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Archive for the ‘Essay und Diskurs’ Category

Der eine oder andere geneigte Leser dieses Blogs dürfte vielleicht schon einmal auf den Begriff ASMR gestoßen sein. ASMR ist eine relativ neue Definition und meint in etwa “Sinnesmassage” oder “Hirnorgasmus”. ASMR wird als Akronym im deutschen Sprachraum verwendet, es gibt keine offizielle entsprechende deutsche Übersetzung für den Begriff…

Man kann es aber recht gut beschreiben: Bei manchen Menschen entsteht beim Hören von bestimmten Geräuschen und anderen auditiven Reizen ein Kribbeln auf der Haut, das sich vom Kopf her der Wirbelsäule entlang bis hin zum Gesäß ausbreitet. Beschrieben wird dieses Empfinden oft wie ein angenehmer Gänsehaut-Schauer, der jedoch länger andauert und intensiver wirkt. Die auslösenden Trigger dafür sind zum Beispiel Flüstern, leises Sprechen oder Singen oder das Geräusch, wenn man mit langen Fingernägeln einen Gegenstand berührt. – geistergesang

 

 

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„Eine Idee bewahrt ihre Integrität und Weite nur so lang, wie sie der Verfestigung eines weithin sanktionierten Glaubens ermangelt.“
(Siegfried Kracauer, Geschichte – Vor den letzten Dingen)

Film war immer so viel mehr als Realitätsabbildung: Er war Adaptionstraining für den technischen und gesellschaftlichen Wandel, bündnisfähiges Werkzeug für eine neue Sicht auf die Welt und Loch in der Wand, durch das sich das Unwahrscheinliche einschleichen kann. Und heute? Wie finden wir in der Gegenwart, was einen Unterschied gemacht haben wird? – perlentaucher.de

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Uhr (Ursendung) im HR2: hr2.de/literatur

Die CANTOS von Ezra Pound sind monumental – überbordende sprachgewaltige Poesie! Gesänge zu Homers Odyssee, Dantes Göttlicher Komödie und zu heutiger Kapitalismuskritik…wie soll das in eins passen?

Grundlage des Radiostücks ist eine Auswahl von Texten aus dem Hauptwerk des amerikanischen Dichters und Avantgardisten Ezra Pound (1885-1972), den Cantos, die erst 2012 in ihrer Gesamtheit auf Deutsch und Englisch im Arche-Verlag erschienen…

 

… noch bewohnte Städte;

Nebel umspinnt sie, ein dichtes Netzwerk,

Niemals durchbrochen von Sonnengefunkel,

Nie von Sternen bezogen: kein Himmel blickt abwärts,

Pechschwarze Nacht starrt auf die Sterblichen dort.

 

Mittelstück aus dem Canto 1. Seite 118 im Ezra Pound Lesebuch von Eva Hesse, Arche 1985

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… Dieser Essay schlägt vor, diese drei Phänomene als Symptome ein und derselben historischen Konstellation zu begreifen: Alles spricht dafür, dass ein gewichtiger
Teil der führenden Klassen zu dem Schluss gelangte, dass für ihn und für den Rest der Menschen nicht mehr genügend Platz vorhanden sei.
Folgerichtig entschied man, dass es nutzlos sei, vorzugeben, die Geschichte strebe weiter auf einen gemeinsamen Horizont zu, auf eine Situation, in der »alle Menschen« in gleichem Maße zu Wohlstand kommen würden. Seit den achtziger Jahren geht es den führenden Klassen nicht länger darum, die Welt zu führen, vielmehr suchen sie außerhalb dieser Welt Schutz.

Die Folgen dieser Flucht, die in Donald Trump nur eines unter vielen Symbolen hat, haben wir zu tragen – wir, die wir angesichts einer fehlenden miteinander zu teilenden gemeinsamen Welt nahezu den Verstand verlieren. Die hier vorgebrachte Hypothese lautet: Man versteht nichts von den seit fünfzig Jahren vertretenen politischen Positionen, wenn man die Klimafrage und deren Leugnung nicht ins Zentrum rückt.,…

https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518073629.pdf

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(1/4) Was macht den Hass auf alle, die anders sind, so attraktiv? Die Feature-Reihe geht den Wurzeln rechten Denkens auf den Grund. – hier

(2/4) Renegaten, Konvertiten, Überläufer – Zur Wanderung von Intellektuellen aus dem linken ins rechte Lagerhier

(3/4) Sie bezeichnen sich selbst als Avantgarde. Sie setzen auf straffe Organisation und sind Teil einer europäischen „Reconquista“. Die sogenannte Neue Rechte ist nicht neu, aber viele ihrer Akteure sind es.  DLF

Sendung am 24.04.2018 HERD. HEIMAT. HASS. Über die Verlockungen rechten Denkens (4/4) Dichter, Denker, Fahnenschwenker Erkundungen auf den Nachttischen der neuen Rechten

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Toleranz, tolerant sein – das klingt edelmütig und erstrebenswert. Aber „tolerare“ bedeutet im Lateinischen „erdulden/ertragen“. Jemanden oder etwas zu tolerieren, heißt zunächst, dass ich ihn oder es ablehne. Tolerant sein kann ich nicht, wenn ich ohnehin schon begeistert bin. Auch nicht, wenn ich gleichgültig bin. Rainer Forst im Gespräch mit Katja Weber. DLF

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Montaigne, ja! Jetzt ist vielleicht die Zeit, ihn endlich mal zu lesen. Montaigne (1533–1592) hat uns viel zu bieten. In seinen berühmten Essais heißt es: „Wenn ich tanze, tanze ich, und wenn ich schlafe, schlafe ich.“ Umgewandelt könnte man sagen: Wenn ich Montaigne lese, dann lese ich Montaigne. ..

… Beispiel

„Ein quälender Gedanke bedrängt mich – und schon habe ich ihn ausgetauscht, denn das finde ich einfacher, als ihn zu bändigen: Kann ich ihn nicht durch einen gegenteiligen verdrängen, so zumindest durch einen andern. Jede Veränderung tut wohl und erleichtert, löst und zerstreut. Wenn ich aber den Gedanken nicht niederzukämpfen vermag, entwische ich ihm, und auf der Flucht schlage ich Haken und überliste ihn.“

http://www.alliteratus.com/pdf/lg_bio_montaigne.pdf

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