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Archive for the ‘Zettel’ Category

Joseph Conrad: Der Mensch ist staunenswert, aber er ist kein Meisterwerk. […] Manchmal denke ich, dass der Mensch an einen Ort gekommen ist, wo er nicht erwünscht ist, wo kein Platz für ihn ist; denn wenn es nicht so wäre, warum sollte er dann all den Platz wollen? Warum sollte er hierhin und dorthin rennen und sich anpreisen mit großem Geschrei, über die Sterne reden, die Grashalme in ihrer Ordnung stören?

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Karajan bewunderte Dinu Lipati: Es war nicht mehr Klavierspiel, es war Musik, losgelöst von jeder Erdenschwere, Musik in ihrer reinsten Form, in einer Harmonie, wie sie nur jemand geben kann, der schon nicht mehr ganz unter uns weilte.

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Xuefeng: Die ganze Welt ist nichts anderes als Du selbst.

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K begreift nicht, was der Aufseher damit sagen will. Er begreift nicht, daß das Problem in ihm selbst begründet ist, dass nur er sich allein sich retten könne, und die Tatsache, das er den Rat des Aufsehers nicht befolgen kann, ist ein Hinweis darauf, dass er sich am Ende geschlagen geben muß.

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Der Aufseher macht eine Bemerkung, die übrigens für jeden zutrifft, der sich in Not befindet und Hilfe sucht. Der Aufseher sagt: „Wenn ich nun aber auch Ihre Fragen nicht beantworte, so kann ich Ihnen doch raten, denken Sie weniger an uns und an das, was mit Ihnen geschehen wird, denken Sie lieber mehr an sich.“

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K ist ein Mensch mit einer rezeptiven Ordnung. Alle seine Bestrebungen richten sich darauf, von anderen etwas zu erhalten und niemals etwas zu geben oder hervorzubringen.

Märchen, Mythen, Träume 1987, Seite 167

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Bobrov sitzt am Tisch und ißt Suppe. Seine Frau kommt herein in einem Hemd, mit einem Schirm.

Bobrov:  Wo willst du hin?
Frau:  Dorthin.
Bobrov:  Wohin dorthin?
Frau:  Na dorthin.
Bobrov:  Wohin dorthin oder dorthin?
Frau:  Nein, nicht dorthin, sondern dorthin.
Bobrov:  Und was?
Frau:  Wie was?
Bobrov:  Wo du hingehst?
Frau:  Ich habe mich in die Baronesse und das Tintenfaß verliebt.
Bobrov:  Das ist gut.
Frau:  Das ist gut, ja, aber Christoph Columbus hat in unsere Köchin ein Fahrrad hineingerammt.
Bobrov:  Aarme Küchün.

https://www.umsu.de/charms/texte/index.htm

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Wer der Welt entsagt, muss alle Menschen lieben, denn er entsagt auch ihrer Welt. Er beginnt daher, das wahre menschliche Wesen zu ahnen, das nichts anderes als geliebt werden kann, vorausgesetzt, dass man ihm ebenbürtig ist.

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Ich habe im Laufe meines Lebens nur einen oder zwei Menschen getroffen, die die Kunst des Gehens, d.h. des Spazierengehens, verstanden – die sozusagen ein Genie für das Schlendern hatten: ein Wort, das wunderschön von „müßigen Leuten“ abgeleitet ist, „die im Mittelalter durch die Lande zogen und unter dem Vorwand, a la Sainte Terre“ ins Heilige Land zu gehen, um Almosen baten, bis die Kinder riefen: „Da geht ein Sante-Terrer“, ein Saunterer, ein Heiliger Wanderer.

Hier gefunden: https://wordpress.com/read/feeds/625319/posts/4241323020

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