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Archive for 25. Oktober 2017

Nun aber planvoll gute Laune mit Geri Reig!

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Liebe Freunde,

heute möchte ich versuchen Euch für etwas zu sensibilisieren, was einige von Euch vielleicht schon gehört haben und ich selbst sehr bedenklich und traurig finde.

Ich kenne es noch aus meiner Kindheit: In den Sommermonaten waren damals die Windschutzscheiben und Scheinwerfer des Autos voll mit Insekten, die man dann mit diesem gelben, rauen und schon anachronistisch anmutenden Schwamm wegkratzen musste. Wir alle wissen, dass dieses Szenario der Vergangenheit angehört – und nun liefert eine wissenschaftliche Langzeitstudie, die im renommierten „PLOS ONE“ Wissenschaftsmagazin veröffentlich wurde den traurigen Beweis: In den letzten 27 Jahren ist bei uns die Biomasse der Fluginsekten um mehr als erschreckende 75 Prozent zurückgegangen.

Insekten sind für viele andere Tiere eine unverzichtbare Nahrungsquelle. So leiden etwa auch die Vogelbestände dramatisch darunter. Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren. Bedroht sind jedoch nicht nur die Vögel, sondern das gesamte Ökosystem, denn Insekten sind emsige Dienstleister. Sie zersetzen nicht nur Aas, Totholz oder Kot. Sie bestäuben Obstbäume und Gemüsepflanzen. Schon Albert Einstein soll gesagt haben: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch.“ Bereits heute müssen Pflanzen teilweise mühselig von Menschenhand mit Pinseln bestäubt werden.

Die Gründe für das Insektensterben sind noch nicht gänzlich erforscht. Hauptgrund aber scheint die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen zu sein, etwa aus Raps und Mais für geldbringende Biogasanlagen oder als Mastfutter für die Fleischindustrie. Der exorbitante Fleischkonsum ist also auch hier ein großes Problem. Ackergifte wie Neonicitoide und Glyphosat tun ihr übriges. Zudem ist der Flächenverbrauch immens. Jeden Tag wird eine Fläche von 100 Fussballfeldern in Deutschland zugebaut.

Wir müssen dringend anfangen umzudenken und der Natur wieder ihren Raum zurückgeben, den sie braucht. Wildblühende Wiesen etwa, die spät und nur einmal im Jahr gemäht werden, bieten genug botanische Diversität für unsere kleinen Freunde und deren Nachwuchs. Wir brauchen die Natur. Sie ist unser Lebensraum, die Mutter, die uns säugt.

Viele Menschen mähen noch aus archaischen „die-Natur-beherrschen-wollenden-Gründen“ ihre Gärten, damit es auch schön „ordentlich“ aussieht. Jeder von uns kann damit anfangen in seinem Garten Wildblumen stehen zu lassen, etwa als kleine Inseln. Meiner Meinung nach müsste es Pflicht sein, dass 10 % der Gemeindeflächen Wildblumenwiesen sind. So hätten sie wieder mehr Habitat und gleichzeitig könnte der Mensch sich an ihrer Schönheit erfreuen. Rund um Äcker sollte es wenigstens Grünstreifen geben, denn ohne diese sind solche Landschaften oftmals wie ausgeräumt und leergefegt. In Schutzgebieten gibt es zwar noch stabile Populationen, diese sind aber oft zu weit voneinander entfernt, als dass hier ein Genaustausch stattfinden könnte. Dies wird früher oder später auch dort zu großen Problemen führen. Ein Mosaik aus blühenden Landschaften, ein Biotop-Verbund wäre die einzig rettende Lösung, die ich hier sehe.

Neben all ihrer Funktionalität können wir überdies viel von den Insekten über das Leben lernen, wenn wir nur ihr Wesen verstehen. Schmetterlinge etwa sind für mich Sinnbild der Schönheit des Lebens, ein Ahnen des großen Wunders. Sie sind wie fliegende Blumen, filigran und bunt, wie kleine Kunstwerke, die von genialen Künstlern designt wurden. Schon Hermann Hesse sagte: „Man muss schon blind oder aber sehr verhärtet sein, um beim Anblick der Schmetterlinge nicht eine Freude, einen Rest von Kinderentzücken zu empfinden.“ Dabei ist der Schmetterling nur der letzte, festliche Akt eines Lebewesens, welches lange Zeit zuvor Raupe war und teilweise nur wenige Tage als Falter lebt – nur um mit einem prächtigen Gewand den Akt der Liebe zu zelebrieren.

Alles Liebe, Dominik

http://www.dominik-eulberg.de

https://www.facebook.com/dominik.eulberg/?hc_ref=ARQagV3UBbSZDUOG2ge5I3RzyIgUvZgNm1ijmr5YAJ9rCtzrSaR4jK0xX6YuZnOxGmQ&fref=nf

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The influence of Ingmar Bergman’s Persona is legion. This short video-essay uses but 29 examples to position his masterpiece in terms of what came after it (from Apocalypse Now and The Silence of the Lambs to Heat, The Truman Show and Fight Club) and what went before (from Orphée and Vertigo to Psycho and Shadows). It shows how Bergman visualised his central theme of identity by way of reflections, splitting the screen, and shadows. –

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Oskar Negt über die Bedeutung von Bindung, Erfahrung und Erinnerung. In „Überlebensglück“ ergründet er, warum traumatische Erfahrungen nicht unbedingt einen lebenslangen Opferstatus fixieren.

„Erst als ich in Oldenburg mein Abiturzeugnis in den Händen hielt, waren zehn Jahre Flüchtlingszeit für mich vorbei.“ Der zehnjährige, ostpreußische Bauerssohn Oskar wird 1945 auf der Flucht vor der herannahenden Sowjetarmee gemeinsam mit zwei großen Schwestern von der Familie getrennt. Es folgen Jahre in verschiedenen Ländern, Internierungslagern und Kinderheimen. Die Kindheit ist hart, entbehrungsreich und dennoch nicht unglücklich. Wie es ihm gelang nicht lebenslang Opfer zu sein und welche zentrale Rolle Familie und Glück dabei spielt, davon erzählt der bedeutende Soziologe, Philosoph und Gesellschaftstheoretiker Oskar Negt… WDR5

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Türen und Fenster

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Vergabe des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises: Peter Handke erhält den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis. Er hat schon auf einige Preise verzichtet, doch diesmal ist er gekommen. Hannah Friedrich hat ihn interviewt.
„Man muss die Aktualität ganz genau kennen, um mitgehen zu können auf dem Theater und ich bin dagegen“, sagt Handke. „Für mich ist Theater ein Sich-Abstoßen. Aus der aktuellen Geschichte muss sich eine andere Geschichte ergeben. Das ist das große Abenteuer.“ – 3Sat

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