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Archive for 26. August 2018

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Mulla Nasrudin wurde auf seiner pflichtgemäßen Reise nach Mekka von seinem Freund Wali begleitet. Sie übernachteten in eine Karawanserei. Nasrudin legte sich allerdings nur ungern schlafen, denn er war besorgt, er könne im Dunkel der Nacht verloren gehen. Doch als kinderlieber Mensch hatte er immer ein paar Luftballons in der Tasche. Er blies einen auf und band ihn mit einem Schnürsenkel an einen seiner großen Zehen. Er schlief beruhigt ein, denn er würde sich am nächsten Morgen an diesem Attachment wieder erkennen. Wali, nie um einen Scherz verlegen, wartete, bis der Mulla schnarchte, band ihm den Ballon vom Fuß und sich selbst an den seinen und legte sich voller Vorfreude schlafen. Sobald der Tag anbrach, rüttelte ihn Nasrudin, der sich ohne Luftballon nicht wiedererkannte, und sagte in Panik: „Heh Du, Freund, wenn Du ich bist, wer bin dann ich?

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Kjenndalsbreen

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Über die Jahre 1967 und 1968 kommen die Kommentatoren nicht hinweg. Dies umso weniger, wenn sich dieses „magische Datum“ zum 50. Mal jährt und dazu einlädt, die Maschinerien medialen Recyclings erneut anzuwerfen. Dann werden die überlebenden Zeitzeugen von einst wieder vor die Mikrofone und Kameras gezerrt, um die Rätsel des Exzesses von einst endlich zu lösen. Einige Ex-Kommunarden und Archivare leben im übrigen nicht schlecht davon. Denn dieses verdammte Jahr will einfach nicht enden. Immer neu wird über die „Verdienste“ und das „Versagen“ der „’68er“ gerichtet, werden ihre maßlosen Übertreibungen oder „blinden Flecken“ diagnostiziert, um die Akten endlich schließen zu können. Doch wer schwingt sich da eigentlich zum Richter auf? Und worüber wird gestritten? Das „Versagen“ der einstigen Rebellen schließlich bedarf keines Disputs. Eine Revolution blieb leider aus. Und was vom Aufstand blieb, konnte reibungslos in die Moden und Marotten des Betriebs überführt werden. Doch wenn sich dieses „1968“ zu einem Bild nicht runden will, dann deshalb, weil es Indiz eines Übergangs, eines Abschieds, eines Zerfalls, einer Auflösung, einer „Dekonstruktion“ war, die seither nicht zum Abschluss kam. Im Gegenteil: in mancher Hinsicht zeichnete sich hier der Gang der Dinge bis heute vor. Und deshalb dauert an, was sich damals ankündigte, weist sogar ins Künftige und macht jeden Versuch einer „abschließenden Einordnung“ zur lächerlichen Veranstaltung hilfloser Archivare. Zur Sendung…

David Wallraf: Das hässliche Ende von ’68

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In den schon zahlreich von den Bäumen abgeworfenen bzw. ihnen verlustig (nicht lustig!) gegangenen Blättern glaubte ich das Passfoto einer Person zu sehen. Aber es war nur ein Blatt, das bereits jetzt im Hochsommer fallen musste, bevor alles Grüne vom Baum entnommen worden war. Als ich das Blatt aufhob, war der Effekt dann doch nicht […]

über Nur ein Blatt unter Blättern — Die Welt physikalisch gesehen

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