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Archive for the ‘Zitate’ Category

Hoffmann wurde am 24.1.1776 in Königsberg geboren. Sein Vater war Advokat. Nach dem Gymnasium in Königsberg studierte er von 1792-1795 Jura. Als Referendar arbeitete er 1796 in Glogau und 1798 in Berlin. Ab 1800 arbeitete er als Assessor in Posen, wurde strafversetzt nach Plozk in Polen.Etwa 1805 zog er nach Berlin, wo sich seine Begabung als Musiker, Zeichner und Schriftsteller vollends entwickeln konnte. Ab 1814 war er wieder am Kammergericht in Berlin angestellt. Hoffmann starb am 25.6.1822 in Berlin.- gutenberg.spiegel

Die Königsbraut – Es war ein gesegnetes Jahr. Auf den Feldern grünte und blühte gar herrlich Korn und Weizen und Gerste und Hafer, die Bauerjungen gingen in die Schoten, und das liebe Vieh in den Klee; die Bäume hingen so voller Kirschen, daß das ganze Heer der Sperlinge trotz dem besten Willen, alles kahl zu picken, die Hälfte übrig lassen mußte zu sonstiger Verspeisung. Alles schmauste sich satt tagtäglich an der großen offenen Gasttafel der Natur. – Vor allen Dingen stand aber in dem Küchengarten des Herrn Dapsul von Zabelthau das Gemüse so über die Maßen schön, daß es kein Wunder zu nennen, wenn Fräulein Ännchen vor Freude darüber ganz außer sich geriet. –

Nötig scheint es gleich zu sagen, wer beide waren, Herr Dapsul von Zabelthau und Ännchen.

Es ist möglich, daß du, geliebter Leser, auf irgendeiner Reise begriffen, einmal in den schönen Grund kamst, den der freundliche Main durchströmt. Laue Morgenwinde hauchen ihren duftigen Atem hin über die Flur, die in dem Goldglanz schimmert der emporgestiegenen Sonne.- konigsbraut

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In seinem noch immer lesenswerten Essay „Atheist?: Allerdings!“ von 1957 wendet sich Arno Schmidt auch gegen die Floskel von der „christlich-abendländischen Kultur“ …

„Des Schönen?: Wenn wir Künstler lediglich auf die Antriebe und Arbeitshypothesen des Christentums angewiesen wären : höchste Spitze wären Dostojewskijfiguren; Menschen ohne Renaissance; sündig-formlos; weichselzöpfige Trolle, Brackwässer des Geistes tretende; in rotten boroughs kauernde; und literarische Schwedentrünke vomierend à la: „Es danket DIR mit Herz und Mund / die arem, sünd’ge Made. / DEIN Leichnamsduft durchweh‘ dies Haus, / DEIN Blut bespreng‘ die Herzen … “ (ob der betreffende Verfasser wohl jemals kriegerische Leichenfuder gerochen hat? Ich ja!)… – holbachinstitut.wordpress

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„Draußen schneite es still vor sich hin, und er liebte seit seiner Kindheit das schwerelose weiße Zauberballett der Flocken, als werde es von Anbeginn eigens für ihn getanzt.“

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Wenn du nicht zufrieden sein kannst,
wirst du arm sein, auch wenn du reich bist.
Wenn du zufrieden sein kannst,
wirst du reich sein, auch wenn du arm bist.

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Die großen Philosophen wie Nietzsche und Kierkegaard waren Einzelgänger, Emily Dickinson und Hermann Hesse waren es, Van Gogh und Leonardo da Vinci ebenfalls. Letzterer war sogar davon überzeugt, dass man nur sich ganz gehöre, wenn man allein ist. Wer sein Leben nur mit einem anderen Menschen teilen würde, der würde nicht mehr sich ganz gehören. Wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum da Vinci nie in einer Partnerschaft gelebt hat. Michelangelo, so steht zu lesen, war einst ein geselliger Mensch, doch änderte sich das, als die lieben Mitmenschen erkannten, was für ein Genie er war und ihm mit Neid und Missgunst begegneten. Erkennend, dass er der Masse nicht wirklich willkommen war, wurde er zum Einsiedler.

angelikawende

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Antwort (teilweise wiedergegeben): Wenn wir den Lebenslauf eines Kindes vom ersten Tag der Geburt an von unserem Standpunkt aus überprüfen ( … im Grunde auch die Zeit vor der Geburt), finden wir eine ununterbrochene Kette von Einflüssen und Einwirkungen, die die Offenheit beeinträchtigen und die selbstständige Auseinandersetzung mit der Umwelt stören. Wir haben aber auch festgestellt (… bereits Seite 325), wie wenig alles Wissen über Erziehung und Verhalten hilft, wie wenig die besten Allgemein- und Fachkenntnisse helfen, solange es bei und zwischen den Erwachsenen nicht stimmt und die Erwachsenen ihre eigene Unsicherheit, Affektbereitschaft und Angst nicht bewusst zu bewältigen suchen. (fs) …

Heinrich Jacoby – Jenseits von Begabt und Unbegabt – Kursdokumente – Christians 2004

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Um das zu verstehen, muss uns vor allem bewusst sein, dass hinter unzweckmäßigem Verhalten fast immer Angst steht. Wir haben festgestellt, dass der Mensch, sobald er beunruhigt und unsicher wird, sich zusammenzieht, starr wird, affektiv reagiert und gewalttätig wird, mithin das Gegenteil von vertrauend, gelassen und kontaktbereit. Der Konflikt zwischen Vertrauen und Angst und Beunruhigung hat die Menschheit offenbar … von den frühesten Zeiten an bewusst beschäftigt.

Heinrich Jacoby – Jenseits von Begabt und Unbegabt – Kursdokumente – Christians 2004

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