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Archive for 30. Januar 2021

Die eigenen Träume steuern? Angeblich funktioniert das. Klarträumen kann man lernen. Die Eingeweihten nennen sich Oneironauten, Traumreisende. Sie inszenieren nächtliche Erlebnisse, die in der Realität eher schwer umzusetzen sind. Fliegen. Donald Trump sein. Sex mit Marilyn Monroe. – DLF Kultur

Seit Christopher Nolans surrealem Klartraum-Filmepos „Inception“ ist die uralte Kulturtechnik des luziden Träumens in Mode. Die ewige Faszination des Menschen für alternative Realitäten findet zu ihren Wurzeln zurück: dem Traum. Billiger und besser als die Virtual-Reality-Brille.

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Und selbst der letzte aller Mythen, der Mythos von der Berufung des Künstlers, wird von den Zeitläuften zerstört, von der gesellschaftlichen Dekadenz. In unserer Epoche erleben wir, dass sich die Künste tiefer und tiefer in eine obskure und sterile Sackgasse hineinmanövrieren. Die Wissenschaft hilft den Künsten kaum, abgesehen davon, dass sie Radio und Kino beigesteuert hat. Erfindungen, die seinen Horizont enorm erweitern, ihn aber mehr als je zuvor der Politik des Staates und den Forderungen der Ungebildeten ausliefert, Disney ist der zehntrangige Shakespeare unserer Tage,

Palinurus, Seite 8o/81. Von Cyril Conolly

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Niederländer und Deutsche, Käsköpp und Moffen, Nachbarn und Rivalen, Urlaubsziel und Handelspartner, vertraut und doch so anders. Wir glauben uns zu kennen, doch die Nähe täuscht.

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Verdächtige Grübler, die Seligkeiten der Dummheit und daß die Leute besser lesen lernten

Wieland zählt zu den paar Schreibern, von denen gleich zwei Gesamtausgaben unkündbar bei mir wohnen: die von 1853 ff., die auch Arno Schmidt benutzt hat, und die Hamburger von 1984, seit Jahren die 14 Bände plus Johann Gottfried Gruber: C. M. Wielands Leben für etwas um die 20 Euro — bei mir waren es 15 Euro versandkostenfrei —, die man lesen kann. In beiden fehlt der Aufsatz darüber, Wie man lies’t, weil das Korpus aus dem Teutschen Merkur selbst die Ausgabe von 36 in 18 Bänden von 1853 gesprengt hätte. Ich gebe den Aufsatz ungekürzt leserlich wieder und noch zwei themenverwandte Preziosen dazu: weheklag.wordpress.com

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Was ist alles, was wir tun, andres, als eine nervöse Angst, nichts zu sein: von den Vergnügungen angefangen, die keine sind, sondern nur noch ein Lärm, ein anfeuerndes Geschnatter, um die Zeit totzuschlagen, weil eine dunkle Gewißheit mahnt, daß endlich sie uns totschlagen wird, bis zu den sich übersteigenden Erfindungen, den sinnlosen Geldbergen, die den Geist töten, ob man von ihnen erdrückt oder getragen wird, den angstvoll ungeduldigen Moden des Geistes, den Kleidern, die sich fortwährend verändern, dem Mord, Totschlag, Krieg, in denen sich ein tiefes Mißtrauen gegen das Bestehende und Geschaffene entlädt.

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