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Archive for 18. August 2018

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»Mein Sohn lernt einsiedeln«, sagte Herr von Kügelgen zu mir, »weil er menschenscheu ist und die Welt verachtet. Er lebt jetzt auf ›Solitaire‹. Sie sollten sich das ansehen.«

Wirklich: ich sollte mir das ansehen. Und ich setzte mich in Herrn von Kügelgens Landauer, die Dorfhunde kläfften, und wir fuhren über Berg und Tal – zum ›Solitaire‹.

Es öffneten sich die großen Parktore; von selbst öffneten sie sich, als der Kutscher nur ungeduldig davor mit der Zunge schnalzte, und über den steinigen Sand knirschte die Karosse. Wir fuhren ein. Ernst und still standen die Bäume da, aber kein Mensch war zu sehen. Noch ein Weilchen – und da war das Gebäude. Ich stieg aus.

Ein riesiger, würdevoller Portier begrüßte mich mit strafendem Blick; er hatte einen langen Stock mit rötlich goldenem Knopf und ebensolche Nase: ein Trinkgelderpatriarch von hieratisch königlichem Gestus. Er geleitete mich in die innern Räume, mit fürstlicher Herablassung half er mir aus meinem Überzieher, noch immer sprach er nicht …,… textlog.de/tucholsky

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Diese Geschichte hat begonnen an einem jener Mittsommertage, da man beim Barfußgehen im Gras zumersten Mal im Jahr von einer Biene gestochen wird.

Zumindest mir ist das seit jeher zugestoßen. Und inzwischen weiß ich, daß diese Tage des ersten und oft einzigen jährlichen Bienenstichs in der Regel zusammenfallen mit dem Sichauftun der weißen Kleeblüten, der erdbodennahen, worin sich die Bienen halbversteckt tummeln.

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Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek: mediathek.at

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Aidan Baker @ Quelque part Records

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Laktanz (ca. 250 – 320 n. Chr.)

Was sind die „Vorteile des Vaterlandes“ anderes als die Nachteile eines zweiten Staates oder Volkes, das heißt das Gebiet auszudehnen, indem man es anderen gewaltsam entreißt, das Reich zu mehren, die Staatseinkünfte zu vergrößern? Alles dieses […] ist die Vernichtung von Tugenden. Vor allem nämlich wird die Verbundenheit der menschlichen Gesellschaft beseitigt, es wird beseitigt die Redlichkeit, die Achtung vor fremdem Gut, schließlich die Gerechtigkeit selbst […] Denn wie könnte gerecht sein, wer schadet, wer hasst, wer raubt, wer tötet? Das alles aber tun die, welche ihrem Vaterlande zu nützen streben. […] Überall, wo die Waffen sich Geltung verschafft haben, ist die Gerechtigkeit ausgelöscht und verbannt.

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