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Archive for 2. Januar 2015

Schaufenster in Höxter

Corvey 208

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Lesenlesenlesen.

Ich bin glücklich. Weil ich, Beatlesfan seit dem zarten Alter von 6 Jahren, mir über die Jahrzehnte immer wieder Gedanken gemacht hab – über den letzten Song nämlich, den die Fab Four jemals aufgenommen haben. Und endlich, endlich hat jemand ein Buch darüber geschrieben. Der Song, das war übrigens „I want You (She’s so Heavy) auf der „Abbey Road“, die vor der „Let it Be“ erschienen ist, obwohl die „Let it Be“ ja die vorletzte Platte war von den Aufnahmesessions her.

Also dieser letzte Song, der ist tatsächlich anders, als alles, was die Beatles (Lennon in diesem Fall, mit Verbesserungen von McCartney und Harrison während der Aufnahme) bis dato komponiert haben. Der ist zukunftsweisend. Heavy Rock, zäher Doom-Blues, wo man schon so richtig langsam abbangen kann, wie bei der ersten Black Sabbath-Platte ungefähr.

Der Song dauert ewig, die spielen sich richtig in Trance dabei, während das Ende dann sehr…

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Charles Kettering

„Ich interessiere mich für die Zukunft, ich werde den Rest meines Lebens dort verbringen.“

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 Frühjahr

Schau, im Frühlingswind
schmaucht sein Pfeifchen stillvergnügt
der Herr Fährmann hier!

Basho

Es gibt da jemanden, einen Freund, dem ist der Winter ein Gräuel. Ganz schrecklich. Denn der Winter ist kalt, ungemütlich, fast ruppig ohne jedes Licht. Wenn aber der Frühling naht, dann lebt er wieder auf, da erwachen in ihm die Lebensgeister, die Lebensenergien des Qi.

Der Gesunde fühlt sich wohl, macht Pläne; geht nach draußen. Der Nicht-Gesunde sollte es ihm nachmachen, denn Bewegung ist alles! Auf der Körperebene bezieht sich der Frühling auf die Verbindungen, die den Körper zusammenhalten, die Gelenke, Bänder und Sehnen.

Der Frühling gehört zur Wandlungsphase Holz. Die Pflanzen beginnen zu wachsen, durchstoßen den Erdboden, in dem sie als Samen überwinterten. Die Säfte beginnen zu steigen, der Wind bewegt sich über den Boden und räumt auf, was der Winter bedeckte. Der Frühling bringt dem Menschen die Energie und befreit, was im Winter eingesperrt und verborgen war.

„Ist er Koch oder Arzt“? fragt ein chinesisches Sprichwort, denn Gesundheit beginnt im Kochtopf!

In der Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist der Frühling die beste Jahreszeit, um den Körper vom schweren Essen des Winters zu reinigen, das viele Schlacken verursachte, aber auch von Emotionen wie Ungeduld, Zorn, Frustrationen.

Die dem Frühling entsprechenden Organe sind Leber und Gallenblase. Wie in der modernen westlichen Medizin unterstützen sie die Verdauung, zudem trägt die Leber zur Reinigung des Blutes bei. Zudem spielt die Leber in der TCM eine große Rolle bei emotionalen Störungen.

Der Speiseplan im Frühling sollte der leichteste im ganzen Jahr sein. Mit jungem, frischen Gemüse. Salziges Essen oder schweres Fleisch, sollte vermieden werden, da dieses die Leber stauen könnte. Süßliche Nahrungsmittel wie Karotten, Fenchel, Spargel, Kartoffeln und leicht scharfe Nahrungsmittel wie Kresse und Radieschen sollten genossen werden, um in sich selbst einen Frühling zu kreieren. Kräuter wie Basilikum, Fenchel, Majoran, Rosmarin, oder Kardamom.

