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Archive for 1. Mai 2016

Eigensinn und Glück

philosophisch leben

Der wahre Besitz eines Menschen ist das, was er in sich trägt. Alles andere sollte demgegenüber völlig belanglos sein. – Oscar Wilde

Was für eine Kostbarkeit ist doch die Persönlichkeit eines Menschen! Man selbst zu sein, eigensinnig, seinen eigenen Kopf haben, manchmal auch einen Dickkopf … die Freiheit, individuell sein zu dürfen, ist das Geschenk, das uns unsere Vorfahren gemacht haben, als sie für die Rechte und die Würde des einzelnen Menschen kämpften. Ein Geschenk, dass wir nur zu oft anzunehmen vergessen …

Aber ist das nicht ein schrecklicher Zwang in unserer modernen Gesellschaft – immer nur man selbst sein, sich immer unterscheiden müssen? Ein Zwang, der geradezu zur Erschöpfung führen kann, wie es der französische Psychologe Alain Ehrenberg in seinem Buch „Das erschöpfte Selbst“ beschrieben hat?

Gewiss, individuell sein zu dürfen ist oft nicht nur Geschenk, sondern kann zugleich Aufgabe, manchmal sogar selbstauferlegte Pflicht. Diese Aufgabe anzunehmen als seine…

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Die Übungen des Langen Lebens …

Durch die Ataraxie kommt es zu einer Steigerung innerer Potenzen und Langlebigkeit, indem sie die Energieverluste, die durch den Drang zu handeln verursacht werden, verhindert.  Das war einer der Gründe, weshalb der ideale Fürst das wu wei üben sollte.

Die Herrscher des Altertums trugen eine Kopfbedeckung, von der ein Saum von Perlenschnüren herunterhing, der ihren Blick abschirmen sollte, und Ohrenschützer, die ihre Ohren verschlossen. So vermieden sie den durch den Gebrauch der Sinne  bedingten Verlust von Lebenskraft.

Denn die Sinnesorgane sind Öffnungen, durch welche die Seelen oder die Lebensgeister  versucht sind, nach außen  zu dringen. Deshalb muss man diese Öffnungen überwachen und diese Geister auf ihre jeweiligen Orte beschränken. ( S.214) –

Max Kaltenmark: Lao-tzu und der Taoismus, Insel Verlag 1996)

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Van Bonn – Bliss (Traum 185)

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Wisse, dass das Selbst immer überall ist.
Unteilbar Eins.
Ich bin der Meditierende
und das höchste Objekt der Meditation.
Warum teilst du das Unteilbare?

http://www.psp-tao.de/zitate/

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Van Bonn

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Colditz

http://www.schloss-colditz.com/

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Die Entwicklung des Wissens hat den Charakter einer relativ autonomen Strähne innerhalb der Menschheitsentwicklung. Sie ist auf vielfältige Weise mit anderen Strähnen verflochten und interdependent, aber niemals auf sie zu reduzieren. Im Zusammenhang mit einem evolutionären Durchbruch, dem einzigartigen Durchbruch zu kortikaler Dominanz, sind die Menschen auf erlerntes Wissen angewiesen, um sich in ihrer Welt zu orientieren. Menschengruppen vom Typhomo sapiens hatten zu jeder Zeit nur dann eine Überlebenschance, wenn die jeweils gegenwärtigen Generationen von den vorangehenden einen Fundus an realitätsgerechtem Wissen erlernten, wie sehr es auch in Phantasiewissen eingebettet war. Philosophen, die darüber nachdenken, ob Erkenntnisse je realitätsgerecht oder, wie man es früher ausdrückte, »wahr« sein können, mögen sich die Frage vorlegen, ob die Menschen, in ihrer völligen Abhängigkeit von erlerntem Wissen als Orientierungsmittel, überhaupt hätten überleben können, wenn sie nicht von ihren Müttern und Vätern immer aufs neue ein Gutteil »wahres«, also wirklichkeitskongruentes Wissen übernommen hätten. Die Antwort auf diese Frage ist Nein. Man kann mit Zuversicht sagen, dass nur diejenigen Menschengruppen überlebten, die einen ausreichenden Fundus an realitätsgerechten Symbolen besaßen. Ohne ihn wären sie nicht einmal in der Lage gewesen, ihre Nahrung zu finden; sie hätten sich nicht vor Tieren und vor anderen Menschengruppen zu schützen vermocht.- feliz.de

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