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Archive for 21. August 2020

Deutschlandradio Kultur – Samstag, 22. Aug 2020 um 00:05 Uhr – (Wdh. v. 26./27.09.2003)

Eine mystische, in Nebel gehüllte Masse. Ein weites Firmament.. Eine Zahl, ein Zeichen oder doch das universale Seinsprinzip? Während an Werktagen der Lohn den Wert des Menschen fixiert, kann man in der freien Zeit seinen unendlichen Wert spüren. Das Gefühl wird geweckt durch die unendliche Natur, das Meer, den Himmel, durch unsere Beziehungen: Liebe, Freundschaft- unendlich wertvoller als dreißig nützliche Silberlinge. Der Mensch kann als einziges Wesen diese stürmischen, aber oft flüchtigen Wahrnehmungen des Unendlichen gedanklich in eine Gewissheit transponieren. Einstein verzichtete gern auf Alkohol, weil es ihn beim Denken störte. Seine Hauptgedanken eröffneten eine neue Sicht auf das Unendliche. Wie ein Schwingen des Pfeils im Blauen kam es dem Schriftsteller und Spanienkämpfer Arthur Koestler vor, als er 1937 im Kerker saß und den Euklidschen Beweis für die Unendlichkeit der Primzahlen an der Zellenmauer nachvollzog.

Die Natur zeigt Unendlichkeit am klarsten in ihren drei endlichen Aspekten: Raum, Zeit und Materie. In Natur, Geist und Seele finden sich Anzeichen des Reichs der Unendlichkeit, an dem der Mensch teilhat – auch in dieser Langen Nacht.

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Heimbach (3)

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Kurze Tagesnotiz: Könnte man bitte alle Schreiberlinge und -linginnen, die die Phrase „Schlingensief fehlt“ faseln, umgehend töten (frei nach seiner Documenta-Performance) oder aber diese zumindest mit einem 10jährigen Schreibverbot in sämtlichen Medien wie auch im Internet belegen? PS: ich halte Schlingensief für ästhetisch überschätzt, was die Aktionskunst betrifft – wenngleich auch nicht für uninteressant, wenngleich […] Christoph Schlingensief — AISTHESIS

10 VOR 11 VOM 17.05.1993 „ICH RIECHE MENSCHENFLEISCH“
 
Christoph Schlingensief hat mit seinem Film „Das deutsche Kettensägenmassaker“ fast als einziger deutscher Filmemacher mit dem nötigen Biss auf die Wiedervereinigung reagiert. Einer der Hauptdarsteller des Films, Alfred Edel, und Schlingensief selber führen in das bemerkenswerte Werk ein: „Ich rieche Menschenfleisch“. dctp.tv

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WDR 3 – Freitag, 21. August 2020 um 19:04 Uhr, Teil 1/2

Skandal in Venedigs Opernhaus „La Fenice“: In der Pause vor dem letzten Akt der „Traviata“ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es unverkennbar nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Dessen Ermittlungen bringen Dinge an den Tag, wonach einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen. Der Commissario entdeckt nach und nach einen wahren Teufelskreis aus Ressentiments, Verworfenheit und Rache.

Hörspiel – Teil 2 | 22. August 2020, 19.04 – 20.00 Uhr | WDR 3

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Glühwürmchen-Hochsaison im Juni und Juli Grün leuchtende Punkte in der Luft oder im Gras gesehen? Kann im Juni und Juli durchaus vorkommen: Um den 24. Juni herum ist Glühwürmchen-Paarungszeit und damit Glimmer-Hochsaison! Weil am 24. Juni Johannistag ist, werden Glühwürmchen auch „Johanniswürmchen“ genannt. „Wurm“ ist aber eigentlich verkehrt: Glühwürmchen sind Leuchtkäfer (Lampyridae). Das „Würmchen“ hat sich eingebürgert, weil die Weibchen und Larven tatsächlich ein wenig kleinen Würmern, mehr allerdings noch kleinen Asseln, ähneln. BR.de Wissen

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Die Frage, ob Tiere und Pflanzen nur für den Menschen da sind oder eigenständige fühlende Wesen, die sogar eine Seele haben, beschäftigt die Menschheit seit jeher. Wie groß, empfindungsfähig oder intelligent muss ein Lebewesen sein, um unseren Respekt zu verdienen? Von Millay Hyatt

Die europäische Moderne hat den Kreis der Lebewesen, denen Achtung gebührt, im Prinzip auf Menschen reduziert. Hochentwickelte Intelligenz sei die Voraussetzung für Einfühlungsvermögen und Rücksicht. In den letzten Jahrzehnten belegt aber gerade die aus dieser Moderne entstandene Naturwissenschaft immer häufiger, dass alle möglichen nichtmenschlichen Lebewesen – Tiere, Pflanzen – empfindungsfähige, intelligente Geschöpfe mit komplexen Innenleben sind.

Schließt sich hier der Kreis zum Animismus, der alle Wesen als beseelt versteht? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für unsere Haltung gegenüber anderen Lebensformen? – DLF

#puzzleblume: Nicht erst die Moderne, sondern bereits die Überlieferung der biblischen Schöpfungsgeschichte, wie sie immer noch weitergereicht wird, hat mit ihrer als Geschehnis geltenden Erzählung und wörtlichen Auslegung dem Selbstverständnis des Menschen in seiner Lebenswelt einen Schaden angerichtet, der weiter wirkt, als die heutigen Umstände es im Interesse allen Lebens erlauben.

Die Moderne, ihre fortschreitenden Erfindungen in Verbindung mit der zahlenmässige Übermacht und beinahe allgegenwärtigkeit in der Welt beschleunigen lediglich den Prozess des irregeleitenden Primats des Menschen.

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