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Archive for 3. November 2017

Vorrede

[Schule des Verdachts]

1.

Es ist mir oft genug und immer mit großem Befremden ausgedrückt worden, dass es etwas Gemeinsames und Auszeichnendes an allen meinen Schriften gäbe, von der „Geburt der Tragödie“ an bis zum letzthin veröffentlichten „Vorspiel einer Philosophie der Zukunft“: sie enthielten allesamt, hat man mir gesagt, Schlingen und Netze für unvorsichtige Vögel und beinahe eine beständige unvermerkte Aufforderung zur Umkehrung gewohnter Wertschätzungen und geschätzter Gewohnheiten. Wie? Alles nur — menschlich-allzumenschlich?

textlog

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Holperdorfer Wasserspiegelung

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Philippus de Caserta, auch Philipoctus oder Filipoctus (Lebensdaten unbekannt; spätes 14. Jahrhundert) war ein mittelalterlicher Musiktheoretiker und Komponist. Sein Name wird mit dem Kompositionsstil der Ars Subtilior in Verbindung gebracht. (Wikipedia)

Von Philippus ist bekannt, dass er in den 1370er Jahren am päpstlichen Hof von Avignon tätig war. Seine Ballade Par les bons Gedeons preist den Gegenpapst Clemens VII. Die meisten seiner überlieferten Werke sind Balladen; ihm wurde auch ein Rondeau und vor kurzem auch ein Credo zugeschrieben. Seine Ballade En attendant souffrir schrieb er für Bernabò Visconti, sichtbar an der Einbindung von Vicsontis Motto in der Oberstimme. Zwei Stücke von Caserta En remirant und De ma dolour verwenden Textfragmente aus Chansons des bekanntesten Komponisten des 14. Jahrhunderts, Guillaume de Machaut. Casertas Werk wurden auch Passagen entliehen, so zum Beispiel von Johannes Ciconia für dessen virelai Sus une fontayne.

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In der Politik kein Wort über zentrale Zukunftsfragen. Das darf so nicht durchgehen. Ein Aufruf von Harald Welzer.

Gerade lese ich in der Zeitung, dass Flüchtlinge neuerdings in großer Zahl vor der Küste des Jemen mit Gewalt von Schlepperbooten getrieben werden und ertrinken, weil sie wegen Mangelernährung äußerst geschwächt sind. Sie kommen nämlich aus den Dürreländern Somalia und Äthiopien und sind vor Hunger und Durst so verzweifelt, dass sie sogar in das Bürgerkriegs-, Elends- und Choleraland Jemen zu fliehen versuchen, aber bevor ihnen das gelingt, werden sie von den von ihnen bezahlten Schleppern in den Tod getrieben. Und in derselben Ausgabe lese ich, dass das Auswärtige Amt der Auffassung ist, in Kabul würden lediglich drei von zehntausend Menschen Opfer terroristischer Anschläge, da könne man das Land nicht ernsthaft als „unsicher“ bezeichnen.- futurzwei

https://futurzwei.org/

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Another year without John, commemorating him once again with these podcasts which cover his time at Radio 1 …

…And from Radio 1 Vintage, some extracts from interviews done by former presenters with their experiences and memories of John Peel.
Interspersed in these clips are tracks taken from the respective shows in which the DJ’s were involved.

Starting with: keepingitpeel.wordpress.com

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Was ist die Gestalt des Neuen? Wie erkennt man es? Wie setzt es sich durch? Und warum ist beides so schwer, das Erkennen und das Durchsetzen?

Was sind, mit anderen Worten, die Kräfte, die eine Gesellschaft nach vorne bringen – und was sind die Kräfte, die einen packen, wie am Rockzipfel, und zurückziehen in eine Zeit, in der die Dinge noch scheinbar ihre Ordnung hatten? Was immer eine retrospektiv gefährliche Fiktion ist.

Ich glaube, dass das einer der zentralen Konflikte unserer Zeit ist: die Macht der Beharrung gegen die Notwendigkeit der Veränderungen, der Angriff des Alten auf ein Morgen, das längst begonnen hat, eine Zukunft, die unser Leben und unsere Welt längst bestimmt, ob wir es wollen oder wahrhaben wollen oder nicht.

Die Konsequenzen sind Angst und Euphorie, konträre Kräfte, die eine gewaltige Spannung erzeugen, fast wie ein Bruch in der Zeit, wie eine tektonische Verschiebung, bei der verschiedene Zeitplatten aneinander reiben, sich ineinander verkeilen und verkanten, bis sich die Spannung in wilden Eruptionen, Erdbeben, Erschütterungen entlädt. Es herrscht Endzeitstimmung, sagte neulich eine Freundin, der böse Tanz der Atavismen, Trump, weiße Männer in Charlottesville, die all ihren Dämonen zurufen: „You will not replace us.“ Es herrscht aber auch einfach Verwirrung, weil das Neue in der Phase der Latenz ist und so wenig greifbar für die meisten, und das gilt für alle Bereiche dieser Gesellschaft und damit auch für die Politik.- futurzwei.org/

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Energieeffizientes Bauen war gestern – der Architekt Thomas Rau ist schon längst einen Schritt weiter. Er bringt Hersteller und Unternehmen dazu, mit Rohstoffen nachhaltig umzugehen und auch nach dem Verkauf Verantwortung für sie zu übernehmen.

Eigentlich ist er Architekt, ein ziemlich guter sogar – einer, der für seine nachhaltigen Bauten mit Preisen geradezu überschüttet wurde: angefangen beim Erweiterungsbau der niederländischen Zentrale des World Wildlife Fund in Zeist bei Utrecht, der als erstes energieneutrales Gebäude Europas gilt, bis hin zu Woopa, einem Büro- und Apartmentkomplex in Lyon, der zu den ersten energiepositiven Gebäuden der Welt zählt. Das heißt, dass das Gebäude mehr Energie erzeugt, als zu Nutzung und Raumklima nötig sind.

Thomas Rau, deutscher Architekt in Amsterdam, gilt nicht umsonst als Pionier des klimaneutralen Bauens. Aber, so hat der 56-Jährige nach rund 25 Schaffensjahren erkannt: „Nachhaltigkeit und Energieneutralität allein reichen nicht aus, damit lassen sich keine wirklichen Veränderungen zuwege bringen.“ Außerdem hält er das Energieproblem inzwischen für gelöst: „Alles eine Frage der Haltung, erneuerbare Energie gibt es genug.“- goethe.de/

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