Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 8. April 2022

Read Full Post »

Deutschlandradio Kultur – Von Winfried Roth

Zwischen 1918 und 1953 wurden in der Sowjetunion mehrere Millionen Menschen erschossen oder starben bei Zwangsarbeit, noch weitaus mehr fielen Hungersnöten zum Opfer, für die das Regime verantwortlich war. Schon seit der Oktoberrevolution von 1917 zog sich ein krasser Widerspruch zwischen dem Anspruch „sozialer Befreiung“ und dem Ausbau unkontrollierter Macht durch die Geschichte der Sowjetunion. Für die Partei Lenins, Trotzkis und Stalins war Gewalt eine selbstverständliche Form von Politik. Sie richtete sich gegen Vertreter des gestürzten Zarenregimes, in erster Linie aber gegen „Feinde aus den eigenen Reihen“. Sie traf die Dorfbevölkerung, die anfangs großenteils die Kommunisten unterstützte, ebenso wie die Parteielite. Aber die vermuteten „ungeheuerlichen Verschwörungen“ gab es nicht. Seit Mitte der 1930er-Jahre beeinflussten geradezu wahnhafte Vorstellungen die Politik.

Read Full Post »

Read Full Post »

Read Full Post »

Schon als Kind mochte er keine Clowns, den lustigen nicht und den traurigen schon gar nicht. Später entdeckte er für sich den zerlumpten, mürrisch versoffenen Clown; den mochte er, dem konnte er was abgewinnen.

http://notizeneinesnotizenmachers.blogspot.com/2022/04/blog-post.html

Read Full Post »

Schmerz

Schmerz bei Bruno M. Schleeger: Alles Bewusstsein kann nur im Hier und Jetzt sein: Die Verletzung, die Wunde mag alt sein, und es ist eine simple Tatsache, dass es zu spät ist zu verändern, was geschehen ist. Es ist jedoch nicht zu spät, dem Schmerz dieser alten Wunde Raum zu geben. Dieser Schmerz ist real; er ist hier und jetzt.

Genau diese Spannung macht das unerledigte Geschäft, die nicht geschlossene Gestalt aus: Weil „damals“ kein Raum für den Schmerz (die Wut, die Trauer …) war, musste dieses Gefühl von dem damaligen Ereignis abgespalten und konserviert werden; es dauert bis „heute“ an.

Read Full Post »

„Man soll sich nicht aus politischen Gründen erschießen, und vor allen Dingen nicht zu früh“, empfiehlt der Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit. Aus Anlass seines 80. Geburtstags am 7. Februar 2022 wiederholt die artmix.galerie ein Gespräch zum Thema Utopie aus dem Jahr 2004. //

Gespräch mit Julian Doepp / Moderation Ralf Homann / BR 2004/2020 // Aktuelle Kultur-Empfehlungen per Mail: http://www.hörspielpool.de/newsletter

Read Full Post »

Karl Ove Knausgård: „Der Morgenstern“

Die Welt ist aus den Fugen geraten

Nichts ist einfach im neuen Roman von Karl Ove Knausgård. Es gibt neun Icherzähler, Tote sind nicht wirklich tot, und ob es um Gott oder den Teufel geht, bleibt unklar. Besuch bei einem Autor, der trotz Welterfolgen an sich selber zweifelt.

Ein Morgen im Südosten Londons. Karl Ove Knausgård spaziert auf dem Bürgersteig und blickt nach oben: „Wenn der Himmel klar wäre, könnten wir den Morgenstern sicher sehen“, sagt er. Aber der Himmel über Hither Green, dem Viertel, in dem der norwegische Autor mit seiner Patchwork-Familie lebt, ist leider komplett bewölkt. Der reale Morgenstern ist allerdings wohl nicht identisch mit der mysteriösen Himmelserscheinung in Knausgårds neuem Roman „Der Morgenstern“.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/karl-ove-knausgard-der-morgenstern-100.html

Read Full Post »