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Archive for 29. Juni 2021

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Mit Johann Kneihs. Trompeter und Träumer, Sammler und Komponist: Jon Hassell (1937-2021)

Ö1 ab 17.30 Uhr: https://oe1.orf.at/player/live

In seiner Musik ging es mehr um das Aufbrechen als um das Ankommen. Das Erforschen neuer und anderer Klangmöglichkeiten steht im Mittelpunkt des Werks von Jon Hassell.

Jon Hassell, geboren 1937 in Memphis, Tennessee – am selben Ort wie der Blues, wie er stolz anmerkte – hatte bei Karlheinz Stockhausen zeitgenössische Musik studiert; in die USA zurückgekehrt, hatte er unter anderem an der Aufnahme von Terry Rileys bahnbrechender Komposition „In C“ mitgewirkt, das der Minimal Music den Weg bereitet hat.

Zunehmend erkundete Hassell seit den 1960er Jahren aber außereuropäische Musik, erlernte klassische indische Komposition bei dem Sänger und Lehrer Pandit Pran Nath. Statt der erste Raga-Trompeter zu werden, entschied er sich aber für einen eigenen Stil der Metabolisierung.

„Vierte Welt“, Fourth World, nannte er seine Kombination und Synthese aus traditioneller nichtwestlicher Musik, elektronischer Klangbearbeitung und Collage, dokumentiert auf anderthalb Dutzend Alben, beginnend 1977 mit dem Debütalbum „Vernal Equinox“. 1980 erschien die LP Fourth World, Vol. 1: Possible Musics, …

In den Jahrzehnten seither hat Jon Hassell sein musikalisches Konzept weiterentwickelt, zuletzt mit zwei Alben in Anlehnung an visuelle Kunst: „Listening to Pictures“ (2018) und „Seeing Through Sound“ (2020). Wie seine frühen Arbeiten sind es Einladungen in traumhafte, vielschichtige Landschaften, für deren Wahrnehmung Hassell den Ausdruck „vertikales Hören“ geprägt hat. Sein Tod im Alter von 84 Jahren reißt ihn aus unvollendeten Vorhaben für ein Buch und weitere Musik, teilt seine Familie mit: „Er liebte das Leben und diese Welt zu verlassen, war für ihn ein Kampf, weil er noch vieles mitteilen wollte, an Musik, Philosophie und mit seinem Schreiben.“

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Ö1 – Dienstag, 29. Juni 2021 um 16:05 Uhr – Essay von Janko Hanushevsky

Erst am Ende seines Lebens erhält Ludwig Hohl (1904-1980) literarische Anerkennung. Der Suhrkamp-Verlag bringt eine Neuauflage seines Werks heraus, u.a. sein knapp 1000-seitiges Magnum Opus ‚Die Notizen‘: ein Konvolut mit einander korrespondierender Fragmente. Eine breite Wahrnehmung bleibt dem Werk des Schweizer Dichter-Philosophen aber bis heute verwehrt.
Dabei ist sein Denken in Fragmenten, entlang der Zwischenräume und Ränder des Bewusstseins, entwickelt in den Zwanziger- und Dreißigerjahren während einer Phase nomadischer Heimatlosigkeit, von erstaunlicher Modernität. Seine ganz eigene Denk- und Schreibform entspringt der Ruhelosigkeit, dieser Zerrissenheit. Als er aus finanzieller Not 1937 in die Schweiz zurückkehrt, trägt er im Gepäck sein fast vollendetes Werk: tausend Seiten ‚Notizen‘.
Zurück in der Schweiz hat Hohl sich selbst nach und nach zu einem Mythos stilisiert. Ein Vierteljahrhundert hat er in Genf in einem Kellerloch gelebt, zwischen Wäscheleinen, die kreuz und quer durch den Raum liefen, vollgehängt mit seinem literarisch-philosophischen Zettelwerk. Er hat sein armseliges Dasein zelebriert, inszeniert und das Seinige zur Legendenbildung um den wunderlichen Solitär beigetragen. – https://oe1.orf.at/player/live

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Jakob – Dominion

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Vogel der Woche. Von Rudi Guricht: Tingmiatornis arctica – Der, der fliegt

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In der nordischen Mythologie trägt der Göttervater Odin zwei Raben auf seinen Schultern. Hughin, der Gedanke, und Munin, die Erinnerung. Sie fliegen zu den Menschen und berichten dem Gott, was die Erdbewohner umtreibt. Was würden sie ihm heute sagen? Von Ulrike Klausmann

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Spannen bedeutet soviel wie „etwas straff anziehen oder dehnen“. Was spannt, wird als zu eng oder zu straff erlebt. Wenn etwas unser Interesse erregt, dann ist dies spannend. Wir sind gespannt, gefesselt oder gebannt. Wir kennen Begriffe wie einspannen oder ausspannen. „Vor wessen Karren lassen wir uns spannen?“

Um ausspannen zu können, lösen wir uns bewusst aus der alltäglichen Umgebung, der Arbeits- oder Lebensbelastung. Wer abgespannt ist, der ist erschlafft und müde. Angespannt zu sein verweist auf eine anstrengende, schwierige, eine erhöhte Aufmerksamkeit fordernde Situation. Mit überspannt beschreiben wir übertriebene, oft wirklichkeitsfremde Verhaltensweisen. Für Spannung wird häufig auch der Begriff Tonus und Tonisierung verwendet.

Lateinisch Tonus bedeutet Ton, Klang, Akzent, Farbton und Spannung. Das griechische to-nos stand für Begriffe wie Seil, Saite, Sehne, Spannung der Stimme, Spannung. Spannung und Entspannung

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