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Archive for November 2015

The Necks

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Erich Kästner

 „Einen einzigen Menschen umbringen und 100.000 Menschen umbringen ist also nicht dasselbe? Es ist also ruhmvoll? Nein, es ist nicht dasselbe. Es ist genau hunderttausendmal schrecklicher! – Nun werden die 24 Angeklagten sagen, sie hätten diese neue, aparte Spielregel nicht gekannt. Als sie ihnen später mitgeteilt wurde, sei es zu spät gewesen. Da hätten sie nicht aufhören können. Da hätten sie wohl oder übel noch ein paar Millionen Menschen über die Klinge springen lassen müssen …

via: http://www.deutschlandradiokultur.de/eine-lange-nacht-vom-nuernberger-prozess-im-namen-des-volkes.1024.de.html?dram:article_id=334792

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„Ein gewichtiger Grund für das rapide Anwachsen der Hetzmasse ist die Gefahrlosigkeit des Unternehmens. Es ist gefahrlos, denn die Überlegenheit der Masse ist enorm. Das Opfer kann ihnen nichts anhaben. (…)

Die Hetzmasse ist sehr alt, sie geht auf die ursprünglichste dynamische Einzelheit zurück, die unter Menschen bekannt ist, die Jagdmeute. (…) Alle Formen der öffentlichen Hinrichtung hängen an der alten Übung des Zusammen-Tötens. Der wahre Henker ist die Masse….(…)

Auch heute nimmt jeder an öffentlichen Hinrichtungen teil, durch die Zeitung. Man hat es nur, wie alles, viel bequemer. Man sitzt in Ruhe bei sich und kann unter hundert Einzelheiten bei denen verweilen, die einen besonders erregen. Man akklamiert erst, wenn alles vorüber ist, nicht die leiseste Spur von Mitschuld trübt den Genuß. Man ist für nichts verantwortlich, nicht fürs Urteil, nicht für den Augenzeugen, nicht für seinen Bericht und auch nicht für die Zeitung, die den Bericht gedruckt hat. (…)

Im Publikum der Zeitungsleser hat sich eine gemilderte, aber durch ihre Distanz von den Ereignissen um so verantwortungslosere Hetzmasse am Leben erhalten, man wäre versucht zu sagen, ihre verächtlichste und stabilste Form.“

Was würde Elias Canetti (1905-1994) wohl zum Internet sagen? Die obigen Zitate stammen aus seinem Werk „Masse und Macht“ (erschienen 1960), das zur Pflichtlektüre mündiger Bürger gehören sollte und das für mich eines der intelligentesten und wichtigsten Bücher ist, das jemals geschrieben wurde.- burksblog

Auch hier: Masse und Macht – über Elias Canetti von Martin Lichtmesz –  

Klicke, um auf Sez48_Lichtmesz.pdf zuzugreifen

Und hier: Ohne jeglichen Grund bilden sich Angriffswellen und genauso unvorhersehbar kann Panik die Menge auseinandertreiben. Hetzmassen nannte Elias Canetti solche Ansammlungen aufgebrachter Gewalttäter. “Die Hetzmasse bildet sich im Hinblick auf ein rasch erreichbares Ziel“, schrieb er. “Jeder will daran teilhaben, jeder schlägt zu.“ Doch was, wenn das Ziel fehlt?

http://www.andriankreye.com/ParisIsBurning.html

 

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Tatorte

Heute vor fünfundvierzig Jahren wurde die erste Folge einer neuen Krimireihe ausgestrahlt, die Tatort hieß. Damals war das eine aufregende Sache, es gab noch nicht diese Schwemme von Krimis im Fernsehen wie heute. Wo man jeden Tag mindestens ein halbes Dutzend Krimis sehen kann. Von der Sendung Stahlnetz (Drehbücher von Wolfgang Menge, Regie Jürgen Roland) gab es 22 Folgen in zehn Jahren. Langsam und betulich. Keine Schießereien, keine Blutbäder. Alles in schwarz-weiß. Mit dem ersten Tatort kam Farbe in das deutsche Krimileben.

via: http://loomings-jay.blogspot.de/2015/11/tatorte.html

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Nicht wenige wenden sich an bestimmte Personen. Auch „Chaos“ spricht am Ende von der Sehnsucht nach Liebe, doch zuerst handelt das Gedicht, das 1902 in der Sammlung „Styx“ erschien, von einem inneren Abgrund.

Chaos

Die Sterne fliehen schreckensbleich
vom Himmel meiner Einsamkeit,
und das schwarze Auge der Mitternacht
starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
in dieser Todverlassenheit!
Mir ist: ich lieg von mir weltenweit
zwischen grauer Nacht der Urangst >>>

wscaprichos.wordpress.com/

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Epiktet

Verlange nicht, daß alles so geschieht, wie du es wünschest, sondern sei zufrieden, daß es so geschieht, wie es geschieht, und du wirst in Ruhe leben.

via: loomings-jay

http://gutenberg.spiegel.de/buch/handbuchlein-der-moral-7739/1

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sondern auch auf die unbedingte Sehnsucht nach Schutz, nach inniger Geborgenheit. Religionen, gleich welcher Art, gründen nicht auf Erfahrung oder Nachdenken, „es sind Illusionen, Erfüllungen der ältesten, stärksten, dringendsten Wünsche der Menschheit; das Geheimnis ihrer Stärke ist die Stärke dieser Wünsche.“

– https://wscaprichos.wordpress.com/2015/11/26/sigmund-freud-wunsch-und-illusion/

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