Der Frühling bietet sich auch für eine Entschlackungskur an, um mit frischer Kraft wieder einen neuen Jahreszyklus zu beginnen. Die TCM arbeitet gern mit Getreidekuren und begleitenden Kräutertees, die Leber und Gallenblase reinigen, (Hirse, brauner Rundkornreis). Eine „kleine Entschlackungskur“ bestünde bereits darin, alle behandelten, energiearmen Nahrungsmittel wie Zucker, weißes Mehl etc., wegzulassen.

 Sommer

„Wenn ein kühler Wind
sommers durch mein Zimmer weht,
ist das nicht genug?“

Issa

Wie man sich umschaut, über den Sommer gibt es nur lobenswertes zu finden. Es geht jetzt einem das Herz auf. Wunder was, dass es das Herz-Organ ist, welches der Sommerzeit zugerechnet wird. Aber die Hitze erfüllt die Luft mit flirrender Schwüle und schweren Düften. Obacht also, es kann einem schnell ein wenig zu heiß werden. In China entkommt man der Hitze, indem man einfach kühlere Orte aufsucht. Bevor wir auf die Ernährungslehre für diese Jahreszeit eingehen, noch ein kurzer Moment über den Menschen zu dieser Zeit.

Aus chinesischer Sicht ist die Erde Yin und der Himmel Yang. Der Mensch steht dazwischen; durch den Geist verbindet er unten und oben in sich zu einer sinnvollen Einheit: Unten mit beiden Beinen fest in der Erde verwurzelt und oben fähig, nach den Sternen zu greifen. Im Sommer (Yang) herrscht die Feuer-Seele, die geistige Kraft. Diese ist es, die Freundschaften schließt und sich verliebt, welche genießt, bewundert und sich erfreut.

Diese Jahreszeit entspricht demnach dem  Feuer und der Sommer-Hitze. Darum sollte man vorsichtig sein mit dem, was man zu sich nimmt. Denn die  Hitze zehrt die Körperflüssigkeiten auf und vermag das Yin (das Stoffliche) zu verletzen. Es empfiehlt sich, in  den nun folgenden heißen Monaten überwiegend kühlende, Feuchtigkeit spendende Nahrung zu sich zu nehmen, um Hitze zu zerstreuen und Körperflüssigkeiten aufzubauen.

Der bittere Geschmack entspricht dem Feuer, es sollten bevorzugt bitter-kühle, in Maßen bitter-kalte Nahrungsmittel verwendet werden. So überrascht es manchen, dass das Hefeweißbier im Sommer empfehlenswert ist, sonst aber natürlich Mineralwasser und generell als Tipp der Grüne Tee. Er zerstreut die Sommerhitze, kühlt das Herz-Feuer und beruhigt den Geist. Auch Fruchtsäfte sind ein Getränk des Sommers. Als Nahrungsmittel sind Apfel, Birne, Ananas, Mandarine, und die Orange an dieser Stelle erwähnt. Die Gemüsesorten sollten kühlen: Gurke, Spinat, Rohkost, Salate, sowie Gerste und Weizen.

 Herbst

Nun beginnt der Herbst.
Irgendwo brennt schon ein Licht
In der Dämmerung

Buson

Jetzt, im Herbst, runden wir unsere Betrachtungen der Jahreszeiten ab. In der Natur zeigt die Wandlungsphase Metall, die nun begonnen hat, die Bewegung im Jahreszyklus, welche das Ernten der Früchte einleitet. Es kommt Freude auf, wenn wir sehen, welche Pracht an Farben, Formen und Strukturen uns der Herbst offenbart. Er ist aber die Zeit des Verfalls. Pflanzen verwelken, die Blätter werden braun und fallen ab, sie bilden den Nährboden für das kommende Leben im nächsten Jahr. Alles muss vorbereitet werden für das Überleben im Winter. Nun gilt es Kräfte zu sammeln für die kalte, energiearme Jahreszeit.

