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Archive for 7. Dezember 2020

Die Szene ist im Parterre, die Lichter sind schon angezündet, die Musiker sind im Orchester versammelt. – Das Schauspiel ist voll, man schwatzt durcheinander, mehr Zuschauer kommen, einige drängen, andre beklagen sich. Die Musiker stimmen.

Schlosser: Wenn ich meine rechte Meinung sagen soll, so halte ich das Ganze für einen Pfiff, Gesinnungen, Winke unter die Leute zu bringen. Ihr werdet sehen, ob ich nicht recht habe. Ein Revolutionsstück, soviel ich begreife, mit abscheulichen Fürsten und Ministern, und dann ein höchst mystischer Mann, der sich mit einer geheimen Gesellschaft tief, tief unten in einem Keller versammelt, wo er als Präsident etwa verlarvt geht, damit ihn der gemeine Haufe für einen Kater hält. Nun da kriegen wir auf jeden Fall tiefsinnige und religiöse Philosophie und Freimaurerei. Endlich fällt er als das Opfer der guten Sache. O du Edler! Freilich mußt du gestiefelt sein, um allen den Schurken die vielen Tritte in den gefühllosen Hintern geben zu können!

Fischer: Sie haben gewiß die richtige Einsicht, denn sonst würde ja der Geschmack abscheulich vor den Kopf gestoßen. Ich muß wenigstens gestehn, daß ich nie an Hexen oder Gespenster habe glauben können, viel weniger an den gestiefelten Kater.

https://www.projekt-gutenberg.org/tieck/kater/kater.html

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Hinter dem Zaun

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Kriminalhörspielvom 07.12.2020, 22:03 Uhr

Auf dem total überschuldeten Bauernhof der Familie Holzner ist ein Bankbeamter ermordet worden. Doch Kommissar Kreuzeder vom Morddezernat Passau fehlt es an Eifer bei dieser Ermittlung. Es gibt einfach zu viele Morde auf dieser Welt. Der dicke Kommissar lässt sich durch so einen Fall nicht in der Mittagspause stören. Schweinsbraten, fünf Weißbier und sechs Obstler hat er bestellt. Eine Leiche, die mit dem Mähdrescher zu Gulasch gemacht wurde, ist da keine besonders appetitliche Aussicht. „Haben Sie generelle Zweifel am Schuldprinzip?“, fragt ihn die Psychologin. Fest steht: Wer sich wie Kreuzeder seit 20 Jahren mit Täterlogik befassen muss, ahnt, dass es mehr Motive zwischen Himmel und Erde gibt, als der Aufklärungsquote in Niederbayern dienlich ist. – DLF Kultur

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Jutta Assel und Georg Jäger: Rätselhafte Weihnacht: Weihnachtsrätsel
Die Weihnachtsseite für 2020 bringt als Einstieg die „lustige Geschichte“ vom Pelzmärtel in 4 Bildern. Sie hat ihren Schwerpunkt jedoch in Rätseln, die bei literarischen Geselligkeiten des 19. Jahrhunderts beliebt waren. Auch von Goethe bringen wir einige Beispiele. Ferner orientieren wir über die verschiedenen Arten des Rätsels und die damalige Rätselbegeisterung, konzentrieren uns aber auf die Rätsel für Kinder, die Friedrich Güll (1812-1879), der seinerzeit beliebteste Autor von Kinderliedern, gedichtet und gesammelt hat. Zwei Texte enthalten je 33 Rätsel, so das „Nußsäcklein“, das 33 Nüsse (Rätsel) zu knacken gibt: „Beißt nur, daß die Schale kracht, / Doch nehmt auch den Kern in acht!“ Gülls gesammelte „Neckrätsel“ beschließen den Beitrag. Das bis heute zitierte und gesungene Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ von Hoffmann von Fallersleben geben wir in der Vertonung als Volkslied wieder. Die Rätsel werden ergänzt durch merkwürdige und rätselhafte Texte, so „Das Männlein in der Gans“, ein „Weihnachts-Spaß“ von Friedrich Rückert. Dies Gedicht wie auch von Güll „Wenn das Kind nicht schlafen will“ aus über 100 Zweizeilern nach dem Muster „Ein Schwanz ist kein Zopf, / Ein Zopf ist kein Schwanz“ weisen mit ihren Sprachspielen voraus auf die Avantgarde.
Seit 2006 bringt das Goethezeitportal jedes Jahr eine eigene Seite zu Weihnachten. Bilder und Texte bilden einen reichhaltigen Fundus an Weihnachtsmotiven. Stöbern Sie darin mit Hilfe der Links am Ende der Weihnachtsseiten.- goethezeitportal.de

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Palinurus: Die Natur wird aus unserer Zivilisation verbannt, die Jahreszeiten verlieren ihren Rhythmus, die Früchte der Erde ihren Geschmack, die Tiere, Miterben unseres Planeten, werden mutwillig ausgerottet, der Gott in uns wird geleugnet wie der Gott über uns. Weisheit und innere Harmonie werden Schätze, die man verstecken muss, und das Glück ist eine vergessene Kunst. – Das Ruhelose Grab, 161/162

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Nick Drake – Rider on the wheel

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