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Archive for 12. Oktober 2014

Je prens congie de mes amours
Des quelles me fault partir hellas
Nul ne me vient donner secours hellas
Dont dois plourer et bien gemir
Nul ne me vient donner secours
Dont dois plourer et bien gemir
Si suis le mis en plus decent martire
Je dis adieu a mes amours
Soudainement me voye morir.

Ich denke an die Geliebten,

die ich zurücklassen muß.

Ach! Es gibt keine Hilfe für mich,

deshalb muß ich erst recht weinen und seufzen,

erlebe weitere Folter.

Ich sage meinen Geliebten Lebewohl,

als ich plötzlich in den Tod gehe.

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Der westfälische Arzt Engelbert Kaempfer bereiste im Dienst der Niederländisch-Ostindischen Kompanie, Japan und war der erste wissenschaftliche Erforscher Japans während der Zeit seiner Isolation. Die Holländer auf Deshima müssen jedes Jahr unter strenger Bewachung nach Edo reisen, um dem Shogun ihren Respekt zu erweisen und Befehle zu empfangen. Da die Reise zwei Monate dauert, fand Kaempfer Gelegenheit, Land und Leute, Pflanzen und Tiere, Sitten und Gebräuche zu studieren…

Kaempfer stellte Japan als eine Art Paradies dar. Europa war gekennzeichnet von Religionskriegen und Kleinstaaterei. Er kritisierte die europäischen Zustände, indem er Japan lobte.

Fast alle Aufzeichnungen lagern unveröffentlicht im Archiv des Britischen Museums in London. Nur die Publikation seiner über 900-seitigen Amoenitates Exotica (Exotische Belustigungen; 『廻国奇観』 Kaikoku kikan), erlebt er. Im fünften Band katalogisiert er 526 japanische Pflanzen, darunter auch einen Baum, der ihn bekannter macht als alle seine Forschungsarbeiten, den Ginkgo.- oai.de/ und hier: http://wolfgangmichel.web.fc2.com/publ/books/20/20index.html

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エンゲルベアト・ケンプファー Engerubeato Kenpufā
1651 – 1716 – oai.de/de

„Wir Menschen sehen alle eine Sonne, treten alle eine Erde, atmen alle eine Luft.
Keine Grenzen der Natur, keine Gesetze des Schöpfers trennen uns voneinander.“

(Zitat aus Kaempfers Werk „Amoenitates“)

Von dem Deutschen Engelbert Kaempfer, der 1691 als Arzt eine solche holländische Gesandtschaft begleitete, ist überliefert, was die Japaner von den Europäern hielten:

„Der Kaiser hieß uns unsere Mäntel und Ehrenkleider ablegen und aufrecht sitzen, damit er uns besser ins Gesicht sehen könne. Dieses war es aber nicht allein, was der Kaiser verlangte, sondern wir mußten uns gefallen lassen, ordentliche Affenpossen auszuüben, die mir nicht einmal alle mehr erinnerlich sind. Bald mußten wir nämlich aufstehen und hin und her spazieren, bald uns untereinander komplimentieren, dann tanzen, springen, einen betrunkenen Mann vorstellen, japanisch stammeln, malen, holländisch und deutsch lesen, singen, die Mäntel um- und wieder wegtun und dergleichen. Ich an meinem Teile stimmte hierbei eine deutsche Liebesarie an.

Unser Kapitän blieb jedoch von diesen Sprüngen verschont, weil man gleichwohl darauf bedacht war, daß das Ansehen unserer Oberherren in seiner Person ungekränkt bleiben mußte, wie er sich denn auch wegen seines ernsthaften und empfindlichen Gemütes außerdem gar schlecht dazu geschickt haben würde.“

(Gerhard Dambmann: 25mal Japan. Weltmacht als Einzelgänger. München: Piper, 1989. ISBN 3-492-15104-3)

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