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Archive for 17. August 2014

Leonin

Composer : Magister Leoninus (fl. 1150s ~ d. 1201) ;
Performers : Marcel Pérès / Ensemble organum ;
Label : Harmonia Mundi France/ LP (1985) ;

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Lob des Schattens – Entwurf einer japanischen Ästhetik (jap. 陰翳礼讃, In’ei Raisan) ist ein langer Essay von Tanizaki Jun’ichirō.

Er wurde 1933 in der Zeitschrift Keizai Ōrai (経済往来) veröffentlicht.

Der lange Essay (随筆, zuihitsu) besteht aus 16 Abschnitten, die in der japanischen Textfassung Überschriften tragen. An der Überschrift lässt sich meist der inhaltliche Schwerpunkt des Abschnittes ablesen. Die Unterschrift Entwurf einer japanischen Ästhetik in der deutschen Fassung ist insofern irreführend, als es sich nicht um eine systematische Abhandlung zur Ästhetik handelt, wie sie in Deutschland von Baumgarten als philosophische Teildisziplin begründet wurde. Es handelt sich vielmehr um ein erzählerisches Werk, in dem Tanizaki seine ästhetizistische Vorstellung von Schönheit an Einzelbeispielen exemplifiziert. Der Essay ist literaturgeschichtlich bedeutsam, weil er die zentrale Position des japanischen Ästhetizismus, als eine von mehreren antinaturalistischen Bewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lob_des_Schattens

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Raga Hansdhwani on Bansuri

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Er (George Pollexfen) besaß den Glauben an die Welt des Übernatürlichen, und er erzählte, dass er einigemale, als er mit einem unerwarteten Gast zu Hause eintraf, den Tisch für drei gedeckt fand, und von der Krankheit seines Bruders in Liverpool gerträumt hatte, bevor er von anderer Seite Nachricht erhielt. Er sah, wie ich symbolische Bilder verwendete, die Mathers mich gelehrt hatte, um die Meditation einzuleiten, und obwohl ich lange nicht wollte und ihn für zu alt und in Gewohnheiten befangen hielt, überredete er mich, ihm ihren Gebrauch zu erklären. Von da an experimentierten wir ständig, und nach einiger Zeit begann ich, mir sorgfältige Aufzeichnungen zu machen. Im Sommer bewohnte er immer dasselbe Haus in Rosses Point, und er war dort, als er in den Bann der kabbalistische Symbole geriet. Dort sind ein paar hohe Sandhügel und niedrige Klippen, und ich wanderte meistens am Ufer, während er über Hügel und Klippen ging. Ich stellte mir, ohne zu sprechen, ein Symbol vor, und er beobachtete, was an seinem geistigen Auge vorüberzog, und nach kurzer Zeit stellte sich fast immer die entsprechende Vision ein. Bei den gebräuchlichen Symbolen werden manche Farben als Aktiva klassifiziert und manche als Passiva, und ich fand bald heraus, dass George Pollexfen nichts sah, wenn ich Aktiva verwendete. Ich gab ihm deshalb Übungen auf, um ihn für diese Farben empfänglich zu machen, und allmählich stellten wir unsere Eignung zu diesem Werk fest.

Ich arbeitete mit anderen, die zum Großteil auf das Schema eingeschworen waren und machte viele merkwürdige Beobachtungen. Das Symbol selbst, jedenfalls nicht meine bewußte Absicht, brachte die Wirkung hervor, denn wenn ich mich irrte und jemanden aufforderte, das falsche Symbol zu betrachten – sie waren auf Karten gemalt -, dann wurde die Vision durch das Symbol, nicht durch meine Gedanken, hervorgerufen, oder zwei Visionen erschienen nebeneinander, eine aus dem Symbol und die andere aus meinen Gedanken. Wenn zwei Leute, deren Geist auch nur durch oberflächliche Sympathie verbunden war, zusammen unter demselben symbolischen Einfluß zu Werke gingen, dann teilte sich der Traum oder die Meditation zwischen beiden, und jede Hälfte war die Ergänzung der anderen, und manchmal entstanden die sich gegenseitig ergänzenden Träume oder Meditationen von selbst…

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