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Archive for the ‘Radio’ Category

21.05 Uhr im Deutschlandfunk – Musik-Panorama

Antoine Brumel – ‚Missa Et ecce terrae motus‘ für zwölf Stimmen 

sowie weitere Vokalwerke von Josquin des Préz, Johann Walter, Thomas Stoltzer u.a.

Calmus Ensemble – amarcord

Aufnahme vom 7.7.2017 aus der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Eggenfelden/Bayern

… Beim sonntäglichen Festgottesdienst in der Leipziger Thomaskirche kam es zur Aufführung einer spektakulären Messe „die aus Harmonien von zwölf Stimmen zusammenklang“. Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, um welches Meisterwerk es sich dabei tatsächlich gehandelt hat. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass es die Missa ‚Et ecce terrae motus‘ von Antoine Brumel gewesen sein muss. Sie erklingt im Rahmen der Deutschlandfunk-Benefizreihe ‚Grundton D’ 2017 beim Konzert in Eggenfelden. Mit amarcord und Calmus singen zwei Spitzenvokalensembles, die beide ihre Wurzeln im Leipziger Thomanerchor haben. Authentischer geht es kaum…

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Sprecher: „Nicht alle sind im selben Jetzt da. Sie sind es nur äußerlich, dadurch, dass sie heute zu sehen sind. Damit aber leben sie noch nicht mit den anderen zugleich. Sie tragen vielmehr Früheres mit, das mischt sich ein. Je nach dem, wo einer leiblich, vor allem klassenhaft steht, hat er seine Zeiten. Ältere Zeiten als die heutigen wirken in älteren Schichten nach; leicht geht oder träumt es sich hier in ältere zurück.“ (104)

Autor: So schreibt Ernst Bloch 1935 über ein Gestern im Heute, das sich unversehens re-inszeniert, um reaktionär auszuschlagen. Vor kurzem nannte man die Rechtsradikalen, die Faschisten noch die „ewig Gestrigen“. Ganz so, als seien sie nie in einer Gegenwart angekommen, die „unsere“ ist, so als seien sie Relikte einer Vergangenheit, die von allein vergeht. Mit dieser Vergangenheit, so die gedankenlose Annahme, würden auch diese Gestalten am Fortschritt zerfallen wie ein Gespenst im Licht des Tages. Der Fluss der Zeit, ihr vermeintliches Nacheinander, die Lineatur der Jahre, so wollte es diese Annahme, werde das Problem von allein lösen; kein Grund jedenfalls, ihm gesonderte Aufmerksamkeit zu widmen. Insofern kam die Rede vom „ewig Gestrigen“ vor allem einer Verharmlosung gleich. Blind vertraute sie darauf, dass Zeit einfach verginge und sich ein Gestern nicht aktualisieren könne. Doch nicht erst Bilder heutiger Aufzüge strafen dieses Gerede unübersehbar Lügen. Das Gestern ragt ins Heute hinein.- texte

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Es ist Sommer und „Wir und Heute“ ist unterwegs. Wir sind im Ruhrmuseum auf Zollverein. Und reden mit dem dortigen Museumschef Theo Grütter über das große Ganze des Reviers. Soll eigentlich alles in der Gegend Museum werden? Oder gibt es noch Leben unter all dem alten Plunder? Theo Grütter meint, die Vergangenheit weist uns den Weg in die Zukunft. Na hoffentlich nicht, denkt David. Und Martin hat ne Grubenlampe mitgebracht.

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he project radio aporee ::: maps hier has started 2006. it is a global soundmap dedicated to phonography, field recording (and related practices) and the art of listening. it connects sound recordings and places, in order to create a sonic cartography, open to the public – radio aporee

 

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Depressionen sind kein Zufall, sondern die Folge einer konstanten Überforderung der Gesellschaft – so lautet die These des Psychoanalytikers Wolfgang Schmidbauer. Das liege vor allem am Dogma des ständigen Wachstums und der ständigen Leistungssteigerung in unserer Gesellschaft, sagte Schmidbauer im Dlf. Medikamente seien nicht die Lösung. – Wolfgang Schmidbauer im Gespräch mit Stephanie Rohde hier

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Um Aufschluss über die Gegenwart zu erhalten, soll Vergessenes erinnert und Vergangenes rekonstruiert werden. Entscheidend dabei werden Sprache und Bilder. Walter Benjamin ist ein Sprachmagier, der die Kunst beherrscht, seine Leser zu verführen – eine ganze Nacht lang.

Auf das „bucklicht Männlein“ kommt Benjamin in der „Berliner Kindheit um Neunzehnhundert“ zu sprechen. Wer von diesem buckligen Gesellen angesehen wurde, der gab nicht Acht und ihm zerbrach etwas oder er fiel hin. „Ungeschickt lässt grüßen“, kommentierte Benjamins Mutter diese Unachtsamkeit. Benjamin wurde vom „bucklicht Männlein“ schärfer angesehen, als er sich selber sah. Die Erinnerungsbilder, die das Männlein gesammelt hat, wecken Benjamins Interesse.- DLF

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„Dass es ein Vergessen gibt, ist noch nicht bewiesen“, schreibt Friedrich Nietzsche in seiner Morgenröte, „was wir wissen, ist allein, dass die Wiedererinnerung nicht in unserer Macht steht.“ Was nämlich ist „Erinnerung“? Was kehrt sie bereits sprachlich einem gewissen „Innen“ zu, in das wir uns „er-innern“ wollen? Und was lässt sie als Versuch eines „Innewerdens“ dessen erscheinen, was einmal „war“? Wie sollte das Gewesene überhaupt ins „Innere“ eintreten können? Denn von welchem „Innen“ ist hier eigentlich die Rede, in das wir in der Er-Innerung zu gelangen, in das wir zurückzukehren suchen wie in eine vergangene Gegenwart? Und weshalb scheitert daran „unsere Macht“, wie uns Nietzsche versichert? – Am 21.Juni wurde diese Sendung in der Bibliothek der HFBK Hamburg in einem Experiment hochschulöffentlich aufgenommen. Zur Sendung…

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