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Archive for 20. Juni 2021

Jun Tsuji war Dadaist, Nihilist, Feminist und noch so einiges andere. Sein Leben war karg, sein Denken wurde u.a. von Tolstoi, Wilde, Voltaire und vom deutschen Philosophen Max Stirner beeinflusst. Nach dem epikureischen Ideal der „Unerschütterlichkeit“  oder Sorglosigkeit (Ataraxie) lebte er als Vagabund auf Wanderschaft und schrieb darüber. In seinem Stück „Tod eines Epikureers“ muss der Protagonist sich der fließenden Natur der Dinge (Panta Rhei) stellen, die der Autor in Beziehung zu Stirners „kreativem Nichts“ setzt – da die Substanzlosigkeit der Dinge das Potential für Kreativität und Wandel enthalte. Tsuji verfiel zunehmend dem Alkohol, – Fortan gab Tsuji das Schreiben auf und zog als Shakuhachi spielender Komusô-Mönch (das sind die aus der Fuke-Schule des Zen mit den „Körben“ überm Kopf) durch die Gegend. Tsuji nannte sich selbst einen Unmensch. Am Ende verhungerte er. Sein Grab findet sich in Tokios Saifuku-Tempel.

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Ich bin mir genug

Bin zwar Nichts
Unbedeutend im Sein
Aber ich bin
Ich
Bin mir genug
im Sein

© Otto Lenk

 

via: https://firstlightinthemorning.tumblr.com/post/648729202848317440/das-wunderbare

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Bayern 2 – Sonntag, 20. Juni 2021 um 15:05 Uhr. Regie: Max Ophüls

Eine Feuersbrunst ist auf dem Jahrmarkt nahe einer fürstlichen Residenz ausgebrochen. Die Gesellschaft bei Hof fällt in Panik, weil Raubtiere freigekommen sind. Die Schausteller sind fremdartige Leute, die an ihren Tieren mit naturhafter Zärtlichkeit hängen, sie bangen um ihren kostbaren Besitz. Ein Tiger wird niedergeschossen, als er die Fürstin scheinbar in Gefahr bringt. Daß das Tier harmlos gewesen sein muß, erfährt die staunende Hofgesellschaft angesichts eines Löwen, den das Kind der Schausteller – unwissend und arglos – in natürlicher Zuwendung besänftigt. „Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen wird, war die Aufgabe“, schrieb Goethe 1827 nach Vollendung seiner „Novelle„.
Während der Emigration in Amerika las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, dessen symbolträchtige Handlung um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. Was Ophüls damals wie ein magisches Gegenbild zu Krieg und Verfolgung im heimischen Europa erschien, hat ihn nicht mehr losgelassen. 1953 versuchte er, die Intensität seiner Lektüre- Erfahrung noch einmal mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert – mit Musik, mit Geräuschen, mit Stimmen. Seine Baden-Badener Produktion wurde zum Prototyp des epischen Hörspiels, der Schule gemacht hat.

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Da das zen-buddhistische Nichts in mancher Hinsicht der Leere oder dem leeren unendlichen Raum sehr ähnlich ist, wird es oft durch einen Vergleich mit den Eigenschaften der Leere erklärt. Im Grunde kann es aber der Leere nicht gleichgesetzt werden, weil dabei ein wesentliches Merkmal unberücksichtigt bleibt, nämlich die Herz-Natur des Nichts.

(Seite 39 in „die fülle des nichts“ von Hoseki Shinichi Hisamatsu. Verlag Günther Neske.)

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