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Archive for 10. Januar 2018

Als am Ostermontag, dem 2. April 1945, britische und amerikanische Truppen in Münster einrückten, ergriffen sie Besitz von einer Trümmerwüste. 90 Prozent der Häuser in der Altstadt sowie die Wasser-, Strom- und Gasversorgung Münsters waren zerstört, die Bevölkerungszahl war auf unter 25.000 Menschen geschrumpft. Sie wohnten häufig in Ruinen, Kellern und Bunkern. Als der Filmamateur Werner Strumann 1948 mit seiner Kamera durch Münster ging, hatte sich die Stadt verändert. Es gab nun viel mehr Leben als in den Filmaufnahmen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse verkehrten wieder und die Stadt war voller Menschen. Trotz des Ausmaßes der Zerstörung war man sich in Münster weitgehend einig, dass die Struktur der Altstadt wie auch der Prinzipalmarkt in etwa so wieder hergestellt werden sollten, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatten. Obwohl auswärtige Fachleute das als unzeitgemäß und „große Maskerade“ ablehnten, wurde der historisierende Wiederaufbau umgesetzt.

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Fäden

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Aidan Baker & Karen Willems – Nonland (2017, Gizeh Records) Gedeihliche Zusammenarbeit von beiderseits auch anderweitig vielbeschäftigten Klang-Forschern: Die Perkussionistin Karen Willems aus dem belgisch-flandrischen Maldegem hat sich in den letzten Jahren auf Solo-Pfaden, beim Trio Inwolves und bei geistesverwandten Landsmännern aus dem Experimental-/Postrock-Umfeld wie Dirk Serries oder Bart Desmet und seiner Band Barst getummelt, […]

über Reingehört (406): Aidan Baker & Karen Willems — KULTURFORUM

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Träume

Alle Darsteller = ICH

Allen Figuren und Elemente eines Traumes werden vom Träumenden selbst produziert, folglich sind sie ein Teil des Träumenden, sei es ein Aspekt seiner Persönlichkeit, ein Empfinden, eine Idee, usw. Ausserdem könnte es aber in spirituellen Träumen auch sein, dass man tatsächlich auf Wesen oder Umgebungen von „Aussen“ trifft…

Klassische Psychoanalyse – Orginaltext von Sigmund Freud

(aus: Selbstdarstellung, Psychoanalyse, 1925
IV. Die Technik der Psychoanalyse: Traumdeutung)

(…) Wenn man die latenten Traum­gedanken, die man aus der Analyse des Traumes erfahren hat, untersucht, findet man einen unter ihnen, der sich von den anderen, verständigen und dem Träumer wohlbekannten, scharf abhebt. Diese anderen sind Reste des Wachlebens (Tagesreste); in dem vereinzelten aber erkennt man eine oft sehr anstößige Wunschregung, die dem Wachleben des Träumers fremd ist, die er dementsprechend auch verwundert oder entrüstet verleugnet. Diese Regung ist der eigentliche Traumbildner, sie hat die Energie für die Produk­tion des Traumes aufgebracht und sich der Tagesreste als Material bedient; der so entstandene Traum stellt eine Befriedigungssituation für sie vor, ist ihre Wunscherfüllung. Dieser Vorgang wäre nicht möglich geworden, wenn nicht etwas in der Natur des Schlafzustandes ihn begünstigt hätte. Die psychische Voraussetzung des Schlafens ist die Einstellung des Ichs auf den Schlafwunsch und die Abziehung der Besetzungen von allen Interessen des Lebens;.. – http://tcmpro.ch/traume/

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Der Digitalismus zelebriert sich als neue Heilslehre – der Mensch bleibt dabei auf der Strecke. Steht uns tatsächlich eine Fusion zwischen Mensch und Maschine in eine neue Super-Spezies bevor?
Podiumsgespräch mit Topmanagern von Google, Ebay, dem CEO eines prominenten US-Think-Tanks und: «Technologie stellt unsere Welt auf den Kopf – was läuft?» – Das digitale Paradies

… Während die Podiumsteilnehmer immer enthusiastischer predigten, wie die Digitalisierung die Welt besser machen werde, hatte auch ich eine Offenbarung: Es wurde mir plötzlich klar, dass hier Jünger einer Sekte sprachen, zutiefst Gläubige, die das nahende Paradies mit glühenden Augen heraufbeschworen. In ihrem Paradies fahren die Autos selbst; die Fabriken produzieren von alleine; Software und Technologie heilen alle Krankheiten; virtuelle Realitäten ermöglichen uns die sofortige Erfüllung aller Träume; wir werden, sanft hypnotisiert, von Roboterdienern umgeben, die unsere tiefsten Wünsche besser verstehen als wir selbst. Kurz, das Schlaraffenland, in dem einem die gebratenen Tauben direkt in den Mund fliegen, ist endlich in greifbarer Nähe.- NZZ

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