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Archive for the ‘Gespräch oder Interview’ Category

Moderation: Ivo Frenzel und Willy Hochkeppel

Eine freie und sozialistische Gesellschaft ist möglich: Davon war der Philosoph Herbert Marcuse bis zu seinem Tod 1979 überzeugt. Früh erkannte er, dass es bei einer gesellschaftlichen Revolution nicht nur um materielle Werte geht.

Er war gewissermaßen der „Hausphilosoph“ der 68er-Bewegung: Herbert Marcuse, Philosoph und Vertreter der Kritischen Theorie. Vor allem die radikale Kapitalismuskritik, die er in seinem Buch „Der eindimensionale Mensch“ entwickelte, das 1967 auf Deutsch erschien, lasen damals viele Studierende mit geradezu religiöser Inbrunst.

Von der Überzeugung, dass eine bessere, freie Gesellschaft möglich sei, rückte Marcuse bis zu seinem Tod 1979 nicht ab.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/archivgespraech-mit-herbert-marcuse-wie-die-freie.2162.de.html?dram:article_id=454880

 

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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem wichtigsten diagnostischen Verfahren der vormodernen Medizin: der Uroskopie. Über viele Jahrhunderte war nicht das Stethoskop der charakteristischste Gegenstand für einen Arzt, sondern das Harnglas. Am Urin, so war die damalige Überzeugung, könne ein Arzt mittelbar alle Krankheiten erkennen.

Doch ab dem 16. Jahrhundert regte sich Kritik an der Harnschau und die gelehrten Ärzte überließen das Feld den Brunzdoktoren und Seichguckern, denn in der Bevölkerung erfreute sich die Harnschau bis ins 20. Jahrhundert hinein großer Beliebtheit.

ZS202: Über Brunzdoktoren und Uroskopie – die Harnschau in der vormodernen Medizin

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CHRISTOPH SCHLINGENSIEF ZU BESUCH BEI HELGE SCHNEIDER

Anlässlich seines Films „Texas“ lässt sich der Musiker Helge Schneider in seinem Eigenheim in Mülheim von dem Filmemacher Christoph Schlingensief befragen. Anschließend singen sie gemeinsam. – dctp.tv

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Ein Jubiläumszeitsprung, in dem wir – in Überlänge – aus dem Nähkästchen plaudern…

Sie ist da, die große 200. Das bedeutet 200 Wochen Zeitsprung, jede Woche eine Folge, jede Woche eine neue Geschichte aus der Geschichte. Endlich Zeit mal abzurechnen, und dafür weichen wir von unserem ursprünglichen Konzept etwas ab. Denn in dieser Folge widmen wir uns ganz und gar euren Fragen: wir sprechen darüber, wie wir das alles hier produzieren, wir sprechen über uns, über die Geschichtswissenschaft und was euch sonst so interessiert hat. Es ist eine Nabelschau, ein Plaudern aus dem Nähkästchen, das sich gewaschen hat: zum ersten Mal hat eine Folge so richtig Überlänge…,..

Der Geschichte Podcast

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Es ist überliefert, wie Rabbi Löw in Prag aus seiner Kenntnis der Heiligen Buchstaben, aus denen alle Materie und alles Leben geschaffen sind, den Golem schuf. Dieselben Buchstaben, aus denen alles entstanden ist, können auch die Dinge verwandeln und beherrschen die Gesundheit. Über 1000 Jahre hin gibt es, ausgehend von Worms, Speyer und Köln, die sogenannten Ba‘al Shem, Magier, Wunderheiler und Ärzte. Es gibt sie auch später im jüdischen Osten. Die letzten Autoritäten dieses Berufsstandes, mit starker Nachfrage aus den USA, finden sich im 19. Jahrhundert inmitten Deutschlands. Diese Meister sind theologisch gebildet. Von einigen dieser Magier sind Legenden überliefert, dass sie auf wunderbare Weise Entfernungen überbrücken, Phantasmagorien (wie Filme) und Festmähler herbeirufen. Vor Kaisern bewirken sie Wunder. Alles dies aus Kenntnis der Gotteszeichen. Sie arbeiten, was die Heilung von Krankheiten betrifft, nur begleitend mit den Mitteln der Natur, wie sie Paracelsus anwendet.

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… Die Austeritätspolitik in allen Ländern Europas ist ein Vernichtungskrieg, der alle sozialen Errungenschaften, die durch die Kämpfe der Bevölkerung im 20. Jahrhundert erreicht wurden, zerstören soll. Man will die europäischen Bevölkerungen auf das Armuts- und Elendslevel des 18. Jahrhunderts zurückfahren.

Meinen Sie das im Ernst?

Ja. Nie war die Klasse der Reichsten entschlossener, einen derart gewalttätigen Krieg gegen die arbeitenden Schichten zu führen. Es wirkt, als ob die Reichsten sich krass rächen wollten, als ob sie den Eindruck hätten, die letzten 50 Jahre erniedrigt worden zu sein… Klar ist: Die Reichsten ertragen es nicht mehr, dass ihre Macht irgendeine Begrenzung erfährt – ökologisch, politisch oder ethisch…,

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/sei-brav-sklave

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Die „Dreigroschenoper“ von Robert Wilson ist ein Dauerbrenner am Berliner Ensemble – und wird jetzt zum 300. Mal aufgeführt. Von Anfang an dabei: Christopher Nell als Mackie Messer. Ein Gespräch.

rbb: Herr Nell, Sie spielen von Beginn an – also seit elf Jahren – in der Inszenierung von Robert Wilson mit. Wie war das damals?

Christopher Nell: Das war sehr aufregend. Es war meine erste Begegnung mit Robert Wilson. 2006 kam ich ans Berliner Ensemble und gleich im darauffolgenden Jahr wurden wir in einen Raum gerufen und uns wurde gesagt, dass der große Wilson da ist. Wir hatten eine Audition, die erst mal ganz schräg war. Es ging darum, bestimmte Haltungen anzunehmen und Ruhe einkehren zu lassen. Als junger Schauspieler kam mir das ein bisschen befremdlich vor, wenn man so rumsteht und dann sagt dir jemand: „Feel the stream of the light through your head.“ – rbb.24

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