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Archive for 5. Januar 2017

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 Im Frühling 1915, kein Jahr nach Ausbruch des ersten Weltkrieges schrieb Sigmund Freud einen Text über den Krieg, auf den ich vor Kurzem gestossen bin – und den ich nicht mehr vergessen kann. «Zeitgemässes über Krieg und Tod», lautet der Titel. Es lohnt sich, den Text wieder zu lesen, gerade heute, in unserer Zeit des nahenden Umbruchs.

Was Freud vielleicht am meisten verstörte, war der unverzügliche und vollständige Absturz der europäischen Zivilisation in die Hölle, einer Zivi­lisation, die sich nicht nur auf ihre wissenschaft­lichen und ökonomischen Errungenschaften so viel eingebildet hatte, sondern auch auf ihre ­globalisierte Moral, ihre Toleranz, ihre Rechtsstaatlichkeit und politische Vernunft, ihre vielen völkerrechtlichen Verträge. Dass ausgerechnet diese Länder Europas nun über einander herfielen, auf eine Art, die dem ethischen Niveau der Völkerwanderung oder von Dschingis Khan entsprachen: Es war unfassbar.

„Von den grossen welt­beherrschenden Nationen weisser Rasse, denen die ­Führung des Menschengeschlechtes zugefallen ist, die man mit der Pflege weltumspannender Interessen beschäftigt wusste, deren Schöpfungen die technischen Fortschritte in der Beherrschung der Natur wie die künstlerischen und wissenschaftlichen Kulturwerte sind, von diesen Völkern hatte man erwartet, dass sie es verstehen würden, Misshelligkeiten und Interessenkonflikte auf anderem Wege zum Austrage zu bringen.“

Das alles galt auf einmal nicht mehr. Von ­Staates wegen wurde nun gelogen, betrogen, gestohlen, misshandelt, gemordet und getötet.- achgut

(PS: Henryk M. Broder und andere schreiben auf dieser Seite. Das erwärmt mich nicht im geringsten, nun denn …)

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John McLaughlin zählt für mich zu den wichtigsten Gitarristen überhaupt ! Ob es das Mahavishnu Orchestra ist oder für mich der ultimative Höhepunkt: Shakti ! Es ist mir immer ein Freude ihn spielen zu hören und zu sehen !!! Hier eine kleine Videoauswahl… Viel spass dabei ! Der Beitrag John McLaughlin zum 75. Geburtstag !!!…

via John McLaughlin zum 75. Geburtstag !!! — radiohoerer

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Fa Yen: „Die ganze Welt ist ein einziger Geist“.

Die ganze Welt ist nur ein einziger Geist. Und alles, was existiert, ist nur eine einzige Erkenntnis. Da es nichts anderes als Erkenntnis gibt und da alles nur ein Geist ist, kann das Auge Töne und das Ohr Farben erkennen. Wenn die Farben nicht das Ohr erreichen könnten, wie könnten Töne das Auge berühren?

Das Feld des Geistes ist jedoch so ausgedehnt und unendlich flexibel, dass es geschehen kann, was auch der Fall ist, dass das Auge spezifisch auf Farben und das Ohr spezifisch auf Töne reagiert. So ist es denn, dass die empirische Welt aus den Tiefen des Geistes emporsteigt. Und Fa Yen sagt weiter:

Aber wenn das Auge auf die Farben eingestellt ist und das Ohr auf Töne reagiert, dann werden alle Dinge unterschieden und erkannt. Wenn die Dinge nicht so voneinander unterschieden werden könnten, wie könnte man sie dann in ihrer traumhaften Existenz sehen? Von all diesen Bergen, Flüssen und der großen Erde, was gibt es da zu ändern, was gibt es nicht zu ändern?

Die empirische Welt und die des Nichts werden gleichzeitig in diesem einzigen Akt des SEHENS aktualisiert. Es ist nicht so, dass man erst dem einen beiwohnt und dann das andere erfährt. Man sieht viel eher das Sichtbare in dem Wirklichen und das Wirkliche in dem Sichtbaren, wo es keinen Bruch gibt zwischen den beiden. – Toshihiko Izutsu, Philosophie des Zen-Buddhismus, 38/39. rororo 1986

 

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http://www.myris-natur-fotos.de/

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An Mariä Himmelfahrt, Ferragosto in Italien, kommt der Star des italienischen Krimis zu Wort, Andrea Camilleri. In diesem Fall bleiben Mord und Montalbano jedoch außen vor. Mit „Fliegenspiel“, 54 anekdotischen Miniaturen, hat der gebürtige Sizilianer seinen doch mitunter verschrobenen Landsleuten eine literarische Liebeserklärung geschenkt. Auf Sizilien ist eben alles etwas anders. Udo Samel liest aus Camilleris „sizilianischen Geschichten“.- Bayern 2

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Der Konzertpianist Wladimir Horowitz berichtete einmal von der Aufführung einer sehr dissonanten zeitgenössischen Komposition in einem kleinen privaten Kreis. nachdem er fertig gespielt hatte, fragte ihn jemand: „Herr Horowitz, ich verstehe einfach nicht, was die Komposition bedeutet, würden Sie es mir es bitte erklären?“ Wortlos spiele Horowitz das ganze Stück noch einmal, wendete sich an den Fragesteller und sagte: „Das bedeutet es!“

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