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Archive for 29. Januar 2018

5.520-Seiten umfasst der Kultroman „Das Büro“ von J.J. Voskuil aus den Niederlanden. Wolfgang Schiffer, ehemaliger Hörspielchef des WDR, ist die Stimme des Autors und startet eine Mammutlesung im Kölner Kultursalon. Bei der Premiere war ich dabei. Wir können uns auf die nächsten 32 Jahre freuen. Immer am letzten Wochenende des Monats.

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„Die Geister, die ich rief“

Echokammern des Schreckens

Tom Hansmanns Systemische Schleifen

„Und sie laufen! Nass und nässer wird’s im Saal und auf den Stufen, welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! Ach, da kommt der Meister. Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los!“

Wer kennt sie nicht, Goethes Geschichte vom Zauberlehrling, der den Besen verhext und ausschickt, um Wasser vom Fluss zu holen. Doch er vergisst das Zauberwort, um den Besen wieder zu stoppen – und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Als solch ein Zauberlehrling stellt sich aktuell beispielsweise „Facebook“, eines der weltweit einflussreichsten Unternehmen der Gegenwart, dar. Dessen große Popularität basiert auf dem Netzwerkeffekt: Der Vorteil für jede Nutzerin und jeden Nutzer, Teil eines Netzwerks zu sein, wächst mit der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzern desselben. Gleiches gilt für den Nachteil, wenn man nicht dabei ist. Und je öfter man Facebook nutzt, desto zuverlässiger erfolgt ebendort das „Bespieltwerden“ mit Nachrichten…

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Die meisten Menschen stehen auf dem Standpunkt, dass niemand, der nicht selber schon gestorben ist, authentisch über den Tod sprechen kann und dass es, da noch niemand von den Toten zurückgekehrt ist, unmöglich sei, über den Tod oder den Zustand nach dem Tode etwas auszusagen.

Die Weisen Tibets antworten: Es gibt keinen einzigen Menschen, der nicht von den Toten zurückgekehrt ist. (1)

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„Was ist alles, was wir tun, andres, als eine nervöse Angst, nichts zu sein: von den Vergnügungen angefangen, die keine sind, sondern nur noch ein Lärm, ein anfeuerndes Geschnatter, um die Zeit totzuschlagen, weil eine dunkle Gewißheit mahnt, daß endlich sie uns totschlagen wird, bis zu den sich übersteigenden Erfindungen, den sinnlosen Geldbergen, die den Geist töten, ob man von ihnen erdrückt oder getragen wird, den angstvoll ungeduldigen Moden des Geistes, den Kleidern, die sich fortwährend verändern, dem Mord, Totschlag, Krieg, in denen sich ein tiefes Mißtrauen gegen das Bestehende und Geschaffene entlädt.“

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