Darum wollen wir an dieser Stelle näher auf die Ernährung im Herbst eingehen. Dem Metall ist das Scharfe zugeordnet. Als „scharf“ werden alle aromatischen und sich stark verbreitenden Geschmäcker bezeichnet. Scharf-durchdringend sind daher nicht nur Pfeffer und Chili. Auch Gewürze wie Zimt oder Basilikum gelten als scharf. Scharf-durchdringende Substanzen sind oft heiß oder schweißtreibend. Ein besonderes, auch im Westen beliebtes Mittel ist die Pfefferminze, die scharf und kühl ist, und Schmerzen sehr gut aus der Oberfläche des Körpers ausleiten kann. Kleine Mengen stimulieren die Oberflächen, große zerstören sie durch Überreizung. Scharf in kleinen Mengen bewegt Blut, öffnet die Oberfläche und leitet in der Oberfläche sitzende Übel aus.

Das Scharfe: in diese Kategorie gehören Rettich, Radieschen, Knoblauch, aber auch Gewürze wie Zimt und Nelken oder Alkohol. Besonders die weißen scharfen Nahrungsmittel reinigen Lunge und Dickdarm, die dem Metall entsprechenden Energieleitbahnen.

Empfehlenswerte Rezepte zum Herbst: Wirsingkohlpfanne, Kürbiscremesuppe, Hirseauflauf mit Früchten und Birnentorte. Ein kleiner abschließender Tipp wegen der bevorstehenden Erkältungssaison: Birnen sind ein gutes Mittel für die Lunge, sie haben eine Form wie die Lunge und wirken kräftigend!

Ein schleimlösendes Rezept: gedämpfte Birne. Eine geschälte Birne wird ganz in etwas Wasser zusammen mit 5g Orangenschalen,10g gestampften Mandeln, 2 Stücken frischem Ingwer und etwas Wasabi (japanischer grüner Meerrettich) oder weißem und, wenn gewünscht, durch etwas Zucker gedämpft, zubereitet. Dieses Rezept löst hervorragend den Schleim bei Husten durch Erkältung.

Winter

„Ganz lebendig zu sein heißt:
tief atmen, stark empfinden
und sich frei bewegen“.

Alexander Lowen

Der Winter ist in der Chinesischen Medizin die Zeit des Ruhenden und der Stille.

Offenkundig ist es in der Natur nicht allzu lebendig; es herrschen kalte Temperaturen.

Doch die Ruhe trügt. Es ist ein Leben im Verborgenen, tatsächlich geschieht im Geheimen so einiges.

Der Winter entspricht der Niere, und diese hat einen aufsteigenden, sich allmählich entwickelnden Charakter. Das heißt, die Natur erwacht schon jetzt und wirft erste Schatten auf das nächste Frühjahr.

Nicht mehr lange, und wir entdecken ein erstes Grün! Im Winter leben wir allerdings noch von dem, was wir in den vorherigen Jahreszeiten eingesammelt, geerntet haben.

Wussten Sie schon, dass 70% der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die richtige Ernährung betreffen? Deshalb hier einige Beispiele für die geeignete Winter-Küche:

Fenchelcremesuppe, Lamm-Bohnen-Eintopf, Mandelmakronen, Kürbissalat

So, wie die Natur wieder in Bewegung kommt, um einen neuen kraftvollen Zyklus der Entfaltung, und Entwicklung zu beginnen, so sollte auch der Mensch beginnen, von sich aus die Wintermüdigkeit abzuschütteln – und seine eigene Nieren-Energie durch Bewegung anzuregen. Eine gute Möglichkeit ist Qigong und Taijiquan; Übungen für ein langes, gesundes Leben, wie die Chinesen es sehen. Sie stehen morgens auf, um Energien für den langen Tag zu sammeln, auch jetzt, wo die Lebensenergie noch rar und dünn gestreut ist. Auch die moderne medizinische Forschung dieser Tage betont den Wert regelmäßiger Bewegung.

Alle vier Artikel erschienen in der „Waltroper Senioren Aktuell“. 2009

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