen Meister-Regisseurs Ingmar Bergman (1918-2007) mit dem Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels im Münchner Residenztheater (BR, Regie: Fritz Schuster)

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Man sollte sich entschlossen der Natur zuwenden.“ Ein solches Projekt mag von Estragon, der diesen Satz in Samuel Becketts Godot-Stück sagt, nicht erwartet werden, ebenso wenig von seinem Leidensgenossen Wladimir. Für die traurigen Helden der Aperçus und des ironischen Reflektierens ist das vorgeblich einfache, natürliche Dasein keine Option, der sie sich dauerhaft widmen könnten. Eben darum ist es verblüffend, wenn Wladimir repliziert: „Wir haben’s versucht.“ Noch überraschender wirkt es, wenn Estragon das Gesagte nach wiedererwachter Erinnerung bestätigt: „Ach ja.“ Er gibt damit zu, dass sein „Man-sollte“-Satz kein bloßer Gemeinplatz war, sondern Ausdruck ernster Erwägung. Die vergangene Hinwendung zur Natur scheint jedoch keineswegs nachhaltig, geschweige heilsam gewesen zu sein. Der Versuch ward wohl bald aufgegeben, weil er den beiden Wartenden nichts Verlässliches bot und keinen gangbaren Weg wies.- untier.de

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Hass auf die Eliten, Hass auf die Medien, Hass auf die Moral: Der Großmeister des Absurden, Eugène Ionesco, hat in seinem Stück „Die Nashörner“ schon 1959 den Aufstieg des Irrationalen gezeigt.

… Je mehr rechtschaffene Bürger sich nach und nach in schnaubende Viecher verwandeln, die rücksichtslos alles niederwalzen, was ihnen im Weg steht, desto größer wird die Bereitschaft der noch nicht Transformierten, in diesen Horden auch die guten Seiten zu sehen – oder zumindest aus der bloßen Tatsache ihres Daseins eine gewisse Legitimität ihres Soseins abzuleiten…

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article163154674/Er-sah-die-Selbstaufgabe-der-liberalen-Welt-voraus.html

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Theater als Geburtshelfer von Archäologie: Wer bin ich? Woher komme ich? Die Autorin Evelyn Dörr reflektiert die Theateransätze der Regisseure Peter Brook und Jerzy Grotowski. Sie tut das auf der Grundlage von Shakespeares „Der Sturm“. In einer performativen Ausdeutung beleuchtet Evelyn Dörr das Theater als Reise zum Menschen.- rbb-online.de/

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Ein frei herumlaufendes Nashorn, das ist nicht gut. Das ist sogar unsinnig. Aber es werden immer mehr: „Heute Morgen waren es sieben, jetzt sind es schon 17, bald werden es 32 sein!“ Die Herdentiere bilden ein neues Kollektiv, das die Begriffe und Vorzüge des Menschseins auf die Probe stellt.

Selbst der allseits respektierte Logiker unterwirft sich der Masse und wird Nashorn. Allein Herr Behringer versperrt sich der tierischen Bewegung. Einsam pocht der Büroangestellte auf die Überlegenheit seiner Spezies.- dradio

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