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Archive for 19. Oktober 2016

    An einem Abend vor dem Ostertag saß ich an einem Tisch, und wie ich mich meiner gewonheit nach mit meinem Schöpffer in meinem demütigen Gebett gnugsam ersprachet: Und vielen grossen Geheimnussen: (deren mich der Vatter deß Liechts seine Majestät nit wenig sehen lassen) nachgedacht. Auch nuhn mir mit meinem lieben Osterlämblein ein ohngesäurt, unbeflecktes Küchlein in meinem Hertzen zubereitten wöllen, kommet einsmals ein solcher grausamer Wind daher, das ich nit anders meinte, dann es wurde der Berg, darein mein Häußlein gegraben, vor grossem gewalt zerspringen müssen. Weil mir aber solches und dergleichen an dem Teuffel (der mir manch leyds gethan) nit an that, fasset ich einen muth und blieb in meiner Meditation, biß mich wider mein gewonheit jemand auff den Rucken anreget, darvon ich dermassen erschrocken, das ich mich kaum umbsehen dörffen, noch stellet ich mich so frewdig, als Menschliche schwachheit zu dergleichen sachen sein kan.
    Und wie mich solch ding zu etlich mahlen beim Rock zupffet, sihe ich hinumb, da war es ein schön herrlich Weibsbild, deren Kleid gantz blaw und mit gulden Sternen wie der Himmel zierlich versetzt gewesen… –

http://12koerbe.de/hanumans/home2.htm

 

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In der Gegenwart Solinger Platt:  „De natur is nit schleit“ -http://www.solingerplatt.de/2015/harry-rag/

1981 in SOUNDS – http://www.highdive.de/over/sounds16.htm

Das Solinger Gefühl – Harry Rag / S.Y.P.H.

Alfred Hilsberg:  Ein ausführliches, intensives Interview mit Harry Rag.

Braatz steht an der Tür der düsteren Villa in der Solinger Gutenbergstraße. Peter B., Sohn des Malermeisters und Vorsitzenden des lokalen Radsportvereins, hat mich vom Bahnhof Ohligs abgeholt. Endstation der S-Bahn.
Das Zimmer im obersten Stockwerk ist karg eingerichtet. Bett, davor eine braune Couch, zwei Sessel, Schrank, Waschgelegenheit, Bücherbord, Plattenregal, Eisschrank, Gitarre, Schreibtisch, Teac-Vierspurgerät, Tonbänder, ein paar Plakate der Gruppe S.Y.P.H. Hier ist Peter Braatz Harry Rag und Harry Rag Peter Braatz. Ich bin gern hier, sagt Harry, und Peter sieht aus dem Fenster. Auch Interviews brauchen Anwärmzeit. Die neue Musik bei uns lebt von Außenseitern, Einzelgängern, Machern, Amateuren, Dilletanten, Nachdenklichen Wehrpflichtigen, Harry Braatz.

Traditionell in der Rock-Musik ist die immer gleiche Struktur der Rock-Stücke. Vom Rock’n’Roll an, vielleicht die Psychedelia etwas ausgeklammert, hatten alle Songstrukturen und werden die in zehn Jahren noch haben. Auch bei der nächsten, dann noch härteren Welle wird es wieder die Song-Strukturen geben, weil nur das vom Publikum nachvollzogen wird. Dieses dumme Übernehmen von Phrasen, von Refrains… da habe ich mir gedacht, wär‘ doch toll, wenn die statt „London brennt!“ oder „Nieder mit den Bullenschweinen!“ plötzlich eine mathematische Formel brüllen, eine, die sie überhaupt nicht verstehen. „Delta x durch b gleich C, der reziproke Wert ist E“... wenn hundert Leute das brüllen…

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Promenade

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