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Archive for 9. März 2016

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WDR 5 Das philosophische Radio | 04.03.2016 | 55:02 Min.

Freiheit, Gleichheit, Bildung, Wohlstand, und die Würde des Menschen ist unantastbar: Das Projekt Europa beruht auf den Werten des Humanismus. Aber mit Europa steckt auch der Humanismus in einer tiefen Krise. Was kann man tun, was denken in dieser Situation?

Studiogast: Phillip Ruch, Philosoph; Moderation: Jürgen Wiebicke © WDR 2016

Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen: Immer am Freitagabend von 20.05 bis 21.00 Uhr werden ein Philosoph oder eine Philosophin über ein Thema, ein Buchautor oder eine Autorin über eine interessante und anregende These mit den Hörerinnen und Hörern von WDR 5 philosophieren.- wdr.de/mediathek

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Die Kernaussage im Roman Andrej Rubljow liegt darin, dass ein Künstler das moralische Ideal einer Zeit nur dann auszudrücken vermag, wenn er vor deren blutigen Wunden nicht zurückschreckt, sie am eigenen Leibe, in sich selbst erfährt. Die voll bewusst gewordene grausame und niedrige Wahrheit im Namen höheren geistigen Tuns zu überwinden – das ist die eigentliche Mission der Kunst, die ihrem Wesen nach fast etwas Religiöses ist, eine geheiligte Bewusstwerdung hoher geistiger Pflicht. (vergeistigte Kunst trägt die eigene Tragödie bereits in sich)

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Die Revolte einzelner Konzertbesucher in der Kölner Philharmonie gegen eine viertelstündiges Stück Minimal Music von Steve Reich hat in der Musikwelt zu zornigen Gegenreaktionen geführt. Wer nicht gleich (wie Axel Brüggemann in „Crescendo“) innerhalb eines Halbsatzes die Perspektive von den Kölner Konzertstörern hin zu AfD-nahen Flüchtlingsverjagern lenkte, prangerte wenigstens (wie Manuel Brug in der „Welt“ oder Moritz Eggert auf Facebook) zu Recht die rüpelhaften Manieren des Publikums an. Dennoch bleibt ein Staunen: Warum entzündete sich der Eklat, auf den der Cembalist Mahan Esfahani mit dem Abbruch des Stückes reagierte, ausgerecht an „Piano Phase“ von Steve Reich? Während Martin Hufner im Blog „Sperrsitz“ fragt, ob nicht auch der Einsatz elektronischer Mittel das Fass zum Überlaufen gebracht haben könnte, wundert sich Volker Hagedorn auf Zeit Online stellvertretend für alle: „H-Moll, du liebe Güte!“ (alle Links, siehe hier).

http://blogs.nmz.de/wm2014/2016/03/08/keine-falsche-hoffnungen-das-publikum-ist-weniger-offen-als-wir-es-gerne-haetten/

 

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BUCH DER FREUNDE VI

Lernt! – Sobald ihr alles wisst, vergesst – sachte, zärtlich, so wie man auf dem Kai denen Adieu sagt, die einem teuer sind, lasst die gelehrigen Seiten wie totes Blattwerk zurück, der Geschmack der Früchte bleibt in euch, vergesst mit Wonne, so wie man in einem benachbarten Tempel begangene Diebstähle vergisst, vergesst, wie man die Liebkosungen einer grossartigen Frau vergisst, um eine andere, zartere zu lieben, vergesst, so wie man eine erahnte Insel entdecken kann, vergesst, legt in euch selbst dort an, wo tote Blätter und vergangene Liebkosungen verstreut liegen werden, und begebt euch in die Kammern eures Geistes, weckt die Dame mit den Bildern, die eure Seele ist. Vervollkommnet euch, nicht um eurer selbst, sondern um der anderen willen. Genie ist Güte. Streift Altes ab, vergiesst eure Früchte, verstreut eure Küsse, und wenn man euch anspuckt, so antwortet mit dem ersten Lächeln eures Meisterwerkes, das von jeher auf eurem tiefsten Grunde brütet.- nootheater

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