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Archive for the ‘Sprache’ Category

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Hörbare Worte sind Atem, Atem ist Leben – eine Gleichung, die bis zum 29. November 1877 stimmte. An diesem Tag spricht Thomas A. Edison ein Gedicht in seine neueste Erfindung, den Phonographen. Und damit beginnt eine technische Entwicklung, die bald zum Alltag gehört. – Von Stefan Zednik

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E.T.A. Hoffmann war ein Multitalent: Jurist und Schriftsteller, aber auch Musiker und Zeichner. Der Romantiker ist vor 200 Jahren in Berlin gestorben. – DLF Kultur

„’Ein wunderlicher alter Mann, aus dem niemand klug wird, bleibt er doch, der Archivarius Lindhorst. – Nun soll er leben!‘ – Da fuhr der Student Anselmus aus seinen Träumen und sagte: ‚Das kommt daher, verehrungswürdiger Herr Registrator, weil der Herr Archivarius Lindhorst eigentlich ein Salamander ist, der den Garten des Geisterfürsten Phosphoros im Zorn verwüstete, weil ihm die grüne Schlange davongeflogen.‘“

Das Fantasiestück „Der Goldene Topf“, ( Der goldne Topf ) aus dem hier zitiert wird, hielt E.T.A. Hoffmann für sein bestes Werk. Federleicht erzählt, gelingt es ihm in diesem „Märchen aus der neuen Zeit“, das Wunderbare mitten in die reale Welt Dresdner Beamten einbrechen zu lassen. Stolz berichtete der Autor: „Die Idee so das ganz Fabulose, dem aber wie ich glaube, die tiefere Deutung gehöriges Gewicht gibt, in das gewöhnliche Leben keck eintreten zu lassen ist allerdings gewagt und so viel wie ich weiß von einem teutschen Autor in diesem Maaß noch nicht benutzt worden.“ – 200 Todestag

 

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Sein Programm steht für Intellekt, Wahnsinn und bissigen Humor. In brillanter Dialektik zerpflückt Andreas Thiel Religionen und Ideologien. Der Schweizer Kabarettist ist der Dandy unter den Komikern, der Henker unter den Poeten und ein Meister des verbalen Floretts. Sekundiert wird er beim 3satfestival vom Musikcomedy-Duo Les Papillons mit Giovanni Reber an der Geige und Michael Giertz am Piano.

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https://www.deutschlandfunkkultur.de/estland-unabhaengigkeit-geschichte-kultur-100.html

Geschichte und Kultur Estlands – „WIR haben noch die Erinnerung“

Das Gebiet des heutigen Estlands wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. Nur während einer kurzen Frist von 1920 bis 1940 war das Land unabhängig und hatte eine bürgerliche Regierung. Seit der „Singenden Revolution“ von 1991 versucht Estland nun, seine Identität, seinen Kern, seine Substanz wiederzufinden.

Diese Ausgabe der „Langen Nacht“ spiegelt die dramatischste Phase wider: das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Außerdem geht es um die Bedeutung des Gesangs und der Lieder, die zum Überleben der estnischen Identität beigetragen haben.

Doch auch das „Kalevipoeg“ ist ein Identitätsanker: Ohne das Nationalepos aus dem 19. Jahrhundert hätte sich die estnische Sprache nicht weiterentwickelt. Auch in elektronischen (Re-)Konstruktionen des Dichters und Lyrikers Jüri Reinvere oder in den Kompositionen Arvo Pärts entwickeln estnische Komponisten eigene Klangmuster.

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aus: meinsein, Jürgen-Willing-Verlag, München 1968, cit. Eugen Gomringer, Hrsg.: konkrete poesie, Reclam 1972, Seite 148 bis 151,
.pdf-Scan in UbuWeb:

https://weheklag.wordpress.com/2020/05/08/wolfwezelmeinsein1968/

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DLF – Dienstag, 31. Mai 2022 um 20:10 Uhr – Von Friederike Mayröcker

„will nicht mehr weiden“ ist eine poetische Trauerarbeit. Am 9.6.2000 starb in Wien der Dichter und Hörspielautor Ernst Jandl, der Lebensgefährte der Autorin Friederike Mayröcker. Wenige Wochen nach seinem Tod versuchte Mayröcker nicht, ein Porträt oder eine Würdigung des Lebensgefährten zu schreiben; sie muss sich damit abfinden, ihr Leben, ihre Schreibexistenz ohne die tägliche Anwesenheit des ihr wichtigsten, geliebten Menschen zu führen. Schreiben als Trauerarbeit: es entstand ein Text, dem Mayröcker den Titel ‚Requiem für Ernst Jandl‘ gab. Die Autorin bat Martin Haselböck um eine Komposition. – Mit Jutta Lampe

https://www.hoerspielundfeature.de/will-nicht-mehr-weiden-102.html

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Sind Liebespaare existenzberechtigt? Kann in einer Welt, die das Chaos und die Einsamkeit der Seele durch Konformismus zu überbrücken versucht, die kleine schwebende Brücke der Liebe von zwei Menschen zueinander geduldet werden, oder gibt es geheimnisvolle Kräfte, die diese Brücke sprengen wollen, weil die Liebe eine unmögliche Ketzerei gegen die vorhandene Ordnung des Chaos bedeutet? Ist der gute Gott von Manhattan tatsächlich gut, oder ist er ein teuflischer Zerstörer der letzten Freiheit, des letzten Glücks?

Der gute Gott – Ernst Schröder | Richter – Fritz Schröder-Jahn | Jan – Horst Frank | Jennifer – Margit Ensinger | Frankie – Hans Clarin | Billy – Karl Lieffen | Barmann – Mario Adorf | Gerichtsdiener ——

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Rainer Maria Rilke (Foto) / Rezitation: Axel Grube / Anmerkung: Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist: die Freiheit eines Lieben nicht vermehren um alle Freiheit, die man in sich aufbringt. Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen; denn daß wir uns halten, das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen (R.M.Rilke an Paula Modersohn-Becker Nov.1908)

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