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Archive for the ‘Essay und Diskurs’ Category

(1/4) Was macht den Hass auf alle, die anders sind, so attraktiv? Die Feature-Reihe geht den Wurzeln rechten Denkens auf den Grund. – hier

(2/4) Renegaten, Konvertiten, Überläufer – Zur Wanderung von Intellektuellen aus dem linken ins rechte Lagerhier

(3/4) Sie bezeichnen sich selbst als Avantgarde. Sie setzen auf straffe Organisation und sind Teil einer europäischen „Reconquista“. Die sogenannte Neue Rechte ist nicht neu, aber viele ihrer Akteure sind es.  DLF

Sendung am 24.04.2018 HERD. HEIMAT. HASS. Über die Verlockungen rechten Denkens (4/4) Dichter, Denker, Fahnenschwenker Erkundungen auf den Nachttischen der neuen Rechten

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Toleranz, tolerant sein – das klingt edelmütig und erstrebenswert. Aber „tolerare“ bedeutet im Lateinischen „erdulden/ertragen“. Jemanden oder etwas zu tolerieren, heißt zunächst, dass ich ihn oder es ablehne. Tolerant sein kann ich nicht, wenn ich ohnehin schon begeistert bin. Auch nicht, wenn ich gleichgültig bin. Rainer Forst im Gespräch mit Katja Weber. DLF

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Montaigne, ja! Jetzt ist vielleicht die Zeit, ihn endlich mal zu lesen. Montaigne (1533–1592) hat uns viel zu bieten. In seinen berühmten Essais heißt es: „Wenn ich tanze, tanze ich, und wenn ich schlafe, schlafe ich.“ Umgewandelt könnte man sagen: Wenn ich Montaigne lese, dann lese ich Montaigne. ..

… Beispiel

„Ein quälender Gedanke bedrängt mich – und schon habe ich ihn ausgetauscht, denn das finde ich einfacher, als ihn zu bändigen: Kann ich ihn nicht durch einen gegenteiligen verdrängen, so zumindest durch einen andern. Jede Veränderung tut wohl und erleichtert, löst und zerstreut. Wenn ich aber den Gedanken nicht niederzukämpfen vermag, entwische ich ihm, und auf der Flucht schlage ich Haken und überliste ihn.“

http://www.alliteratus.com/pdf/lg_bio_montaigne.pdf

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Warum Menschen glauben, wollte Sigmund Freud wissen. Seine Antwort: Weil sie nicht erwachsen sind, sondern wie ein Kind Trost und Hilfe von einem Vater im Himmel erhoffen. Zum Judentum bekannte sich der Psychoanalytiker – zur jüdischen Religion nicht. – Von Klaus Englert

Der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud erzählte einmal mit süffisanter Ironie, wie ein ausgezeichneter Mann, der sich rühmte, sein Freund zu sein, ihn zur Religion habe bekehren wollen. Der Wiener Psychoanalytiker zeigte sich überrascht, denn er hatte ihm zuvor sein religionskritisches Pamphlet Die Zukunft der Illusion geschickt. In seinem Brief erzählte ihm der Bekannte, dass er in der Religion ein Gefühl von „Ewigkeit“, von etwas „Unbegrenztem“ verspürt. Er empfinde sogar ein „ozeanisches Gefühl“. Freud erwiderte darauf in seiner bekannt trockenen Art: Dieses „ozeanische Gefühl“ habe er selbst niemals an sich entdeckt.- DLF

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http://www.flamingcursor.com/

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Der französische Soziologe Pierre Bourdieu (1930 – 2002) ging davon aus, dass gesellschaftliche Unterschiede wesentlich feiner sind, als sie beispielsweise von der marxistischen Theorie beschrieben werden. Nicht nur die Herkunft, sondern auch der sogenannte Habitus bestimme den Rang einer Person. – Von Michael Reitz – DLF

Der traditionellen Aufteilung in Klassen stellt er ein hochdifferenziertes Modell entgegen, das geprägt ist von vier Kapitalarten: ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Vermögen. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem sogenannten Habitus zu. Bourdieu versteht darunter Gewohnheiten, Güter und Lebensstil, die jemanden als Angehörigen einer bestimmten sozialen Gruppe kennzeichnen.

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Serielles Erzählen prägt die Medienlandschaft. Eine Fernsehserie war bis in die 1980er-Jahre hinein das Angebot, in bestimmtem Rhythmus in eine Erzählwelt zurückzukehren, um neue Episoden in vertrauten Räumen und mit vertrauten Helden und Schurken zu genießen. – Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Mit Twin Peaks von David Lynch und Mark Frost änderten sich Erzählstruktur und Bildaufbau der Fernsehserie, zuerst langsam, dann immer heftiger und mit großem Erfolg, gerade bei jungen Zuschauern. Die Serien wandten sich sozial, politisch und kulturell „erwachsenen“ und kritischen Themen zu, bei denen es immer wieder auch zu Tabuverstößen und Provokationen kommt.- DLF

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