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Archive for the ‘Artikel’ Category

Das was heute die Börse von New York ist, war im 16. Jahrhundert die Börse von Antwerpen: der Puls des Welthandels. Niederländische Handelsschiffe beherrschten den Ostseehandel, wo die Hanse schnell an Bedeutung verlor.  Niederländische Schiffe importierten Gewürze für Mittel- und Nordeuropa, die Textilindustrie in Flandern war seit langem die am weitesten entwickelte, der Heringsfang hat wohl nirgends sonst so viele reiche Leute gemacht. Politisch waren die Niederlande durch Erbschaft Teil des spanischen Weltreichs und trugen zur Hälfte zum Steueraufkommen Spaniens bei, trotz der enormen Gold- und Silberimporte aus Amerika.
Während in Spanien jeder Reformator von der Inquisition unbarmherzig als Ketzer auf den Scheiterhaufen wanderte, war das in den Niederlanden nicht so einfach möglich…,..
http://jpmarat.de/deutsch/oraniend.html

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Die (un)heimliche Macht minoritärer Sturheit . – Von Filosofaxen

Der Finanzmathematiker und Publizist Nassim Taleb spricht in seinem Buch «Skin in the Game» (2018) von der «verborgenen Asymmetrie im alltäglichen Leben». Damit meint er etwas Banales, das in einer Schweizer Redensart sehr schön zum Ausdruck kommt: «Der Gschiider git nah, der Esel blibt stah» – «der Kluge gibt nach, der Esel bleibt stehen». Unter einem Esel will ich hier schlicht eine Person verstehen, die ihre Meinung unter keinen Umständen ändert; unter einem Klugen, wer seine Meinung je nach Umständen ändert. Es braucht oft nur eine kleine Anzahl Esel, um ziemlich grosse kollektive Effekte – auch unter Klugen – zu bewirken. 

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/09/esel-und-kluge-die-unheimliche-macht.html

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Moore sind dauernd vernässte Feuchtgebiete mit einer charakteristischen, niedrigen Vegetation. Sie bedecken 3 % der Landfläche der Erde. Besonders reich an Mooren sind Teile Russlands, Alaskas und Kanadas. In Deutschland kommen Moore vor allem im Nordwesten, Nordosten und im Alpenvorland vor – und selbstsprechend auch in Schleswig-Holstein. Von Willi Schewski

Venner Moor nahe Münster. Oder das, was davon übrig blieb …

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Eine Lange Nacht über Widerstand und Schwarze Selbstbefreiung 

Black Lives Matter – Widerstand gegen Unterdrückung und rassistische Willkür gibt es, seit der Europäer das Narrativ vom „Schwarzen“ erfunden hat. Die Formen des Widerstands sind dabei höchst unterschiedlich: Ende des 18. Jahrhunderts führen in Haiti geheime Voodoo-Zeremonien und Sklavenaufstände zum ersten vom Kolonialismus befreiten Staat; in Zimbabwe ruft ein spirituelles Medium durch die Stimmen der Ahnen zum Krieg gegen die Kolonialherren auf. Intellektuelle wie der senegalesische Dichter und Präsident Léopold Senghor prägen den kulturpolitischen Begriff der Négritude. Der brillante Denker Frantz Fanon aus Martinique wiederum dekonstruiert schon in den 50er-Jahren den Begriff „Rasse“. Auch hinter einer scheinbar unpolitischen Bewegung wie dem modebesessenen Sapeurs in der Kolonie Belgisch-Kongo steckt der Wunsch nach Selbstermächtigung. In den USA stellen Schwarze Jazzmusiker und Blues-Ikonen den Hörgewohnheiten der weißen Mittelschicht radikale Klänge entgegen, denn in den 60er-Jahren gilt: „Black is Beautiful“. James Baldwin dagegen verwehrt sich mit seinen Essays gegen jegliche Zuschreibungen und politischen Aktivismus mit der elementaren Einsicht: „I am not your negroe“.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-schwarzen-widerstand-von-voodoo-jazz-und-befreiungskampf-100.html

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andyamholst 

Jüngst traf ich in einer bekannten hessischen Flughafen- und Bankenstadt an
einem mittelmässigen Strom in einer mittelmässigen Fußgängerzone einen
mittelmässigen ehemaligen Schulnebenmirsitzer, der sogleich auch losplapperte.
Sein Leben war in den vergangenen 35 Jahren angefüllt mit überbordendem Erfolg
(Studium, Betrieb übernommen, Heirat, Haus, Investment, „in die Politik gegangen“, etc) …,..

Geschichte über Blödheit (1)

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Im September 1789, sechs Wochen nach den Dekreten vom August, mit denen der Feudalismus in Frankreich offiziell abgeschafft wurde, verurteilte der radikale Journalist Jean-Paul Marat sie als ein Maß an Selbstschutz:

https://de.alphahistory.com/Franz%C3%B6sische-Revolution/M%C3%A4rz-August-Dekrete-1789/

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Peter Bichsel meets Saul Kripke

«Warum heisst das Bett nicht Bild», fragte sich der alte Mann in Peter Bichsels Kurzgeschichte «Ein Tisch ist ein Tisch». Eine eminent philosophische Frage. Sie bewog den alten Mann zu einer radikalen Umdeutung der Wörter. «‚Jetzt ändert es sich’, rief er, und er sagte von nun an zu dem Bett ‚Bild’. ‚Ich bin müde, ich will ins Bild’, sagte er, und morgens blieb er oft lange im Bild liegen und überlegte, wie er nun zu dem Stuhl sagen wolle, und er nannte den Stuhl ‚Wecker’. Hie und da träumte er schon in der neuen Sprache, und dann übersetzte er die Lieder aus seiner Schulzeit in seine Sprache, und er sang sie leise vor sich hin.»

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/09/der-alte-mann-und-der-tisch-peter.html

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Das mythologische Ei, aus dem die Geschichte Amerikas schlüpfte.
Klaus Theweleits dickleibige heterogene Kulturgeschichte – Von Wolfgang Bock

…. , … Darin gleicht Theweleit Slavoj Zizek, dass er sich durch alle Programme zappt und alle Songs, Filme, Bücher und Comics, die er zum Thema finden kann, aufzählt, zitiert und auch selbst wie ein Pop-Autor schreibt: Rolf Dieter Brinkmann und Arno Schmidt lassen grüßen. Die von Walt Disney schmalzig verfilmte Indianer-Geschichte von der Eingeborenen Häuptlingstochter Pocahontas und dem Engländer John Smith, den sie rettet, in den sie sich verliebt und dem sie nach London folgt, wo sie stirbt, inspirierte auch William Shakespeare zu seinem letzten Stück Der Sturm, das auf einer Nebelinsel spielt, die von Hexen bewohnt ist.

https://www.glanzundelend.de/Red20/s-u-20/klaus-theweleit-pocahantas-komplex.htm

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Ein immer noch ganz wundersames Buch, das wahrscheinlich von den meisten Lesern literarisch unterschätzt wird, weil es sich so angenehm und amüsant liest. Tatsächlich steckt es voller literarischer Bezüge und Parodien: Nicht nur ist es eine subtile Satire auf die europäische Adelsgesellschaft, sondern Steinbeck parallelisiert seinen Gruppe von Tagedieben ganz bewußt mit Artus und seiner Tafelrunde, die im Gegenzug als edle Räuberbande erscheinen…,..

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